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Dass Eimsbüttel nach mehr klingt als "Coffee and Chill", beweist unser Lexikon. Foto: Eimsbütteler Nachrichten
Eimsbush-Mixtape

Lexikon: Musik aus Eimsbüttel

Was Dieter Bohlen und „Wir Sind Helden“ mit Eimsbüttel zu tun haben? Jede Menge! Durch den Bezirk in Songs und Anekdoten von A bis Z.

Von Alana Tongers

A

Abi Wallenstein:

Geboren in Jerusalem, ist der Blues-Gitarrist Abi Wallenstein bereits seit den 60er-Jahren in Hamburg zu Hause, vor allem in Eimsbüttel. In der Zeit hat er sich einen Ruf als “Vater der Hamburger Blues-Szene” auf acht Saiten erspielt.  

B

The Beatles: 

„Wearing the face that she keeps in a jar by the door / Who is it for? All the lonely people / Where do they all come from?“ Wer sich schon immer gefragt hat, was es in dem Beatles-Song “Eleanor Rigby” mit dieser mysteriösen Dose auf sich hat – hier die Antwort: Es handelt sich um die Nivea-Creme aus Eimsbüttel. Die habe seine Mutter immer benutzt, das Bild habe ihn zu der Zeile inspiriert, schreibt Paul McCartney in seinem letzten Jahr erschienenen Buch “Lyrics”. 

C

Corona-Konzert (Geff Harisson):

April 2020, überall beschaulich Corona-bedingte Ruhe in Eimsbüttel. Überall? Nicht ganz. Jeden Abend spielte der britische Sänger Geff Harrisson von seinem Vorgarten in der Gustav-Falke-Straße aus Konzerte für seine Nachbarschaft. Im Repertoire: Rod Stewart, Tina Turner und Elvis. Sorgte für fröhliches im Takt-Klatschen, Nostalgie und etwas weniger Corona-Blues.

D

Dieter Bohlen:

Bevor Dieter Bohlen eine langjährige Beziehung mit Tötensen und Mallorca einging, hatte er mal was mit Eimsbüttel. Genauer gesagt den Karl-Schneider-Passagen. Dort hatte der selbsternannte Pop-Titan ein Tonstudio, in dem er für C. C. Catch und Modern Talking produzierte.

E

Edelfettwerk: 

4000 Quadratmeter umfasst die Location Edelfettwerk. Damit sind immerhin 0,05 Prozent der Gesamtfläche von Eidelstedt eine einzige große Tanzfläche. Die frühere Fabrikanlag­e ist heute nämlich Heimat für Goa-Raves und Ü30-Hip-Hop-Partys. Oder auch mal Wahlpartys: 2009 war die Hamburger CDU mit dem damaligen Bürgermeister Ole von Beust zu Gast. Noch am Tag zuvor fand eine Elektro-Party im Club statt. Die Kampfmittelspürhunde trieben ihm damals den Schweiß auf die Stirn, verriet der Geschäftsführer Alexander Schlüter 2016 dem Abendblatt

F

Freddie’s Ballhaus:

Als Patrick Swayze 1987 in “Dirty Dancing” den Mambo aufs Parkett brachte, stürmten weltweit Paare die Tanzpaläste. Die Mambo-Manie brach auch in den Hamburger Tanzschulen aus. Den angeblich „schärfsten Dirty-Dancing-Unterricht von ganz Norddeutschland“ gab es in „Freddies Ballhaus“ im Hellkamp – mit jeder Menge Hüftschlenker und Hautkontakt. In einem Stern-Interview von 1988 bekannte der Eimsbütteler Tanzlehrer: „Naja, auf ’nem Familienfest würde ich das nicht gerade machen.“ Ein paar Regeln gab es für die Tanzschüler trotzdem: Nur feste Paare durften bei den Kursen mitmachen.

G

Grenzen sind relativ e. V.: 

Mischa Gohlke ist fast taub. Und er ist Profimusiker, nimmt Töne über Vibrationen und Energien wahr. Damit zeigt er, dass Grenzen relativ sind. Genauso heißt auch die Initiative, mit der sich Gohlke seit 2001 für eine inklusive Gesellschaft einsetzt. Der Grenzen sind relativ e. V. organisiert zum Beispiel Musikunterricht für Hörgeschädigte. 

H

Hellkamp: 

Die U-Bahnstation mag seit den 60er-Jahren stillgelegt sein – bei der gleichnamigen Hamburger Band ging es dafür umso lauter zu. Mit Waschbrett, Banjo und Kontrabass spielten sie schon Support für den US-Folkmusiker Kurt Vile. Zwar ist die letzte Veröffentlichung schon sieben Jahre her – offiziell aufgelöst hat sich die Truppe aber auch nicht. 

I

Isebekpark (Musik im Isepark):

Drei- bis viermal im Jahr klang der Isebekpark. Damit ist Schluss: Nach 20 Jahren wurde das kleine Open-Air-Festival am Kanal im letzten Jahr eingestellt. Schuld sind Pandemie und Klimawandel. 

J

Jens Wawrczeck: 

Kein unwahrscheinliches Szenario: Durch Eimsbüttel laufen und hinter sich Peter Shaw hören. Schon klar, der Zweite Detektiv wohnt natürlich in Rocky Beach. Seine Stimme leiht er sich bekanntermaßen aber von Sänger, Sprecher und Schauspieler Jens Wawrczeck. Und der hingegen fühlt sich hier zu Hause. 

