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Wärmekraftwerk Stellimger Moor. Foto: Stadtreinigung Hamburg
Foto: Stadtreinigung Hamburg
Wärmewende

Fortschritt in der Hamburger Wärmewende

Stadtreinigung beschließt Bau einer bundesweit einmaligen Abfallverwertungsanlage. Klimafreundliche Fernwärme soll nun aus Restmüll und Bioabfall gewonnen werden.

Von Nele Deutschmann

Der Aufsichtsrat der Stadtreinigung Hamburg (SRH) hat heute dem Bau eines Zentrums für Ressourcen und Energie (ZRE) am ehemaligen Standort der Müllverbrennungsanlage Stellingen Moor zugestimmt.

Bis Ende 2022 soll eine in Deutschland bisher einmalige Kombination unterschiedlicher Abfallverwertungs- und Recyclinganlagen errichtet werden. Entsorgungssicherheit und umweltfreundliche Energieerzeugung sollen in einem Konzept vereint werden. Zukünftig soll das Zentrum auch eine zentrale Rolle bei der Versorgung von Hamburger Haushalten mit klimaneutral produzierter Fernwärme spielen.

Wärmekraftwerk Stellinger Moor Grafik. Foto: Stadtreinigung Hamburg
Foto: Stadtreinigung Hamburg

Umweltsenator Jens Kerstan sagte dazu: „Unser umweltgerechtes Fernwärmekonzept setzen wir Schritt für Schritt um. Das Zentrum für Ressourcen und Energie ist hierbei ein ganz zentraler Baustein zur Realisierung unseres Zieles. Es ist ein Meilenstein beim Übergang von der Abfall- zur Ressourcenwirtschaft. Hier sollen Restmüll und Bioabfall zur Erzeugung von Biogas genutzt werden. Mit dem Biogas, der getrockneten Biomasse und den Anlagen zur thermischen Verwertung von Altholz und Ersatzbrennstoff erzeugt das ZRE klimaneutrale Fernwärme und Strom.“

Wärmewende

Nach Senatsplänen sind neben dem ZRE auch die Einbindung industrieller Abwärme aus der Stahl- und Aluminiumproduktion, eine Wärmepumpe und die Müllverwertungsanlage Rugenberger Damm in die klimafreundliche Wärmewende eingebunden.

Müllverbrennungsanlage wird zu Recyclingzentrum

Die Stadtreinigung Hamburg will aus der Ex-Müllverbrennungsanlage Stellingen ein "Zentrum für Ressourcen und Energie" entstehen lassen. Die Anlage soll Abfalltrennung und Recycling übernehmen und damit die Recyclingquote steigern. Bis 2023 wird gebaut.

Der Geschäftsführer der Stadtreinigung Hamburg Prof. Dr. Rüdiger Siechau verweist auf die umwelt- und energiepolitische Tragweite des ZRE:

„Abfall wird immer mehr zum Rohstoff und gewinnt durch eine intelligente Nutzung auch an Bedeutung als umweltfreundliche Energiequelle. Mit dem Zentrum für Ressourcen und Energie verschmelzen Biogaserzeugung und energetische Abfallverwertung symbiotisch in einer einzigartigen Anlage. So können wir Abfälle noch wesentlich besser nutzen als in konventionellen Biogas- und Müllverbrennungsanlagen und gleichzeitig schaffen wir die für Hamburg notwendige Entsorgungssicherheit.“

Die Eimsbütteler Nachrichten haben einen Rundgang durch die Müllverbrennungsanlage nach ihrer Einstellung im letzten Jahr gemacht:

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