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Das Kopfsteinpflaster in der Tresckowstraße soll nicht verschwinden. Foto: Jasper Karin
Das Kopfsteinpflaster in der Tresckowstraße soll nicht verschwinden. Foto: Jasper Karin
Bezirksamt

Tresckowstraße: Kopfsteinpflaster bleibt!

Eigentlich sollte die Tresckowstraße nach den dortigen Bauarbeiten asphaltiert werden. Jetzt rudert das Bezirksamt zurück.

Von Julia Haas

In den letzten Wochen haben sich mehrere Anwohner für den Erhalt des Kopfsteinpflasters in der Tresckowstraße eingesetzt. Jetzt zeigt sich: mit Erfolg. Die Straße soll nicht wie ursprünglich angekündigt asphaltiert werden.

Warum sich Anwohnende für den Erhalt einsetzten

Im Januar erklärte das Bezirksamt Eimsbüttel, die Kopfsteinpflasterdecke in der Tresckowstraße zwischen Eichen- und Goebenstraße befinde sich in einem „sehr schlechten Zustand“. Es bestehe „dringender Sanierungsbedarf“. Das Bezirksamt habe den Straßenabschnitt im Hinblick auf seine Verkehrssicherheit untersucht und ein neues Konzept aufgestellt. Das Ergebnis: Die Straße werde asphaltiert. Und zwar im Anschluss an den dortigen Fernwärmeausbau.

Bei den Anwohnern stieß diese Ankündigung auf Widerstand. Sie setzten sich aus unterschiedlichen Gründen dafür ein, dass das Kopfsteinpflaster bleibt. So ging es unter anderem um das historische Straßenbild, aber auch um Aspekte des Klimaschutzes. Michael Rosenthal, Initiator der Initiative und einer Online-Petition, wies darauf hin, dass Asphalt wesentlich kurzlebiger als Kopfsteinpflaster sei und die Straße versiegeln würde.

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Alles auf Anfang

Auch die Bezirksfraktionen setzten sich mit dem Thema auseinander. Die FDP-Fraktion stellte einen Antrag, der darauf abzielte, nach den Bauarbeiten wieder Kopfsteinpflaster einzusetzen.

Diese Bemühungen scheinen nun hinfällig. Aus einer Mitteilung der Verwaltung geht hervor, die Maßnahme sei neu bewertet worden. Das Ergebnis: Die Hamburger Energiewerke sollen nach Abschluss der Fernwärme-Arbeiten für eine Wiederherstellung des vorhandenen Zustands sorgen. Diese Pläne hat die Verwaltung in der Bezirksversammlung am Donnerstag präsentiert.

Asphalt teurer als altes Kopfsteinpflaster

In der Mitteilung heißt es, die bisher vorgesehene Asphaltierung der gesamten Fahrbahn sei auch mit Kosten für das Bezirksamt Eimsbüttel verbunden. „Wegen der derzeit angespannten Finanzsituation im bezirklichen Fachhaushalt, unter anderem aufgrund der aktuellen Winterschäden, ist ein zusätzlicher Kostenbeitrag des Bezirksamtes kaum möglich.“ Eine zeitliche Verzögerung der Baumaßnahmen wolle man zudem verhindern, da diese mit erheblichen Kosten verbunden wäre.

Auf Nachfrage der Eimsbütteler Nachrichten sagte Kay Becker, Sprecher des Bezirksamts: „Die jetzige Lösung ist die günstigste, schnellste und vertretbar.“ Dennoch bleibe die Straße und ihre Nebenflächen sanierungsbedürftig. In Zukunft könnte es in der Tresckowstraße dementsprechend zu weiteren Bauarbeiten kommen. Die Planungen für die Sanierung und Neugestaltung würden wieder aufgenommen werden, wenn der „Masterplan Parken“ des Senats fertiggestellt sei.

Bereits zuvor hatte es Überlegungen gegeben, den Kfz-, Rad- und Fußverkehr in der Tresckowstraße neu zu gestalten. So sollte unter anderem die Parksituation zugunsten von Fußgängerinnen und Radfahrern angepasst werden. Im Rahmen des „Parkplatz-Moratoriums“ hatte der Senat die Pläne gestoppt.

Anwohner freuen sich

Die Bürgerinitiative freut sich über den Erhalt des Kopfsteinpflasters. Die Entscheidung sei ökologisch und ökonomisch sinnvoll und zeige, dass ein sachlicher Dialog und das Engagement der Anwohnerschaft Wirkung entfalten könne. In einer Pressemitteilung dankten die Anwohnenden besonders dem Bezirksamtsleiter Christian Zierau. Seine Vorgehensweise habe eine ausgewogene und tragfähige Lösung für alle ermöglicht.

Redaktionelle Mitarbeit: Jasper Karin


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