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Kerngebietsausschuss „parkt“ die Osterstraße

Im Kerngebietsausschuss ging es am Montagabend auf ein Neues um den Osterstraßenumbau und vor allem um die geplante Änderung der Parkplatzsituation. Statt schräg soll nur noch längs geparkt werden. Die CDU brachte – für die anderen Fraktionen offenbar überraschend – einen Antrag ein, der diesen Schritt kritisiert und eine erneute Überprüfung vorsieht. Eine kontroverse Diskussion folgte.

Von Gast

Weil künftig Längs- statt Schrägparken gilt, fallen durch den Umbau der Osterstraße circa 110 Parkplätze weg – rund die Hälfte der aktuellen Kapazität. Die CDU-Fraktion bezweifelt daher, dass die Neugestaltung nicht zulasten der ansässigen Gewerbetreibenden verwirklicht werden kann, da Kunden mit Pkw schwerer einen Kurzzeitparkplatz finden würden.

Überraschender Antrag

Vertreter von SPD, Grünen und Linken zeigten sich überrascht von dem offenbar kurzfristig eingereichten Antrag mit dem Titel „Attraktivität der Osterstraße nicht gefährden“ und verweigerten sich zunächst der Annahme. Der Vertreter der Linken Peter Gutzeit verwies darauf, dass laut einer Erhebung lediglich acht Prozent der gesamten Kundschaft an der Osterstraße mit dem Auto einkaufen würden. Zudem sei das Karstadt-Parkhaus selten voll genutzt. Die Grünen sehen vor allem eine Gefährdung der Radfahrer durch schräg parkende Autos. Außerdem würde der zusätzliche Raum für Radfahrer und Fußgänger durch Längsparkplätze die Attraktivität der Osterstraße als Einkaufsstraße steigern. Diese Meinung vertrat auch die SPD.

Kerngebietsausschuss stimmt für Längsparkplätze

Schließlich kam es doch noch zur Abstimmung über den Antrag. Allerdings nicht in Gänze, sondern einzeln über jeden der im Antrag enthaltenen fünf Unterpunkte. Wie die gut 40-minütige Diskussion über Längs- beziehungsweise Querparken bereits erwarten ließ, wurden vier der insgesamt fünf Unterpunkte mehrheitlich abgelehnt. Das heißt, es bleibt bei der bisherigen Planung, Schrägparkplätze entlang der Osterstraße in Längsparkplätze umzuwandeln und dies nicht erneut durch den Bezirksamtsleiter prüfen zu lassen.

Lediglich die Aufforderung, die Ladezeiten für den Lieferverkehr erneut zu überprüfen und mit den Anwohnern und Gewerbetreibenden abzustimmen, wurde aus dem Antrag der CDU mehrheitlich angenommen. Nach dem Umbau der Osterstraße sollen einige der künftigen Längsparkplätze zwischen sieben und neun Uhr morgens als Ladezonen dienen. Das bedeutet für Anwohner, dass sie ihre Autos werktags nicht erst wie bisher um acht Uhr, sondern bereits eine Stunde früher umparken müssen. Die Realisierung einer Quartiersgarage liegt trotz jahrelang andauernder Verhandlungen zudem noch in weiter Ferne.

Folgende weitere Anträge passierten den Ausschuss und werden vom Bezirksamtsleiter dementsprechend geprüft:

1. Überprüfung des Wasserabfluss auf der Freifläche Ecke Brahmsallee/Werderstraße.

2. Vergrößerung der Switchh-Station an der Moorweide.

3. Die ehemaligen Bushaltestellen an der Hoheluftchaussee/Gärtnerstraße und der Edmund-Siemers-Allee sollen entsiegelt und bepflanzt werden.

4. Umsetzung des Eimsbütteler Fahrradroutenkonzepts auf der Osterstraße.

5. Das Linksabbiegen vom Eimsbütteler Marktplatz in die Lappenbergsallee soll effektiv unterbunden werden, um die Sicherheit der Fußgänger an der Kreuzung zu gewährleisten.

Alle Details zum geplanten Osterstraßenumbau.

Text: Dennis Imhäuser

Eimsbüttel+

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