K

Kir:

Das Kir hat geschafft, was so manch anderem verwehrt blieb: In Poppenbüttel groß geworden, ist der legendäre New-Wave-Club über einige Umwege bis nach Eimsbüttel gezogen. Seit 2016 finden im Langenfelder Damm Pixies– und The Cure-Tribute-Partys statt. 

L

Logo:

In diesem Jahr wiedereröffnet, standen in der lautesten Sauna der Welt schon Bands wie No Doubt, Oasis und Rammstein auf der Bühne. Erst kürzlich hat der ehemalige Inhaber Eberhard Gugel den legendären Club in jüngere Hände übergeben. 

M

musicu.be:

Das Eimsbütteler Startup musicu.be hat sich vorgenommen, die Musikindustrie mit künstlicher Intelligenz zu revolutionieren. Wie das aussehen könnte, lässt sich auf der Website ausprobieren: Dort werden mit wenigen Angaben Playlisten kreiert, die den eigenen Musikgeschmack um neue Empfehlungen ergänzen sollen.

N

Niels Frevert:

Mit “Niendorfer Gehege” hat der ehemalige Sänger der Hamburger Band “Nationalgalerie” die wohl schönste Hymne geschrieben, die einem Naherholungsgebiet je gewidmet wurde. 

O

Olli Schulz:

“Trist und langweilig” sei seine Heimat Stellingen, hat Olli Schulz mal gesagt. Vielleicht hat es ihn deswegen nach Berlin gezogen. Hagenbecks Tierpark, das örtliche Freibad und der HSV haben aber immer noch ihren Reiz, gibt Schulz heute zu.  

P

Paul Gourmet und die Pfandflaschen:

Der singende Koch aus dem österreichischen Restaurant Herzgrün hat gleich mal ein neues Genre erfunden: den Cooking Fever Sound

S

Suzi Quatro: 

Suzi Quatro gehörte in den 70er-Jahren zu den größten Rockstars der Welt. Wer wissen will, warum sie sich die Nägel in Niendorf machen lässt, liest hier weiter. 

R

Revolverheld:

… hießen eigentlich mal “Tsunamikiller” – das kam nach dem Tsunami 2004 nicht mehr so gut an. Mittlerweile eher in der Schanze unterwegs, haben sich zwei der fünf Bandmitglieder in der Schule in Niendorf kennengelernt und dort im Keller geprobt. 

S

Smudo:

Der “Mikrofonprofessor” der Fantastischen Vier war jahrelang im Kiez um die Weidenallee zu Hause. Mittlerweile ist er allerdings nach Winterhude gezogen, obwohl er für kurze Zeit sogar die U-Bahn-Haltestelle “Christuskirche” ansagen durfte.  

T

Trocadero:

… war mal ein Tanzpalast in den 1920ern in Hamburg. Heute trägt diesen Namen eine Künstleragentur und Schallplattenfirma am Schlump weiter. Ihre Veröffentlichungsfrequenz hielten sie mit Absicht gering, schreibt das Label auf seiner Website. Um den Werken gerecht zu werden und ihre Wertigkeit zu unterstützen. Unter anderem betreut Trocadero Künstler wie Olli Schulz, Gisbert zu Knyphausen oder Die Ärzte.

U

Unten am Hafen:  

Das Songrepertoire des Hamburger Sängers Bernd Begemann ist so groß, dass es ein eigenes Alphabet füllen könnte. Zum Beispiel mit U wie “Unten am Hafen” – der 2-Minuten-Hommage an schlafende Schiffe im Hamburger Hafen. Mittlerweile in Stellingen zu Hause, gilt Begemann als Mitbegründer der Hamburger Schule. 

V

Voice Kids: Batteries of Rock:

Hartes Los, als junge Rocker in der Hip-Hop-Generation geboren zu sein. Da haben die 15-jährigen Jungs von der Band “Batteries of Rock” aber das Beste draus gemacht: Mit einer Mischung aus Van Halen, Foo Fighters und Motorpsycho haben es die Eimsbütteler Teenager Kolja, Noel und Yuma bis in die Primetime bei The Voice Kids geschafft. 

W

Wir Sind Helden:

Alle Helden brauchen ein Geheimquartier – die Gruppe “Wir Sind Helden” hatten ihres in Eimsbush: Im Probe-Bunker an der Apostelkirche machte die Band Anfang der 2000er erste Gehversuche.

X

The Young ClassX:

Das Gerücht, dass Kinder und Jugendliche so wenig von klassischer Musik halten, hält sich hartnäckig. Dabei würde ein Blick zum Musikprojekt “The Young ClassX” genügen. Seit Bestehen haben sich dort mehr als 10.000 junge Menschen am gemeinsamen klassischen Musizieren beteiligt. 

Y

YouTube-Fame – Kiddo Kat:

Eigentlich nur auf der Rückfahrt von einer Musikmesse, stimmen die Hamburgerin Anna Guder alias Kiddo Kat und Heidi Joubert in der Frankfurter S-Bahn “Kiss” von Prince an. So mitreißend, dass die Fahrgäste mitsingen und klatschen. Das Video wird rund 100 Millionen Mal gesehen, einige Tage später sitzen beide bei Markus Lanz. Mittlerweile macht die Wahl-Eimsbüttelerin als Annie Chops Musik.

Z

“Zwischen all dem Lärm”: Tonbandgerät: 

2018 ist das letzte Album “Zwischen all dem Lärm” der Eimsbütteler Band erschienen. Seitdem haben Tonbandgerät das Bezirksamt Eimsbüttel als Paten beim Klimaschutzkonzept unterstützt und den Podcast “Sommer ohne Wolken” an den Start gebracht.

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