Hamburg testet Mini-Zebrastreifen – auch in Harvestehude
Hamburg setzt jetzt auf Zebrastreifen für Radwege – zumindest testweise. Die Hoffnung: Konflikte zwischen dem Fuß- und Radverkehr an stark frequentierten Haltestellen entschärfen.
Von Aaron MüllerHamburg erprobt Zebrastreifen, die über Radwege führen. So will die Stadt auf den zunehmenden Fuß- und Radverkehr reagieren und die Sicherheit an stark genutzten ÖPNV-Haltestellen erhöhen.
An der U-Bahn-Station Burgstraße (Hamm), am Langenhorner Markt (Langenhorn) und in der St. Benedict Straße (Harvestehude) wurden insgesamt 14 Fußgängerüberwege auf Radwegen eingerichtet – zwei davon in Harvestehude.
Warum gibt es diese neuen Zebrastreifen?
Der umsetzende „Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer“ (LSBG) erklärt auf Anfrage, dass das Ziel sei, Konflikte zu reduzieren und das Miteinander von Fußgängern und Radfahrern zu verbessern. Es soll sich dabei um einen einjährigen Verkehrsversuch einer behördenübergreifenden Arbeitsgruppe der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) sowie der Behörde für Inneres und Sport (BIS) handeln.
Die Kosten für Markierungen, Beschilderung und Anpassungen der öffentlichen Beleuchtung belaufen sich nach Angaben des Landesbetriebs auf rund 50.000 Euro. Während der Versuchsphase soll überprüft werden, welchen Einfluss die Überwege auf das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden haben und ob eine dauerhafte Einführung in Hamburg sinnvoll wäre.
Was sagen die Menschen vor Ort?
Vor Ort in der St. Benedict Straße in Harvestehude fiel der Zuspruch für die neuen Zebrastreifen am Dienstagmorgen eher verhalten aus. Eine Passantin sagte auf Nachfrage, dass sie nicht glaube, dass sich durch die neuen Markierungen etwas ändern würde.
Anderen waren die neuen Zebrastreifen noch nicht aufgefallen oder bezeichneten sie als „eher unnötig“.
Nicht die einzigen neuen Zebrastreifen in Eimsbüttel
Währenddessen wurde gestern auch woanders in Eimsbüttel ein Zebrastreifen angebracht, allerdings nicht von der Stadt. In der Wrangelstraße hat das Widerstandskollektiv Hamburg erneut einen Zebrastreifen zwischen Grundschule Hoheluft und Kita aufgemalt.
Ziel sei, die Sicherheit für Kinder zu erhöhen, Autofahrer zum langsamen Fahren zu bringen und die Verkehrswende voranzutreiben. Bereits im April war der Zebrastreifen aufgetaucht, damals ermittelte die Polizei wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Nach Angaben eines Polizeisprechers seien die rechtlichen Voraussetzungen für einen Zebrastreifen dort nicht gegeben.
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