Plötzliche Baumfällungen: Linksfraktion setzt sich für frühere Information ein
Mitte März hat das Bezirksamt Eimsbüttel am Kaiser-Friedrich-Ufer Bäume fällen lassen, die zu einem NS-Mahnmal gehörten. Nun fordert die Linksfraktion, über kurzfristige Fällungen besser zu informieren.
Von Angela WoyciechowskiKurzfristige Baumfällungen im Bezirk Eimsbüttel – kürzlich am Schlump und beim Mahnmal zur Erinnerung an die Bücherverbrennung – haben bei vielen Bürgern, aber auch Bezirkspolitikern, für Unmut gesorgt. Grund dafür war vor allem, dass im Vorfeld nicht darüber informiert wurde. Die Eimsbütteler Linksfraktion will das künftig verhindern.
Linke fordert rechtzeitige Information über Baumfällungen
Nikolai Drews von der Linksfraktion fordert nun in einem Antrag in der Bezirksversammlung ein „frühzeitiges, proaktives Informieren von Anwohnenden, Betroffenen, Bürgerinnen und Bürgern allgemein sowie der Bezirkspolitik“. Und ferner: „Für den Umgang mit Baumfällungen im Bezirk stellt sich die Frage, wie dies regelhaft – außerhalb der regulatorisch ohnehin vorgesehenen Maßnahmen – erfolgen könnte.“ Dies könne laut Drews durch Postwurfsendungen oder offizielle Aushänge an betroffenen Bäumen geschehen.
Über den Antrag stimmt die Bezirksversammlung Ende April ab. Sofern er Zustimmung findet, soll der Bezirksamtsleiter prüfen, „wie und in welchem Umfang eine regelhafte Information bzgl. anstehender Baumfällungen von Straßenbäumen/Bäumen im öffentlichen Raum ermöglicht werden kann“. Über die Ergebnisse soll im Ausschuss für Grün, Nachhaltigkeit und Umwelt berichtet werden und die Ergebnisse sollen den Mitgliedern der Bezirksversammlung zur Verfügung gestellt werden.
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