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Am 18. Juni war der 80. Todestag von 140 Zwangsarbeiterinnen, den "Valvo-Frauen". Das Forum Kollau organisierte eine Gedenkveranstaltung. Foto: Alexis Milne
Am 18. Juni war der 80. Todestag von 140 Zwangsarbeiterinnen, den "Valvo-Frauen". Foto: Alexis Milne
Erinnern

Gedenken an NS-Opfer: „Valvo-Frauen“ in Lokstedt

Das „Forum Kollau“ hat am Dienstag zum Gedenken an die „Valvo-Frauen“ aufgerufen. Sie waren Zwangsarbeiterinnen in Lokstedt.

Von Alexis Milne

Seit Ende 2022 steht an der Stresemannallee / Ecke Clematisweg in Lokstedt eine Gedenkstele. Sie erinnert an 140 Zwangsarbeiterinnen, die sogenannten „Valvo-Frauen“. Die Nationalsozialisten hatten sie hier in einem Arbeitslager eingesperrt.

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Sie mussten in den Philips Valvo-Werken in Lokstedt und der Hamburger Batterie-Fabrik Otto Gross arbeiten und lebten in Baracken am Clematisweg. Am Dienstag, dem 18. Juni, jährte sich ihr Todestag zum 80. Mal. Sie starben bei einem Bombenangriff auf Lokstedt.

Gedenken an 140 Zwangsarbeiterinnen

Der Geschichtsverein Forum Kollau hatte am Dienstag zur Gedenkveranstaltung am Clematisweg aufgerufen. Sebastian Dorsch, Vorstandsmitglied des Vereins, klärte über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Frauen auf. Zudem wurden Berichte von Zeitzeuginnen verlesen und zwei Musiker begleiteten die Veranstaltung.

Von der Gedenkstele ging die Gruppe zum Nexperia-Gelände. Dort sprach ein Vertreter des Unternehmens über die Aufarbeitung und die Verantwortung für die Vergangenheit. Denn: Das ehemalige Valvo-Werk ist heute Teil von Nexperia.

„Valvo-Frauen“ in Lokstedt

Die 140 Frauen und Mädchen kamen aus von den Nationalsozialisten besetzten, osteuropäischen Gebieten. Sie lebten in Baracken am Clematisweg und arbeiteten täglich zehn bis zwölf Stunden in den Fabriken von Philips und Otto Gross. Nach Berichten von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen bekamen sie kaum etwas zu essen.

Neben der Stele erinnert ein Stolperstein an Talja Kontschewskaja. Das kleine Mädchen starb im Alter von einem Monat und drei Wochen in einer der Baracken an einer Lungenentzündung.

Neben der Stele wird mit einem Stolperstein an Talja Kontschewskaja erinnert. Foto: Alexis Milne
Neben der Stele erinnert ein Stolperstein an ein kleines Mädchen. Foto: Alexis Milne

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Im Sommer 1944 wurde Hamburg von den Alliierten bombardiert. Die Zwangsarbeiterinnen durften zu dieser Zeit keine Luftschutzbunker aufsuchen. Am 18. Juni starben die „Valvo-Frauen“ bei einem Bombenangriff ungeschützt im Arbeiterinnenlager.


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