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Kein Platz für Mülltonnen in Eimsbüttel. Foto: Eimsbütteler Nachrichten

MVA Stellinger Moor

Müllverbrennungsanlage wird zu Recyclingzentrum

Die Stadtreinigung Hamburg will aus der Ex-Müllverbrennungsanlage Stellingen ein “Zentrum für Ressourcen und Energie” entstehen lassen. Die Anlage soll Abfalltrennung und Recycling übernehmen und damit die Recyclingquote steigern. Bis 2023 wird gebaut.

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Die Stadtreinigung Hamburg plant, bis zum Jahr 2023 auf dem Gelände der Ex-Müllverbrennungsanlage in Stellingen ein “Zentrum für Ressourcen und Energie” (ZRE) zu bauen. Dieses soll in Zukunft die Abfalltrennung und das Recycling übernehmen. Außerdem könne dort Biomüll in Biogas verarbeitet werden, so die Stadtreinigung. Nachdem die Anlage an der Schnackenburgallee im Juni 2015 stillgelegt wurde, begann vergangenes Jahr der Rückbau der Anlagen. Dieser soll bis voraussichtlich Mitte 2018 abgeschlossen sein, teilte Herr Fiedler von der Stadtreinigung mit. Für den Umbau der Müllverbrennungsanlage zum ZRE will die Stadtreinigung circa 220 Millionen Euro investieren. Bereits der Abbau der alten Anlage verursacht Kosten in Höhe von knapp fünf Millionen Euro.

Effektives Recycling

Mülltonnen, die der Mülltrennung dienen, könnten oft nicht aufgestellt werden, da wegen der dichten Bebauung in Hamburg vielerorts kein Platz sei. Mit der neuen Anlage will die Stadtreinigung den Prozess der Mülltrennung- und verwertung übernehmen und damit den Einstieg ins effektive Recycling schaffen, so Fiedler. Wie die Stadtreinigung außerdem mitteilte, soll das neue ZRE um die 140.000 Tonnen Hausmüll verarbeiten können – die Hausmüllmenge der gesamten Hansestadt beträgt 450.000 Tonnen pro Jahr. Die Müllverwertungsanlagen Borsigstraße und Rugenberger Damm werden weiterhin bestehen.

Versorgung von 14.000 Haushalten

Die Müllverbrennungsanlage in Stellingen war die erste Anlage in Hamburg  nach dem Zweiten Weltkrieg. In den 70er Jahren wurde sie gebaut und verbrannte vor ihrer Stilllegung 2015 über 40 Jahre lang Abfall. Ende der 90er Jahre wurde das Müllkraftwerk zu einem Müllheizkraftwerk erweitert, das bis zu seinem Ende das Volksparkstadion, die Barclaycard Arena und 14.000 Haushalte mit Fernwärme versorgte.

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