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Ein Demonstrant bei der Fahrraddemo im letzten Jahr. Die Demo ist allerdings nur der Auftakt für zahlreiche weitere Veranstaltungen.
Ein Demonstrant bei der Fahrraddemo im letzten Jahr. Auch in diesem Jahr ist die Demo der Auftakt für zahlreiche weitere Veranstaltungen. Foto: Jonas Walzberg
Aktionswochen

Internationale Wochen gegen Rassismus: Das ist in Eimsbüttel geplant

„100 Prozent Menschenwürde – zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“, so lautet das Motto der Internationalen Wochen gegen Rassismus. Eimsbüttel ist wieder dabei.

Von Jasper Karin

Martin Luther King sagte einst: „Es kommt eine Zeit, in der Schweigen Verrat ist.“ Parteien, Schulen, Kirchen, Kulturhäuser und Vereine aus Eimsbüttel schweigen nicht, sondern beteiligen sich an den Internationalen Wochen gegen Rassismus – zum fünften Mal in Folge. Beim diesjährigen Programm wird gelesen, diskutiert, demonstriert und gesprayt.

Seit 2016 wird die Aktion in Deutschland von der Stiftung gegen Rassismus koordiniert. Sie übernimmt die Planung der bundesweiten UN-Wochen und will so dazu beitragen, rassistische Diskriminierung zu überwinden. Von Montag, 16. März, bis Sonntag, 29. März, finden auch in Eimsbüttel zahlreiche Veranstaltungen statt. Hier gibt es einen ersten Einblick.

Auszüge aus dem Programm

Den Auftakt der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Eimsbüttel macht eine Fahrraddemo vom Janusz-Korczak-Haus bis zum Else-Rauch-Platz. Sie beginnt am Montag, 16. März, um 16 Uhr. Für Musik, Snacks und Polizeischutz ist gesorgt.

Radfahrerinnnen und -fahrer demonstrieren auf dem Else-Rauch-Platz. Die Aufnahme ist aus dem letzten Jahr.
Radfahrerinnen und -fahrer demonstrieren auf dem Else-Rauch-Platz. Die Aufnahme ist aus dem letzten Jahr. Foto: Jonas Walzberg

Am Mittwoch, 18. März, veranstaltet die Grüne Bezirksfraktion eine Podiumsdiskussion im Mut! Theater. Um 19 Uhr empfängt Fraktionsvorsitzender Ali Mir Agha die Journalisten Andreas Speit und Dan Thy Nguyen. Zusammen analysieren und diskutieren sie, wie rechte Ideologien zunehmend in der Gesellschaft normalisiert werden. Gäste brauchen sich weder anzumelden noch Eintritt zu zahlen.

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Zeilen gegen das Unbehagen

Am Donnerstag, 19. März, kommt die Autorin Diana Dua zur Lesung ins Café Lenz. In ihrem Buch „Zeilen gegen das Unbehagen“ teilt sie private Erfahrungen mit Rassismus – eine lyrische Hausapotheke für alle, die vom alltäglichen Rassismus fassungslos, entmutigt oder wütend sind. Um 19 Uhr geht es in der Julius-Vosseler-Straße 193 los, eine Anmeldung ist erforderlich.

Auch die „Stammtischkämpfer*innen“ treffen sich dieses Jahr wieder. Der Workshop erklärt, wie man rechten Parolen im Büro, im Sportverein oder am Familientisch überzeugend entgegentritt. Das Treffen findet am Samstag, 21. März, um 10:30 Uhr in der Bücherhalle Eimsbüttel statt. Der Workshop ist kostenlos, eine Anmeldung ist gewünscht.

Zu Besuch in der Moschee

Die Islamische Gemeinde Eidelstedt lädt zum Besuch in der Moschee an der Elbgaustraße 62 ein. Am Montag, 23. März, um 16 Uhr können Interessierte bei Tee und Gebäck die Moschee und die islamische Gemeinde besser kennenlernen. Wer teilnehmen mag, meldet sich telefonisch an.

Zum Abschluss des Programms am Sonntag, 29. März, gibt es einen Graffiti-Workshop – organisiert von der Eimsbütteler Linksfraktion. Treffpunkt ist der Spielplatz am Eidelstedter Weg. Alles, was zum Sprayen gebraucht wird, sowie kleine Snacks stehen vor Ort gratis bereit. Eine Anmeldung ist gewünscht.

Infos und Kontakt

Das komplette Programm in Eimsbüttel gibt es online unter eimsbuettel-zeigt-haltung.de. Für weitere Nachfragen sowie Infos zur Anmeldung steht Judith Streek unter 0171 6255373 oder per Mail an judith.steeck@diakonie-hhsh.de zur Verfügung.


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