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In ihrer Wohnung packen Alina Wauter und Marius Nürnberg die Bestellungen von "Visions Clothing". Foto: Julia Haas
In ihrer Wohnung packen Alina Wauter und Marius Nürnberg die Bestellungen von "Visions Clothing". Foto: Julia Haas
Mode

T-Shirts mit Botschaft: „Visions Clothing“ unterstützt den Kältebus

Sie verwandeln T-Shirts in Bühnen – für Themen, die um Sichtbarkeit ringen. Über die Eimsbütteler Marke „Visions Clothing“.

Von Julia Haas

Während Schneeflocken den Langenfelder Damm bedecken, wartet in einer Dachgeschosswohnung ein Stapel schwarzer T-Shirts darauf, gesehen zu werden. „Give Warmth“ steht auf Brusthöhe, daneben eine Tasse Tee – ein Symbol für Wärme an kalten Tagen.

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Textilien als Bühne nutzen

Die T-Shirts stammen von der Eimsbütteler Streetwear-Marke „Visions Clothing“. Seit Montag sind sie erhältlich und sollen auf den Kältebus in Hamburg aufmerksam machen. Ehrenamtliche betreiben ihn von November bis April, um Obdachlose in die Einrichtungen des Winternotprogramms zu bringen.

Ein Einsatz, der Respekt und eine Bühne verdient, finden Alina Wauter und Marius Nürnberg, die Köpfe hinter „Visions Clothing“. Mit schwarz-weißen Aufdrucken geben sie Themen eine Plattform, die um Sichtbarkeit kämpfen. Zum Beispiel Obdachlosenhilfe, psychischen Erkrankungen oder Gleichstellung.

Nach Feierabend an die Nähmaschine

Wauter und Nürnberg sitzen im Schein ihrer Wohnzimmerlampe im Langenfelder Damm, während sie von ihrer Modemarke erzählen. Draußen ist es bereits dunkel. Ihre Arbeit für „Visions Clothing“ beginnt, wenn ihre Vollzeitjobs als Art-Direktorin und PR-Berater enden.

Dann setzen sie sich an die Nähmaschine ein Zimmer weiter und nähen ihr Label an die T-Shirts, die zuvor in Köln bedruckt wurden. Oder sie rollen die weiße Leinwand auf, um ihre Produkte zu fotografieren.

Marius Nürnberg und Alina Wauter stehen hinter "Visions Clothing". Foto: Julia Haas
Marius Nürnberg und Alina Wauter stehen hinter „Visions Clothing“. Foto: Julia Haas

Motive entstehen aus Gefühlen

Entstanden ist „Visions Clothing“ 2017. Damals schrieb Wauter ihre Bachelorarbeit und entwickelte ein Unternehmenskonzept für faire Straßenkleidung mit nachhaltigen Botschaften. Was als fiktives Projekt begann, ließ sie nach ihrem Abschluss Realität werden.

Die Motive entwirft Wauter selbst. Manchmal ist es die Wut im Alltag, weil Männer und Frauen noch immer nicht gleichgestellt sind, die sie inspiriert. Manchmal sind es Aktivisten auf Instagram, manchmal ein Gespräch beim Abendessen. Immer ist es ein persönliches Gefühl, das den Anstoß für die nächste Kollektion gibt.

„Visions Clothing“: Sinn stiften

Wie lässt sich Obdachlosenhilfe abbilden, ohne plakativ oder despektierlich zu wirken? Wie wird ein komplexes Thema zum verständlichen Symbol? Fragen, denen sich Wauter widmet, wenn sie neue Motive entwirft. Dem finalen Design gehen rund 30 Versuche und viele Gespräche voraus, sagt sie.

Daraus entstehen mal leisere, mal lautere Zeichnungen. Für Letzteres steht das Shirt „Burn the patriarchy“, auf dem eine Frau mit nacktem Oberkörper und Hasskappe abgebildet ist.

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Auf ihrem Instagram-Kanal klären Wauter und Nürnberg über die Themen auf, die sie auf ihren Shirts verarbeiten.

Früher umfasste das Sortiment von „Visions Clothing“ auch Aufdrucke von Pizza und Pfefferminzschnaps. Davon wollen sich Wauter und Nürnberg inzwischen distanzieren. Sie sind sich einig: „Nonsense machen wir nicht mehr.“

Aktuell dreht sich bei „Visions Clothing“ alles um den Kältebus. Pro gekauftem „Give Warmth“-Shirt werden 10 Euro an die Betreiber von „CaFée mit Herz“ gespendet. Wer einen hilfsbedürftigen obdachlosen Menschen sieht, kann den Kältebus täglich von 19 bis 24 Uhr unter 0151 65 68 33 68 anrufen.


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