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Katrin Weber träumt von einem neuen Kino für Eimsbüttel. Foto: Julia Haas
Katrin Weber will ihre Leidenschaft für Filme in einem neuen Kino in Eimsbüttel verwirklichen. Foto: Julia Haas
Kulturort

Ein neues Kino für Eimsbüttel? Auf der Suche nach passenden Räumen

Eimsbüttel war einst Hochburg der Kinos. Heute gibt es nur noch wenige in der Nachbarschaft. Eine Eimsbüttelerin will das ändern und ein neues Kino in die Nachbarschaft bringen.

Von Julia Haas

Katrin Weber hat eine Vision: Sie will ein neues Kino im Stadtteil verankern. Dabei geht es ihr nicht nur um einen Raum mit Leinwand, sondern um einen Ort des Austauschs, des Miteinanders und des Perspektivenwechsels. Entgegen mancher Skepsis ist sie überzeugt: Kino ist noch lange nicht tot.

Das klassische Kino erweitern

Seit mehreren Monaten arbeitet Katrin Weber an ihrem Konzept. Sie hat ein Praktikum im Kino gemacht, mit Kinobetreibenden gesprochen, einen Businessplan erstellt und erste Kontakte mit Behörden aufgenommen. In der Theorie steht damit bereits vieles fest. In der Praxis jedoch fehlen noch Räume sowie Investorinnen und Investoren.

Deshalb hat sie nun den Schritt in die Öffentlichkeit gewagt. Beim Gespräch mit den Eimsbütteler Nachrichten klappt sie ihren Laptop auf und zeigt eine Präsentation. „Ein neuer Kulturort für Eimsbüttel“ lautet der Arbeitstitel. Katrin Weber träumt von einem Ort, an dem Kino gemeinsam erlebt wird – nicht nur zum Schauen, sondern auch zum Sprechen. Events und ein gastronomisches Angebot sollen das Kinoerlebnis erweitern.

Ein Kino, das Kultur und Nachbarschaft verbindet

Ihr Kino soll unterschiedliche Menschen und Generationen zusammenbringen, sagt Katrin Weber. Besonders weibliche Perspektiven will sie stärken – vor und hinter der Leinwand. Kinder und Jugendliche sollen ebenso angesprochen werden wie ältere Generationen, für die ein niedrigschwelliges Nachmittagsangebot entstehen könnte.

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Katrin Weber arbeitet seit über 20 Jahren in der Film- und Werbebranche. „Das macht mir Spaß“, sagt sie. In Zukunft würde sie ihre Leidenschaft für das Kino jedoch gerne stärker in ihren Alltag integrieren. Mit dem eigenen Kino möchte sie ihre Erfahrungen und Leidenschaften bündeln – und zugleich einen Ort schaffen, der Kultur und Nachbarschaft unkompliziert zusammenbringt.

Ein Konzert auf der Terrasse während Corona

Seit 15 Jahren lebt Katrin Weber in Eimsbüttel. Während ihres Studiums jobte sie im Cinemaxx am Dammtor, wo sie auch ihren Mann kennenlernte. Mit ihm und ihren beiden Söhnen lebt sie bis heute in der Nachbarschaft. Die Frage, wie sich Kultur und Nachbarschaft verbinden lassen, begleitet sie schon lange.

Während der Corona-Pandemie organisierte sie auf der Terrasse ihrer Wohnung ein kleines Konzert und lud Nachbarinnen und Nachbarn ein, von ihren Balkonen aus zuzuhören.

Kein Zeitdruck

Für ihr Programmkino sucht sie eine große Fläche, die Platz für zwei Säle bietet. Tagsüber könnte ein angeschlossenes Café betrieben werden, abends eine Bar oder ein Restaurant – vielleicht mit Pizza. „Das Konzept steht, aber es ist nicht in Stein gemeißelt“, sagt Katrin Weber. Entscheidend sei zunächst, Unterstützerinnen, Unterstützer und Räume zu finden. Dann könne weiter nachjustiert werden. Für Katrin Weber sei das Projekt ein Spielplatz der Ideen. Vielleicht könnten im Kino auch Kunstschaffende ausstellen? Oder es biete sich die Möglichkeit, mit einer Buchhandlung zu kooperieren? Es gibt viele Ansätze, das Konzept weiterzudrehen.

Ihre Pläne will Katrin Weber dabei nicht kleinhalten. „Manche schlagen mir vor, das Ganze erstmal als Pop-up zu testen“, sagt sie. Doch warum testen? Katrin Weber ist sich sicher, was sie will, und glaubt an die Umsetzung ihres Konzepts. „Wer nicht mutig ist, dem können keine guten Dinge passieren“, sagt sie und lächelt.

Wird Eimsbüttel wieder zur Kino-Hochburg?

Auch der häufigen Frage, ob Kino überhaupt noch Zukunft habe, widerspricht sie deutlich. Sie ist überzeugt, dass es zurückkommt, weil es Erlebnisse schafft, die Couch und Streamingdienste nicht bieten können. Aktuelle Zahlen scheinen ihr recht zu geben – auch wenn sie noch mit Vorsicht zu betrachten sind: Laut der Filmförderungsanstalt wurden 2025 insgesamt 91,9 Millionen Kinotickets verkauft, ein Plus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg demnach um 6,4 Prozent.

Eimsbüttel war einst eine Hochburg des Kinos. In den vergangenen Jahrzehnten sind viele Filmhäuser verschwunden. Vielleicht gelingt es Katrin Weber, diesen Trend ein Stück weit umzukehren.

info

Auf der Suche nach dem passenden Ort

Katrin Weber ist auf der Suche nach einer Erdgeschossfläche ab etwa 300 bis 400 Quadratmetern. Die Räume sollten in Eimsbüttel, Hoheluft oder in der Schanze liegen und gut mit dem ÖPNV oder fußläufig erreichbar sein. Für die Kinonutzung ist eine ausreichende Deckenhöhe erforderlich. Ein Umbau oder Schallschutz sollten grundsätzlich möglich sein und idealerweise gibt es die Möglichkeit für Außenplätze.

Kontakt: hey@katrinweberfilms.com


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