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Torjubel bei den U19-Fußballern des ETV: In der letzten Saison schafften sie den Aufstieg in die U19 Bundesliga. Doch seit Monaten rollt kein Ball, und den Jugendlichen läuft die Zeit davon. Foto: Justus Stegemann
Torjubel bei den U19-Fußballern des ETV: In der letzten Saison schafften sie den Aufstieg. Doch seit Monaten rollt kein Ball, und den Jugendlichen läuft die Zeit davon. Foto: Justus Stegemann
Magazin #22

ETV, Ehrenamt und Corona: »Wir schaffen das«

Wer arbeitet, arbeitet für Geld. Das galt früher. Weil die Wirtschaft boomte, die Jobs sicher waren, haben sich immer mehr Menschen ehrenamtlich engagiert. Für ein Dankeschön und eine kleine Aufwandsentschädigung. Corona setzt vielen Ehrenamtlern zu, bietet aber auch neue Chancen.

Von Martin Busche

„Da platzen Träume“, weiß Friederike van der Laan, PR-Frau des Eimsbütteler Turnverbands (ETV), und sieht noch kein Ende. Der Lockdown macht gerade den Ehrenamtlern des ETV zu schaffen. Die U19-Fußballer des Vereins sind keine Profis, spielen neben der Schule, dem Job, als Amateure.

Trotzdem haben sie letztes Jahr den Aufstieg in die höchste Spielklasse geschafft, die U19 Bundesliga. Sensationell für die Jugendlichen und ein bisschen glücklich, zugegeben. Corona hat die Saison frühzeitig beendet, der ETV war in dem Moment Zweiter. Das reicht für den Aufstieg. Statt JFV Calenberger Land, Union Tornesch oder TSV Havelse heißen die Gegner nun RB Leipzig, Hertha BSC, HSV und FC St. Pauli. Doch Corona schlägt zurück.

Die Liga ruht, seit Monaten rollt kein Ball. Deshalb gibt es auch keine Chance für die Nachwuchskicker des vergleichsweise kleinen ETV, sich den großen Vereinen zu präsentieren. Mit jeder Woche Lockdown läuft ihnen die Zeit davon.

„Wer einmal weg ist, kommt nur schwer wieder“

Zwei Jahre dürfen sie in der U19 spielen, dann sind sie beim Fußball erwachsen, müssen sich bei den Großen durchsetzen. Die beste ETV-Herrenmannschaft spielt irgendwo in den Tiefen des Hamburger Amateurfußballs. Wer sich aus der U19 nicht für höhere Aufgaben empfehlen kann, schafft es möglicherweise nie mehr.

Jugendliche sind schnell weg, wenn sie nichts zu tun haben. Entdecken, dass Fußball, aber auch Judo oder Tischtennis ja ganz cool sind, das neue Computerspiel aber noch cooler. „Wer einmal weg ist, kommt nur schwer wieder“, so van der Laan.

Das gilt auch für die vielen Betreuerinnen und Betreuer der Teams. Ihnen bricht viel Alltagsstruktur weg, sie brennen meist für ihre Teams und vermissen die Gemeinschaft. Wenigstens die Aufwandsentschädigungen bekommen sie weiter bezahlt. Van der Laan: „Sie sind uns lieb und teuer.”

Filmset im Gym V des ETV Sportzentrums Hoheluft – von hier aus produziert der Verein täglich Fitnesskurse und Kindersportangebote. Foto: Justus Stegemann

Beim ETV ruht die Arbeit übrigens keineswegs, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht. Was früher direkt vor Ort stattfand, ist ins Netz gewandert. Das Gym V wurde zum Filmstudio umfunktioniert: Von hier aus produziert der Verein täglich Fitnesskurse und Kindersportangebote, die über die Plattform ETV@Home direkt in die Wohnzimmer gesendet werden. Außerdem bietet das Studio einen Trimm-dich-Parcour auf dem Softballfeld an. Viele Abteilungen geben Live-Sessions oder 1:1-Trainings.

Finanziell kann der ETV Corona noch eine Zeitlang trotzen. Gut elf Prozent Mitgliederverlust meldet der Verein aktuell. Weil sich derzeit deutlich mehr Mitglieder abmelden als neu dazukommen. Das ist sonst anders, da halten sich Aus- und Eintritte die Waage. Van der Laan: „Aber wir schaffen das.“

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