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Bei einem Feuer im Schröderstift kam ein 68 Jahre alter Bewohner zu Tode.
Bei einem Feuer im Schröderstift kam ein 68 Jahre alter Bewohner zu Tode. Foto: Hamburg News
Feuer

Schröderstift: Mann stirbt bei Wohnungsbrand [UPDATE]

Durch das Feuer sind mehrere Bewohner obdachlos geworden, einer starb. Die Mieterselbstverwaltung bittet um Unterstützung. Ein weiteres Feuer am Mittwoch konnte schnell gelöscht werden.

Von Christiane Tauer

In einer Wohnung des historischen Schröderstift-Gebäudekomplexes am Schröderstiftweg ist am frühen Dienstagmorgen um 2:17 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Dabei starb ein 68 Jahre alter Bewohner.

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Acht Menschen gerettet – ein Toter

Als die ersten Einsatzkräfte am Brandort eintrafen, waren die Flammen im zweiten Obergeschoss des dreistöckigen Hauses bereits deutlich sichtbar. Im gesamten Gebäude hatte sich zudem dichter Brandrauch entwickelt. Über eine Drehleiter und das Treppenhaus konnte die Feuerwehr insgesamt acht Menschen aus dem Haus retten. Sie fanden in einem extra bereitgestellten Linienbus Zuflucht.

Den 68-Jährigen entdeckten die Einsatzkräfte leblos in einer der Wohnungen. Sie begannen sofort, ihn zu reanimieren, mussten ihr Bemühen nach einer Stunde jedoch einstellen. Ein Rettungswagen brachte den Toten zur weiteren Untersuchung in das Institut für Rechtsmedizin.

Das Dach musste abgenommen werden

Der Einsatz war damit noch nicht beendet. Da sich in der Wohnung des Mannes „allerlei Mobiliar und andere Utensilien“ befanden, breitete sich das Feuer rasch bis in den Dachstuhl aus, teilt die Feuerwehr in einer Pressemitteilung mit. Um an die Brandherde zu gelangen, musste das Dach oberhalb der Brandwohnung zu beiden Seiten großflächig abgenommen werden. Erst nach mehr als vier Stunden, gegen 6:30 Uhr, waren die Löscharbeiten beendet.

Die Polizei ermittelt nun, was die Ursache des Brandes war. Nach Angaben der Feuerwehr sind voraussichtlich sechs Wohnungen des Gebäudes zunächst unbewohnbar.

Schon 2015 hatte es im Schröderstift gebrannt

Für die Bewohnerinnen und Bewohner des Schröderstifts, die sich seit 1981 über die Mieterselbstverwaltung e.V. eigenständig organisieren, ist das alles eine bittere Erfahrung. Bereits 2015 mussten sie ein großes Feuer verkraften, das Teile des Hauses zerstörte und mehrere Wohnungen unbewohnbar machte. „Ich stehe noch unter Schock“, sagt Jürgen Kuhlmann, einer der Vorstände der Mieterselbstverwaltung, gegenüber den Eimsbütteler Nachrichten.

Der Mann, der bei dem Feuer ums Leben kam, sei ein Bewohner der ersten Stunde gewesen und habe sich immer sehr um die Kinder im Haus gekümmert, berichtet Kuhlmann und ringt dabei deutlich um Fassung.

Ausweich-Wohnungen für obdachlose Mieter

Die Bewohner müssen sich nun einerseits mit den baulichen Problemen auseinandersetzen, die durch das Feuer entstanden sind, und sind andererseits dabei, Ausweich-Wohnungen für die obdachlos gewordenen Mieterinnen und Mieter zu organisieren. „Eine Familie, die direkt über der Brandwohnung gewohnt hat, ist glücklicherweise in einer unserer eigenen Wohnungen untergekommen“, sagt er.

Bei einigen der anderen Bewohnern geht er bisher nur davon aus, dass sie Unterschlupf gefunden haben – einen richtigen Überblick hat er sich bisher noch nicht verschaffen können. Dafür sei es noch zu früh. Für jegliche Form der Unterstützung wäre er dankbar, so Kuhlmann.

Wer den Bewohnerinnen und Bewohnern des Schröderstifts helfen möchte, kann sich per E-Mail an die Mieterselbstverwaltung wenden: administrator@msv-schroederstift.de.

UPDATE vom 13.04., 10:30 Uhr: Am Mittwochmorgen um 7:45 Uhr rückte die Feuerwehr ein weiteres Mal zum Schröderstift an. Im Dachbereich war aufgrund von Glutnestern erneut ein Feuer ausgebrochen, das aber schnell gelöscht werden konnte.

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