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Startschuss zum „Runden Tisch Isebek-Grünzug“

Wenn die am Thema Isebek-Park Interessierten zusammenkommen, ist es, als treffe sich eine konfliktfreudige Familie. Man kennt sich schon lange – die Fronten sind geklärt. Und wie so oft, droht dem Streitobjekt, dem Isebek-Park, der Stillstand und der Verfall. Der „Runde Tisch“ soll das jetzt ändern.

Von Neele Wulff
Endlich auf einem guten Weg? Im Verlauf des Abends keimte Hoffnung auf. Foto: Neele Wulff
Endlich auf einem guten Weg? Im Verlauf des Abends keimte Hoffnung auf. Foto: Neele Wulff

In mehreren Stuhlreihen versammelte sich der „Runde Tisch“ am Mittwochabend zur ersten Sitzung. Auf seiner „To-Do-List“ steht nicht nur Streitschlichtung oder Behebung der schlimmsten Mängel im Park: Am Ende des „Runden Tisches“ soll ein Konzept stehen, das mehr als ein Kompromiss ist. Im Vorfeld wird eine sorgfältige Sondierungsphase der verschiedenen Interessen stattfinden. Dem Moderator Jürgen Roloff schwebt ein stabiler und sachlicher Dialog vor. Daher geht man kleine Schritte. In der ersten Sitzung ging es nicht um Gestalterisches. Ein Vorschlag für eine Geschäftsordnung wurde diskutiert und ein Auftragsentwurf für ein Gutachten zum Isebek-Grünzug vorgestellt.

Erste Interessengegensätze der Teilnehmer am Runden Tisch zeichneten sich in Bezug auf die Geschäftsordnung ab. Strittig ist die anteilige Zusammensetzung der stimmberechtigten Vertreter. Auf allen Seiten wurde die Befürchtung spürbar, Entscheidungen zum Isebek-Park, durch die Zusammensetzungen der Stimmberechtigten vorweg zu nehmen. Von Seiten der Isebek-Initiative wurden Bedenken geäußert, dass die Inhalte der Bürgerbegehren zum Isebek-Park durch den Runden Tisch übergangen werden könnten.

Meinungsaustausch vor Entscheidungen

Viel guter Wille zu einem integrativen Entscheidungsprozess zeigte sich bei dem Auftragsentwurf für ein Gutachten zum Isebek-Grünzug. Der Landschaftsplaner Peter Mix stellte sich als möglicher Gutachter und beratender Sachverständiger vor.

Der Moderator des "Runden Tischs", Jürgen Roloff. Foto: Neele Wulff
Der Moderator des „Runden Tischs“, Jürgen Roloff. Foto: Neele Wulff

In Zusammenarbeit mit dem Runden Tisch sollen nach seinem Plan zunächst zentrale Punkte im Park ausgemacht werden. In einem zweiten Schritt diskutiert der Runde Tisch Interessenskonflikte sowie übereinstimmende Wünsche. Unter den Beteiligten gab es viel Zuspruch für diesen Weg der kleinen Schritte, in der Hoffnung, so ans Ziel gelangen zu können.

Für den Erfolg des Runden Tisches wird entscheidend sein, ob es dem Bezirk gelingt, sich glaubhaft als neutraler, ergebnisoffener Vermittler in dem Verfahren zu präsentieren und Entscheidungen transparent zu gestalten. Damit am Ende ein großes Familienpicknick im Park möglich ist, werden sich wohl alle Interessengruppen den einen oder anderen Kompromiss abringen müssen.

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