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Aktuell läuft der Teilabschnitt 4 des Osterstraßenumbaus. Die Fertigstellung ist für Ende Juli geplant. Foto: Felix Kirsch
Der erste Bauabschnitt soll bis September abgeschlossen sein. Foto: Felix Kirsch
Osterstraßenumbau

Verkehrsberuhigte Flaniermeile

Breitere Gehwege, weniger Parkplätze: Seit fast einem Jahr wird die Osterstraße umgebaut. Der erste Bauabschnitt auf der Nordseite ist abgeschlossen, seit Juni laufen die Arbeiten auf der Südseite. Die Maßnahmen sollen mehr Bummler und Touristen anlocken, doch die Geschäfte haben mit Einnahmeeinbußen zu kämpfen.

Von Jannika Grimm

Vor ungefähr einem Jahr, im Oktober 2015, wurde mit den Bauarbeiten des Osterstraßenumbaus begonnen. Seitdem ist viel passiert. Der Fußgängerweg wurde verbreitert, die Straße erneuert, Schwebebalken auf- und wieder abgebaut. Seit vier Wochen ist der erste Bauabschnitt auf der Nordseite der Osterstraße fertiggestellt. „Zwischen Heußweg und Emilienstraße sind bis auf einzelne Ausstattungselemente die Arbeiten fertig“, teilte ein Sprecher des Bezirksamts Eimsbüttel mit. Bis Ende September soll dieser endgültig abgeschlossen sein. Mit den Arbeiten am Bauabschnitt 2 wurde bereits Anfang Juni begonnen. „Der Abschnitt zwischen Emilienstraße und Schulweg wird voraussichtlich bis Mitte November fertiggestellt sein“, informierte das Bezirksamt weiter.

Gewerbetreibende und Anwohner haben mit dem Umbau zu kämpfen: In der knapp einjährigen Bauphase mussten bereits vier Geschäfte schließen. Ladenbesitzer berichteten von massiven Einnahmeverlusten bis zu 40 Prozent. Besonders in den umsatzstärksten Monaten zwischen Oktober und November habe der Umbau negative Auswirkungen gehabt. Die Geschäfte gaben verschiedene Gründe an. Im Falle des Schuhgeschäfts – wir berichteten – haben Container und Zäune vor der Tür zu der Schließung geführt. Bei Eschenbach Living, einem Kleidungs- und Dekorationsgeschäft, sollen die Warnschilder des Bezirksamts zu Umsatzeinbußen und zur letztendlichen Schließung geführt haben.

 Osterstraßenumbau für Preis nominiert

Nach den Plänen des Stadt- und Verkehrsplanungsbüro soll ein Gesamtbild entstehen, in dem der Autoverkehr nicht mehr dominiert. Jetzt ist bereits sichtbar: Die Gehwege sind breiter geworden, Radwege mit Schutzmarkierungen wurden auf die Fahrbahn verlegt, fast die Hälfte der Parkplätze sind verschwunden. Die Osterstraße wird zu einer verkehrsberuhigten Flaniermeile. Der Umbau der Osterstraße ist für den Deutschen Verkehrsplanungspreis 2016 nominiert. Dieser wird jedes Jahr von der Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung vergeben. Sie zeichnet damit Lärmminderung, Luftschadstoffreduktion und Klimaschutz aus. Staatsrat Andreas Rieckhof freut sich über die Nominierung: Die Umgestaltung der Osterstraße erhalte deutschlandweit Anerkennung, teilte er mit, konkret würden vor allem die Fußgänger von der Umgestaltung profitieren.

Marketingstrategien wie ein Webauftritt, Veranstaltungen und Grünpflege sollen im kommenden Jahr – sollte der BID-Antrag genehmigt werden – weitere Bummler und Touristen nach Eimsbüttel locken.

Die Gesamtkosten für den Osterstraßenumbau, der von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation finanziert wird, belaufen sich auf 7,5 Millionen Euro. Im Anschluss an den Osterstraßenumbau soll auch der Bereich am Stellinger Weg/Heußweg umgebaut werden. Dort sei ein kleiner Kreisverkehr geplant, sagte eine Sprecherin des Osterstraßenvereins. Außerdem sollen die Tannen vor der Bäckerei gefällt werden. Das Bezirksamt teilte mit, dass es „um eine Finanzierung dieses Abschnitts“ bemüht sei.

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80 Prozent Café, 20 Prozent Bäckerei: In der Osterstraße hat das „Copenhagen Coffee Lab“ eröffnet. Neben Hafer-Cappuccino und Doppio gibt es auch dänische Backwaren.

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