Eimsbüttel kocht: Borschtsch
Im Kulturhaus Eidelstedt wird international gekocht – und gemeinsam. Neben dem Essen geht es um den Dialog.
Von Alexis MilneBeim Kochen entsteht im Kulturhaus Eidelstedt eine Gemeinschaft. Am letzten Mittwoch im Monat treffen sich dort rund 20 Personen zur Veranstaltung „KochKultur”. Eine von ihnen leitet die Gruppe an, Gerichte aus ihrer Heimat zu kochen. Im Anschluss wird das Drei-Gänge-Menü gemeinsam verspeist.
Seit zwei Jahren organisieren Parwaneh, Noushin und Safieh diese Veranstaltung. Viele der Teilnehmenden kommen regelmäßig und freuen sich schon Tage vorher auf die Abende. Während alle gemeinsam kochen, tauschen sie sich über das Essen aus oder klönen über ihren Alltag. Nebenbei wird Tee getrunken.

Das Koch-Gewusel wurde dieses Mal von Nataliia dirigiert. Hier gibt es ihr Rezept für einen ukrainischen Klassiker: Borschtsch.
Wer Lust hat, bei „KochKultur” teilzunehmen, kann sich online anmelden. Wer eine Gruppe anleiten und seine Rezepte teilen möchte, kann sich bei Parwaneh (parwaneh5@gmx.de) melden.
Rezept für Borschtsch
- 2 l Wasser
- 300 g Rote Bete
- 300 bis 400 g Kartoffeln
- 150 g Karotten
- 150 g Zwiebeln
- 300 bis 400 g Spitzkohl
- Tomatenmark
- Passata (passierte Tomaten)
- Zucker
- Salz
- Pfeffer
- Sonnenblumenöl
- optional: Knoblauch, weiße Bohnen aus der Dose, Lorbeerblatt
Zubereitung
Nataliia reibt die Rote Bete grob und dünstet sie in etwas Sonnenblumenöl mit einer Prise Zucker leicht an. Währenddessen bringt sie 2 Liter Wasser zum Kochen, gibt die gewürfelten Kartoffeln hinein und lässt alles kurz aufkochen. Dann fügt sie die gedünstete Rote Bete hinzu. Wer möchte, kann ein Lorbeerblatt dazugeben.
Anschließend schneidet Nataliia die Zwiebeln in feine Streifen und reibt die Karotten fein. In einer Pfanne erhitzt sie etwas Öl, brät die Zwiebeln glasig an und gibt dann die Karotten dazu. Beides brät sie etwa fünf Minuten weiter. In der Mitte der Pfanne röstet sie etwas Tomatenmark an, bis der saure Geruch verschwindet, gibt dann ein wenig Passata dazu, rührt alles um und lässt es noch etwa fünf Minuten leicht köcheln. Danach schmeckt sie das Gemüse mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker ab, bis der Geschmack schön ausgewogen ist.
Wenn die Kartoffeln weich sind, gibt Nataliia den fein geschnittenen Spitzkohl dazu und lässt ihn fünf Minuten mit den Kartoffeln kochen. Optional fügt sie jetzt auch Bohnen und etwas Knoblauch hinzu.
Dann gibt Nataliia das Gemüse aus der Pfanne in den Topf, rührt alles gut durch und lässt den Borschtsch noch etwa fünf Minuten gemeinsam köcheln. Schließlich schaltet sie den Herd aus und lässt das Gericht zugedeckt ziehen.
Serviert wird die Suppe klassisch mit Brot und Schmand. Und bleibt etwas übrig, ist das kein Problem. Denn: „Am nächsten Tag schmeckt es noch besser”, sagt Nataliia.
lokal. unabhängig. unbestechlich.
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