Nach Unfall am Weiher querschnittsgelähmt – große Anteilnahme in der Nachbarschaft
Eine Eimsbüttelerin ist nach einem Unfall am Weiher querschnittsgelähmt. Während sich ihr Leben grundlegend verändert, erreicht sie und ihre Familie eine Welle der Hilfsbereitschaft.
Von Ella SchinkelWas als gewöhnlicher Spaziergang mit dem Hund begann, endete für Maud S. am 30. Oktober in einem schweren Unglück. Ein herabstürzender Baum traf die zweifache Mutter. Seitdem ist sie querschnittsgelähmt. Ein Spendenaufruf soll sie und ihre Familie unterstützen.
Hundespaziergang mit tragischem Ende
Es war ein Donnerstagmorgen, als Maud S. mit ihrem Hund am Weiher in Eimsbüttel unterwegs war. Es stürmte und regnete stark, als kurz vor 8 Uhr ein Baum auf den Gehweg stürzte und sie traf. Passantinnen und Passanten alarmierten die Rettungskräfte. Ein Notarzt versorgte Maud noch am Unfallort.
Seither ist die Eimsbüttelerin aufgrund zahlreicher Verletzungen querschnittsgelähmt und wird derzeit im Unfallklinikum Boberg behandelt.
Familie steht vor finanziellen Herausforderungen, Spendenaufruf soll helfen
Ein Spendenaufruf soll der Familie helfen, die kommenden Herausforderungen zu bewältigen. „Bitte unterstützt Maud und zeigt ihr, dass sie nicht allein ist“, schreibt Martin Wulle. Er ist ein Freund der Familie und hat eine Go-Fund-Me-Kampagne initiiert. Jeder Beitrag helfe, ihr ein Stück Lebensqualität und Hoffnung auf ein selbstbestimmtes Leben zurückzugeben.
Die gesammelten Mittel sollen die Kosten für die umfangreiche Rehabilitation auffangen. Aufgrund der komplexen Verletzungen benötige die 50-Jährige langfristige Reha-Maßnahmen, spezialisierte Physio- und Bewegungstherapien und psychologische Unterstützung. Kosten, von denen die Krankenkasse nur einen Bruchteil übernehme.
Hinzu komme, dass die Wohnung der Familie im dritten Stock liege – ohne Aufzug. Auch innen seien bauliche Anpassungen nötig, um Maud künftig ein barrierearmes Leben zu ermöglichen. Für die Familie bedeute das zusätzliche finanzielle Belastungen in einer ohnehin herausfordernden Zeit.
Bereits über 150.000 Euro dank Spendenaufruf zusammengekommen
„Wer Maud und Olli kennt, weiß: Sie unterstützen andere, wo sie können“, schreibt Wulle. Nun sei die Familie selbst auf Hilfe angewiesen.
Und die Unterstützung bleibt nicht aus: Seit dem Start des Spendenaufrufs am 24. November sind bereits über 150.000 Euro zusammengekommen. Die Aktion läuft weiter.
Mauds Ehemann zeigt sich von der großen Anteilnahme überwältigt: „Diese Welle der Solidarität und Herzlichkeit ist für Maud und mich kaum zu fassen.“ Die Unterstützung gebe beiden dringend benötigte Zuversicht und trage sie durch die schwere Zeit.
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