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Das Gymnasium Dörpsweg in Eidelstedt hat einen starken Zuwachs an Anmeldungen. Foto: Sandra Kunkel
Das Gymnasium Dörpsweg in Eidelstedt verzeichnet einen starken Zuwachs an Anmeldungen. Foto: Sandra Kunkel
Schulen

Neue Schulzahlen: Eimsbüttel geht aufs Gymnasium

Der Bezirk Eimsbüttel hat prozentual die meisten Anmeldungen an Gymnasien in Hamburg. Das zeigen neue Zahlen der Schulbehörde für die 5. Klassen.

Von Sandra Kunkel

68 Prozent aller Anmeldungen der 5. Klasse im Bezirk Eimsbüttel richten sich an Gymnasien. Das teilte Bildungssenator Ties Rabe letzte Woche mit. Die veröffentlichten Anmeldezahlen in Hamburg unterscheiden sich zwischen den Bezirken. So liegt in Hamburg-Mitte der Anteil der Anmeldungen an Gymnasien beispielsweise nur bei 32 Prozent.

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Auch die Beliebtheit der Schulen zeichnet sich in den Anmeldezahlen ab: Die Julius-Leber-Schule in Schnelsen ist mit 205 Anmeldungen die gefragteste Schule in Eimsbüttel und liegt auf dem dritten Platz in ganz Hamburg. Unter den Gymnasien ist das Gymnasium Ohmoor in Niendorf mit 176 Erstwünschen in den Hamburger Top-5.

Starker Zuwachs am Gymnasium Dörpsweg

Die Schule am Dörpsweg verzeichnet 42 Anmeldungen mehr als im Vorjahr. Nachdem 2021 noch 101 Erstwünsche eingegangen sind, sind es nun 143. Damit ist sie eine der Schulen mit dem größten Zuwachs in ganz Hamburg. Laut Schulleiter Cornelius Motschmann kommt ein Start mit fünf Klassen gleichzeitig, das heißt 140 Schülern auf einmal, hier aber immer mal wieder vor. Es sei jedoch das erste Mal, dass sich tatsächlich so viele mit diesem Erstwunsch angemeldet haben.

Die Gründe für die Anmeldezahlen sind nicht direkt nachzuvollziehen. Es könne aber sein, dass sich die anstehende Zertifizierung als Europa- und MINT-Schule herumgesprochen habe, so Motschmann. MINT steht für die Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Drei Fremdsprachen ab Klasse 6 und eine weitere ab Klasse 8 könnten ein Grund sein.

Gymnasium Rotherbaum geht in die zweite Runde

Im letzten Jahr ist das neue Gymnasium Rotherbaum mit zwei fünften Klassen gestartet. Das Gymnasium scheinen inzwischen mehr Eltern auf dem Radar zu haben – waren es im letzten Jahr hier noch 27 Erstwünsche, ist die Zahl mit 54 Anmeldungen nun doppelt so hoch. Man ist laut Schulleitung darauf vorbereitet, dieses Jahr nach den Sommerferien dreizügig mit den 5. Klassen zu starten. 2023 ist dann der Umzug in das neue Schulgebäude in der Bundesstraße geplant.

Schulleiterin Katja Teckentrup begründet das steigende Interesse gegenüber den Eimsbütteler Nachrichten vor allem mit der Möglichkeit mitzuwirken: „Die Eltern finden es spannend, eine Schule gemeinsam zu gestalten.“ Auch inhaltlich seien die Schwerpunkte der Schule beliebt: Digitalisierung, Partizipation und Vernetzung sowie ein Sport-Schwerpunkt.

Eltern haben in Hamburg freie Wahl

In Hamburg wurden in diesem Jahr insgesamt 14.696 Schüler an weiterführenden Schulen angemeldet. Im Vorjahr waren es 14.771 Anmeldungen. Die Eltern können sich die Schule, in die sie ihr Kind ab der 5. Klasse schicken möchten, selbst auswählen.

Nur falls mehr Schülerinnen und Schüler angemeldet werden als Plätze zur Verfügung stehen, muss eine Auswahl getroffen werden. Dabei werden Kriterien wie soziale Härte, bereits angemeldete Geschwister und Länge des Schulwegs betrachtet.

Ende April bekommen die Schülerinnen und Schüler Bescheid, ob es mit dem Erstwunsch geklappt hat – ab dem 18. August starten sie dann in das neue Schuljahr.

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