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Silvia Stiehm-Werner

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fullscreen Neue Wohnungen nach altem Rezept
Anfang März wurde mit den Abrissarbeiten begonnen. Foto: Silvia Stiehm-Werner

Neue Wohnungen nach altem Rezept

Neubauprojekt an der Ecke Schulweg/Eichenstraße. Verantwortlich für den Bau ist die Familie Lehfeldt, die bis vor kurzem ihre Konditorei am Schulweg 45 betrieb. Das Besondere an diesem Bauvorhaben: Neue Wohnungen, die dem umliegenden Altbaustil nachempfunden sind und sich so in die Umgebung einfügen.

Anfang März wurde mit den Abrissarbeiten begonnen. Foto: Silvia Stiehm-Werner
Anfang März wurde mit den Abrissarbeiten begonnen. Foto: Silvia Stiehm-Werner

Die alte Backstube wurde abgerissen, weitere umliegende Gebäude folgten. Auch das zum Familienbetrieb gehörende Gründerzeithaus in der Eichenstraße 33 musste weichen. Die Gebäude seien stark sanierungsbedürftig und daher nicht mehr zu retten gewesen, hieß es. Der Eigentümerfamilie war es wichtig, die umliegenden Nachbarn nicht zu sehr mit den Abrissarbeiten zu belästigen. Aus diesem Grund verzichteten die Bauherren auf eine Abrissbirne und trugen die Gebäude nach und nach mit einer Abrisszange ab.

...im April waren die Abrissarbeiten beendet. Foto: Henning Düsterhoff
…im April waren die Arbeiten dann beendet. Foto: Henning Düsterhoff

Die Baustelle sorgt für Aufmerksamkeit, es bleiben immer wieder Passanten stehen. Das Ehepaar Schierhorn wohnt gegenüber und konnte die Abrissarbeiten durchs Fenster verfolgen. „Der Abriss ist sehr dezent und geräuscharm abgelaufen. Die alten Dinger waren ja auch keine Schmuckstücke mehr“, sagt Herr Schierhorn. „Daran ist lange nichts gemacht worden. Schade ist es dennoch“, sagt hingegen seine Frau.

Kein Neubau mit Glas und Stahl

Offiziell heißt es, dass die Bauträgerfamilie darauf Wert lege, dass der Neubau sich der Umgebung anpasse. „Alter Stil ist auf jeden Fall gut“, sagt ein junger Vater, der einen Kinderwagen vor sich herschiebt und soeben an der Baustelle halt macht. Aber was das genau bedeutet, würde er gerne wissen. „Werden die Gebäude eins zu eins nachgebaut oder werden hier nur Gründerzeitelemente angedeutet?”

Zweiteres ist der Fall, das neue Klinkerhaus soll neben Sprossenfenstern die für Altbauten typischen Risaliten (Vorsprünge) als Merkmal enthalten.

Ehepaar Schierhorn wohnt gegenüber von der Baustelle
Ehepaar Schierhorn an der Baustelle Ecke Schulweg/Eichenstraße. Foto: Ada von der Decken

„Schön, dass im alten Stil gebaut werden soll, aber Klinkergebäude würden sich hier ja nicht so gut einfügen“, sagt Frau Schierhorn. Ihr Mann hat ein Positivbeispiel aus Eimsbüttel im Kopf: „Der Neubau in der Lutterothstraße ist ein sehr gutes Beispiel. Die alten Bauelemente passen wunderbar.”

Die Anwohner sind sich einig, dass Stahl und Glas nicht die richtige Wahl für die Neubauten an dieser Stelle wären. „Warum bauen die immer so hässliche Dinger?“, fragt einer mit Blick auf den neugebauten Wohnkomplex gegenüber auf dem ehemaligen Krankenhausgelände in der Eichenstraße.

Wie sehr der Neubau den Altbauten in der Umgebung ähnelt, wird sich zeigen. Was feststeht: Der Neubau wird barrierefrei gebaut werden und insgesamt 36 Wohnungen inklusive Tiefgarage enthalten. Im Erdgeschoss soll es gewerbliche Flächen geben. Baubeginn ist Mai 2013, die Fertigstellung ist für Frühjahr 2014 vorgesehen.

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