Herzlich-rustikal: Katrin, Kaffee und Kropkå
Katrin Koch hat sich den Traum vom eigenen Laden erfüllt. Foto: Leon Battran
Neueröffnung

Herzlich-rustikal: Katrin, Kaffee und Kropkå

Nachdem sie sechs Jahre lang Werbung textete, hat sich Katrin Koch den Traum vom eigenen Laden erfüllt. Am Dienstag hat ihr Café-Restaurant “Kropkå” im Eppendorfer Weg eröffnet.

Katrin stammt aus dem Ruhrgebiet. “Zum Abendessen gab es immer richtige Stullen, oder Kniften, wie man bei uns sagt”, erzählt die frischgebackene Café-Betreiberin. Eine solche herzlich-rustikale Atmosphäre sollte auch der eigene Laden ausstrahlen: “Es gibt so viele rüschige Mädchenläden in Hamburg. Ich wollte etwas rustikaleres machen, womit sich auch Jungs identifizieren können – deshalb haben wir auch die Mettstulle im Angebot”, meint Katrin und lacht. Es ist ein sonniger Dienstagnachmittag im Eppendorfer Weg.

Das Tüpfelchen auf dem “i”

Die Idee zu einem eigenen Laden ging Katrin Koch schon seit ihrer Ausbildung zur Barista durch den Kopf. Nach einem Kommunikationsdesignstudium arbeitete sie zunächst sechs Jahre lang als Werbetexterin, bis sie den Entschluss fasste, ihren Traum vom eigenen Laden zu verwirklichen. Die Planungsphase für Kropkå dauerte zwei Jahre. Als die Coffeeteria zumachte, übernahm Katrin im Februar diesen Jahres die Räumlichkeiten im Eppendorfer Weg 174. Seitdem wurde eifrig renoviert: neuer Boden, neue Wände, neuer Tresen. Katrin gefallen besonders die verschiedenen Aufenthaltsbereiche im Restaurant. Man kann bequem am Tisch essen, in der gemütlichen Sitzecke entspannen oder am Stehtisch einen Espresso mit Ausblick auf den Eppendorfer Weg genießen. “Es ist alles drin, was mir selbst gefällt”, sagt Katrin.

Kropkå sei eigentlich ein Fantasiename, erzählt Katrin. Hinterher fand sie heraus, dass “kropka nad i” im Polnischen den Tupfen auf dem i bezeichnet. Deshalb bekam das “a” in Katrins Kropkå kurzerhand einen Kringel.

“Man schmeckt den Unterschied”

Die Kropkå-Stullen gibt es mit Schinken, Pilzen, Fisch, Camembert, Avocado oder Mett. Katrin kann auch den Trüffelkäse sehr empfehlen. Wem mehr der Sinn nach etwas Süßem steht, wird fündig in Gestalt von wechselnden hausgemachten Kuchen “nach Großmutters Rezept”. Zur Eröffnung gab es Mohnstreusel-, Marmor- und Himbeer-Käsekuchen. Darüber hinaus gibt eine große Auswahl an Weinen, Tees, Kaffeespezialitäten und Erfrischungsgetränken.

Bei den Lebensmitteln zählen für Katrin Qualität und Nachhaltigkeit: “Da schmeckt man einfach den Unterschied.” Das Brot bezieht sie vom Kieler Holzofenbäcker, der Käse kommt aus einer Münsteraner Käserei und der Kaffee aus einer kleinen Rösterei aus Katrins Heimatstadt Dortmund.

Am Ende des Tages ist Katrin vom Eröffnungschaos ziemlich erschöpft, aber glücklich und zieht eine positive Bilanz: “Der Kaffee schmeckt und das Feedback der Gäste ist gut.”

 

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