Eimsbüttel startet Vogelschutz an Glasflächen
Eimsbüttel will Vogelunfälle an Glasflächen reduzieren – und setzt dafür auf gezielte Maßnahmen an Risikostandorten.
Von Aaron MüllerImmer wieder kollidieren Wildvögel mit Glasflächen. Die Bezirksversammlung Eimsbüttel will diese oft tödlichen Zusammenstöße reduzieren und damit einer der häufigsten menschengemachten Todesursachen für Wildvögel entgegenwirken.
Auf Antrag der Grünen und der SPD wurde beschlossen, alle bezirkseigenen Gebäude und Infrastrukturen mit größeren Glasflächen, wie zum Beispiel Verwaltungsgebäude und Sporthallen, systematisch auf Risiken zu prüfen.
Wie werden Gefahrenstellen reduziert?
Laut Luise Rosemeier, Fraktionsmitglied der Grünen, sind insbesondere Standorte im Umfeld von Isebek- und Alstergrünzügen, größeren Schulcampusflächen und stark frequentierten ÖPNV-Knoten relevant.
Die jeweiligen Risikobereiche sollen dem Antrag zufolge im Hinblick auf Spiegelungen, nächtliche Beleuchtung oder Nähe zu Grünflächen analysiert werden.
Vogelschutz in Eimsbüttel
Identifizierte Gefahrenstellen sollen mit kosteneffizienten Maßnahmen wie nachträglichen Markierungsfolien entschärft werden. Bei Sanierungen könnten die entsprechenden Stellen durch Siebdruck- oder Strukturglas ersetzt werden. Zudem ist vorgesehen, dass vogelfreundliche Glaslösungen künftig verbindlicher Standard bei allen Neubau-, Umbau- und Sanierungsprojekten des Bezirks sind.
Mit diesen Maßnahmen soll ein spürbarer Beitrag zum Artenschutz geleistet werden, sagt Nina Schübel von der Grünenfraktion.
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