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So sieht es aktuell am Katzenhaus aus. Foto: Julia Haas
So sieht es aktuell am Katzenhaus aus. Foto: Julia Haas
Sanierung

Bauarbeiten gestartet: Wie geht es mit dem Wandbild am „Katzenhaus“ weiter?

Die Bauarbeiten am bekannten Katzenhaus in der Oberstraße haben begonnen. Welche Pläne die Saga bezüglich des Wandbildes hat und was eine Petition fordert.

Von Julia Haas

Das „Katzenhaus“ am Grindelberg ist eingerüstet. Die Modernisierung des Gebäudes habe planmäßig begonnen, wie ein Saga-Sprecher mitteilte. Im Zuge der Bauarbeiten muss das bekannte Wandbild, welches zwei Katzen in einem Fenster zeigt, abgetragen werden. Jetzt fordert eine Petition, das originale Wandbild im Anschluss wieder herzustellen.

Warum muss das Wandbild verschwinden?

Das Gebäude in der Oberstraße 2 ist seit Längerem sanierungsbedürftig. Im vergangenen Jahr kündigte die Saga als Eigentümerin des Gebäudes an, das Haus für 3,5 Millionen Euro zu modernisieren.

Seit dem 10. März wird das Baugerüst für die Arbeiten an der Fassade gestellt. „Diese Arbeiten werden rund vier Wochen andauern und das alte Wandbild wird danach nicht mehr sichtbar sein“, sagt ein Saga-Sprecher auf Anfrage der Eimsbütteler Nachrichten. Dass das Bild verschwinden müsse, liege daran, dass die Giebelwand des Hauses über eine Dämmung verfüge, die im Zuge der Modernisierung mitsamt dem Gemälde abgebrochen werden müsse, um eine zeitgemäße Fassadendämmung herzustellen.

Bezirksversammlung: Entwürfe öffentlich vorstellen

Bereits im letzten Jahr kündigte die Saga an, dass das Werk im Einvernehmen mit dem ursprünglichen Künstler und nach dessen Entwürfen neu aufgetragen werde. Außerdem hieß es, dass kleine Änderungen des Originals möglich seien, um Elemente des heutigen Hamburgs aufzugreifen. Neue Entwicklungen diesbezüglich scheint es nicht zu geben. Am Montag teilte ein Sprecher des städtischen Konzerns mit: „Ergebnisse beziehungsweise Entwürfe stehen noch aus.“

Die Bezirksversammlung Eimsbüttel hatte im Januar auf Initiative der SPD- und Grünenfraktion beschlossen, dass die Entwürfe vor der Bemalung öffentlich vorgestellt werden sollen. Daraufhin teilte die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen mit, dass während der Bauzeit ein Plakat am Gerüst angebracht werden soll, das über die Wiederherstellung des Wandbildes informiere. Außerdem beabsichtige die Saga, in Abstimmung mit dem Künstler den finalen Entwurf öffentlich sowohl auf ihren eigenen Kanälen als auch über die lokalen Medien vorzustellen. Wann es dazu kommen würde, blieb offen.

Petition lehnt Neuinterpretation ab

Jetzt wurde eine Petition veröffentlicht, die fordert, das originale Wandbild zu erhalten. Ja zur Restaurierung und Erneuerung, nein zu einer Neuinterpretation des Gemäldes, lautet der Tenor. Ein Stück Geschichte solle so geschützt werden. Stand Mittwochmorgen haben 284 Menschen die Petition unterzeichnet.


Das Katzenbild am Grindelberg zählt zu den bekanntesten Gemälden der Stadt. Unsere Autorin hat seine Entstehungsgeschichte recherchiert.


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