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Der Uni-Campus: Im Hintergrund zu sehen ist das Audimax. Mit 1.654 Sitzplätzen ist es der größte Hörsaal der Uni Hamburg. Foto: Tanja Schreiner
Der Vorfall ereignete sich bei einer Sitzung des Studierendenparlaments an der Universität Hamburg. Foto: Tanja Schreiner
Studierendenparlament

JU-Vize bei StuPa-Sitzung attackiert

Bei einer Sitzung des Studierendenparlaments wurde der JU-Landesvize Maurice Gesser leicht verletzt. Die Sitzung wurde daraufhin abgebrochen, zwischen RCDS und CampusGrün kam es zum Streit.

Von Max Gilbert

Am vergangenen Donnerstag kam es bei einer Sitzung des Studierendenparlaments der Universität Hamburg zu einem Zwischenfall. Am Abend tagte das Parlament im Hörsaal B2 auf dem Universitäts-Campus am Von-Melle-Park. Anwesend war auch der stellvertretende Landesvorsitzende der JU-Hamburg Maurice Gesser für den Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS).

Attacke auf JU-Landesvize: Burschenschafts-Vorwurf

Laut Polizei habe eine vier- bis fünfköpfige Gruppe, die nicht Mitglieder des Studierendenparlaments waren, Gesser damit konfrontiert ein „Burschi“, also Mitglied einer Burschenschaft zu sein. Dieser wies den Vorwurf zurück, daraufhin kam es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung. Einer der Unbekannten verletzte Gesser leicht. Als die Polizei eintraf, waren die mutmaßlichen Täter bereits geflohen. Das Opfer erstattete Anzeige. Die StuPa-Sitzung wurde abgebrochen.

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Gesser ist Mitglied der schlagenden Studentenverbindung Corps Rhenania Hamburg. Corps sind nach eigener Aussage im Gegensatz zu Burschenschaften politisch neutral und lehnen jede Form von Extremismus ab. Toleranz habe bei der Corps Rhenania einen hohen Stellenwert, betont die Verbindung auf ihrer Internetseite. Der Corps Rhenania können nur Männer beitreten.

„VictimBlaming“: Streit zwischen RCDS und CampusGrün

Im Anschluss kam es zu Streitigkeiten zwischen StuPa-Mitgliedern von „CampusGrün“ und dem RCDS. Mitglieder von CampusGrün forderten in einer Pressemitteilung, die Sitzung hätte trotz des Vorfalls fortgesetzt werden sollen. Svenja Horn, Mitglied des Studierendenparlaments, wirft Studentenverbindungen, wie der Corps Rhenania Hamburg vor, strukturelle Gewalt zu unterstützen und ein „Hort von rechtem Gedankengut“ zu sein.

Die Werbewächter* innen

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Der RCDS reagierte schockiert auf die Aussagen der CampusGrünen. Ramon Weilinger, Landesvorsitzender des RCDS in Hamburg, wirft CampusGrün vor, den Vorfall und damit Gewalt zu relativieren und das Opfer zum Täter zu machen.

„Demokraten müssen zusammenstehen und diese Gewalt gegen Menschen mit aller Schärfe verurteilen. Die Grünen haben sich mit ihrer Stellungnahme nicht nur ins Abseits gestellt, sie haben den Kreis der Demokraten verlassen“, so Weilinger.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, auch der Staatsschutz ist in die Untersuchungen involviert.

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