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fullscreen Flüchtlingsheim an der Schmiedekoppel schließt
Zwischen 2016 und 2018 sind hier rund 2.700 Menschen untergekommen. Foto: Alicia Wischhusen

Integration

Flüchtlingsheim an der Schmiedekoppel schließt

Die “Erstaufnahmestelle Schmiedekoppel” wird Ende des Jahres offiziell geschlossen. Zwei Jahre lang hatten Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) hier Flüchtlinge versorgt.

schedule Lesezeit ca. 2 min.

Die Rollläden sind heruntergelassen, es ist ungewöhnlich still. Am 9. November hat der letzte Bewohner das Flüchtlingsheim an der Schmiedekoppel verlassen.

Ehemalige Bewohner, Mitarbeiter und Unterstützer kamen am Dienstag noch einmal zusammen, um auf zwei ereignisreiche Jahre des Flüchtlingsheims zurückzublicken.

“Wir hätten es uns anders gewünscht”

Die Erstaufnahmestelle ist eine von drei Hamburger Einrichtungen, die bis Ende des Jahres geschlossen wird. Die drei Unterkünfte wurden vom Arbeiter-Samariter-Bund (“Schmiedekoppel”), den Johannitern (“Fiersbarg”) und den Maltesern (“Neuer Höltigbaum”) betrieben. Der Senat habe aber beschlossen, die von den Hilfsorganisiationen betriebenen Flüchtlingsheime zu schließen, berichtet Kathrin Busch vom Arbeiter-Samariter-Bund.

Künftig sollen die Flüchtlingsheime ausschließlich von “fördern und wohnen” betrieben werden. Die Einrichtung “Schmiedekoppel” bleibe als Reservestandort erhalten, werde im Bedarfsfall aber von “fördern und wohnen” genutzt.

Kathrin Busch ist eine derjenigen, die hier gearbeitet hat. “Wir hätten es uns anders gewünscht”, sagt sie. Dass die Unterkunft geschlossen werde, sei sehr schade. “Rund 60 ASB-Mitarbeiter haben hier mit viel Liebe und Leidenschaft gearbeitet”, berichtet Petra Witt, Pressesprecherin des Arbeiter-Samariter-Bunds.

“Hier war immer etwas los”

Zwischen 2016 und 2018 hatte die Erstaufnahme an der Schmiedekoppel insgesamt rund 2.700 Bewohner. Diese sind nun in andere Flüchtlingsunterkünfte umgezogen oder haben sich privat eine Wohnung gesucht.

Die Unterkunft besteht aus einer Containersiedlung und einem “Holzhäuserdorf”. In der Containersiedlung hatten Alleinreisende und Paare gewohnt, während das “Holzhäuserdorf” für Familien vorgesehen war.

Das Flüchtlingsheim verfügt deshalb sowohl über eine eigene Kita als auch eine Grundschule. Auch einen kleinen Schulhof gibt es. “Die größte Familie, des Flüchtlingsheims hatte zwölf Kinder”, erzählt Busch. “Hier war immer etwas los”, lacht sie.

500 Mitarbeiter, Unterstützer und Ehrenamtliche

Insgesamt haben sich an der Schmiedekoppel rund 500 Mitarbeiter, Unterstützer und Ehrenamtliche engagiert. Daher hatte der ASB die Möglichkeit den Geflohenen Deutschkurse oder Sportaktivitäten anzubieten.

Unter anderem wurden auch Fußballturniere veranstaltet und Grillfeste gefeiert. Nachdem nun aber auch der letzte Bewohner aus der Unterkunft ausgezogen ist, ist es an der Schmiedekoppel ruhig geworden.

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