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Wissenschaftssenatorin Fegebank und Universitätspräsident Lenzen versenken die Zeitkapsel. Foto: Robin Jaede
Neubau der Universität

Grundsteinlegung am Geomatikum

Im Zuge der Modernisierung der Universität Hamburg investiert die Stadt in neue Gebäude für den Campus an der Bundesstraße. Mit der Grundsteinlegung zum „Haus der Erde“ wurden die Baumaßnahmen am Donnerstag feierlich eröffnet. Der krönende Abschluss der Veranstaltung ging dann aber ziemlich schief.

Von Robin Jaede

Das Gebäude ist das erste einer Reihe von baulichen Investitionen in den Campus. 177 Millionen Euro legt die Stadt voraussichtlich für den Bau hin. Seit Sommer letzten Jahres wird gebaut, die Fertigstellung ist 2019 geplant. Neun Stockwerke wird das „Haus der Erde“ haben, davon zwei unterirdisch.

Exzellenzcluster Klimaforschung

Warum dieser Name? Der Neubau wird vornehmlich die Klimastudien und die Geowissenschaften beherbergen. Auf 22.000 Quadratmetern entstehen Labore und Lehrräume. Auch das Zentrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit wird einziehen. Damit wird auch das Integrated Climate System Analysis and Prediction-Exzellenzcluster, kurz CLISAP, dort seinen zentralen Standort finden. Alle Beteiligten sollen dann in räumlicher Nähe forschen können. Dabei ist auch die Vernetzung mit dem Deutschen Klima Rechenzentrum und dem Max-Planck-Institut für Meteorologie in der Nachbarschaft von Vorteil. Der Neubau soll den Exzellenzstatus „baulich unterstreichen“, so Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank, die die Grundsteinlegung begleitete.

Zur Einweihung sprachen außerdem Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke auch Unipräsident Dieter Lenzen und Heinrich Graener, Dekan der Fakultät Mathe-Informatik-Naturwissenschaften (MIN). Auch die MIN-Fächer erhalten einen neuen Campus im zweiten Bauabschnitt des Projekts. Lenzen bezeichnete die Investition in die Klimaforschung als „Verantwortung für die Erde“.  Sevecke begrüßte den Neubau als Bekenntnis zum Universitätsstandort Eimsbüttel.

Als symbolischer Akt befüllten die Redner eine Zeitkapsel, die in den Grundstein eingesetzt und mit ihm im Fundament vergraben wird. Detlef Stammer, Direktor des Zentrums für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit, steuerte ein jahrtausendealtes Seeigelfossil bei, das in Hamburg gefunden wurde. Es deute darauf hin, dass hier früher einmal ein Meer gewesen sei. Er verwies dabei auf die Bedeutung der Klimaforschung, damit das in Zukunft nicht wieder passiere. Das Steigenlassen eines Riesenballons in Weltkugeloptik zum Abschluss ging aber gründlich schief. Bis zu 70 Meter sollte die Erde aufsteigen. Doch das Hamburger Wetter machte den Planern einen Strich durch die Rechnung. Gerade fünf Meter erklomm der Ballon. Danach musste er wegen Sicherheitsbedenken wieder festgemacht werden. Der Wind war zu stark. Vielleicht wollte die Kugel aber auch nur die Notwendigkeit der Klimaforschung unterstreichen.

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