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23. Filmfest: Ein bewegter Premierenabend

Das Filmfest Hamburg hat begonnen. Zum 23. Mal heben sich die Vorhänge vom 1. bis 10. Oktober für das Publikum. Der Auftakt war feierlich, stand aber auch unter einem ernsten Stern.

Von Ghasal Falaki

Das Filmfest Hamburg geht dieses Jahr in die 23. Runde. Nationle und Internationale Film aus 12 Sektionen werden gezeigt. Es sind rund 170 Weltpremieren und deutsche Erstaufführungen im Programm. Auch dieses Jahr versucht das Filmfest einen „dreifachen Spagat zwischen Politik, (Film-) Kunst und Unterhaltung zu schaffen“, so Albert Wiederspiel, Leiter des Filmfestes in der Programmankündigung.

Der filmfestblog lädt auch dieses Jahr Regisseure, Produzenten und Darsteller in ihr Wohnmobil ein. Ein paar Regisseure aus China können daran nicht teilnehmen, denn eine Veröffentlichung könnte bei ihrer Rückreise negative Folgen haben.  Auf dem Parkplatz vor dem Abaton-Kino stehen die Aftershow-Zelte, die zu Musik und zum Verweilen, aber auch zum diskutieren einladen.

Das Cinemaxx am Dammtor hatte am Donnerstagabend den roten Teppich ausgerollt. Der diesjährige Eröffnungsfilm „Das brandneue Testament„(OT: „Le tout nouveau testament“) ist nominiert für den Art Cinema Award.

Der Platz vor dem Kino ist gefüllt mit Gästen des Filmfestes und Besuchern. Vorbei an der Traube von Pressefotografen und neugierigen Blicken, hin zum Eingang des Kinosaals. In der Eingangshalle herrscht lautes Stimmengewirr. Menschen in festlicher Kleidung unterhalten sich und stoßen mit Sektgläsern an.

Der Einlass beginnt. Während sich die 971 Plätze im Kino 1 langsam füllen, sieht man auf der 11 x 24 Meter Leinwand per Liveaufnahme das Kommen und Gehen auf dem roten Teppich. Wie einen farbigen Stummfilm kann man den Auftakt des Filmfestest beobachten. Während meine Nachbarin zur Linken sich noch einen Sekt holt, sieht man Catherine Deneuve über den roten Teppich schreiten.

Der Star des Abends

Dieser Abend gilt der französischen Schauspielekone. Der Leiter des Filmfestes Albert Wiederspiel kommt aus dem Schwärmen nicht mehr raus. Auch erster Bürgermeister Olaf Scholz kündigt die „weltberühmteste der Filmgroßnation Frankreichs“ an. Ebenso der Laudator. Er lobt ihre Schauspielkünste aus den Filmen „Das Geheimnis der falschen Braut“ (1969) und „Die letzte Metro“ (1980, 1981 in Westdeutschland). Dann fällt er auf die Knie. Tosender Applaus und ein Blitzsturm verbreiten sich, während Catherine Deneuve die Treppe herunterschreitet, um den Douglas-Sirk-Preis entgegen zu nehmen.

Große Herausforderung

Langsam wird es dunkel und es kann losgehen. Das Filmfest startet mit einem Spot zur Flüchtlingsdebatte. Es sind Menschen aus aller Welt, aus verschiedensten Regionen und gesellschaftlichen Bereichen, die der Regisseur Lars Becker zu Wort hat kommen lassen. „Die Kinder sind die neue herausfordernde Gesellschaftsgruppe, die Teil unserer Gesellschaft werden sollen“, kommentiert Wiederspiel im Anschluss. Er selbst kam als Kind mit seinen Eltern als Flüchtling nach Deutschland.

Nach der Vorführung und der Preisverleihung leert sich der Kinosaal langsam. Der Abend geht weiter. Die Eröffnungsfeier im Grand Elysee läuft bereits. Es wird gegessen, getrunken und getanzt.

Der Auftakt für das diesjährige Filmfest ist gelungen. Kinder und Jugendliche sind auch Teil des 23. Filmfestes und kommen dieses Jahr mit dem Michel Filmfest auch nicht zu kurz.

 Filmfest Hamburg 1.-10. Oktober – Programm

 Michel. Kinder und Jugend Filmfest – Programm

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