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Rèmy Yameogo vor seiner selbst gezimmerten Bar. Foto: Fabian Hennig
Neueröffnung

„Monsieur Rémi“ bringt Galettes nach Eimsbüttel

Mit der Eröffnung des kleinen Restaurants "Monsieur Rémi" haben nun bretonische Klassiker wie Galette an die Osterstraße gefunden. Ein Besuch lohnt sich.

Von Fabian Hennig

Lange hat Rèmy Yameogo nach einer geeigneten Ladenfläche gesucht. Gut zu erreichen sollte sie sein und am liebsten in Eimsbüttel. Um den Markt schon einmal zu sondieren, hat Yameogo beim letzten Osterstraßenfest mit einem Stand direkt vor seinem jetzigen Restaurant Galettes und Crêpes verkauft. Weil das so gut funktioniert hat, war die Entscheidung dort zu eröffnen schnell getroffen. Ein wenig hat es allerdings dann noch gedauert.

Letzten Samstag hat Yameogo ein Softopening von „Monsieur Rémi“ gemacht, heute findet die Eröffnungsfeier statt. Die Band „Les cousins germains“ wird französische Chansons singen. Und es gibt natürlich bretonische Galettes.

Galettes: Ein französischer Klassiker

Wer die französische Spezialität noch nicht kennt, hat etwas verpasst: Es handelt sich dabei um herzhafte Pfannkuchen aus Buchweizenmehl. In der Regel besteht der Teig nur aus Buchweizen, Wasser und Salz, es gibt aber auch Variationen mit Ei, Milch und Honig. In Frankreich ist eine sehr beliebte Variante die Galette Complète mit geraspeltem Emmentaler, Spiegelei und Kochschinken. Nach dem Zubereiten wird die Galette vier- oder sechseckig zusammengeklappt.

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Bei Monsieur Rémi gibt es zum Beispiel noch Galettes mit Raclette, Landschinken und Kartoffeln oder mit Hähnchenbrust in Tomatensoße mit Paprika, Zwiebel und Piment. Zudem kann man einzelne Zutaten eigens zusammenstellen. Als Nachtisch gibt es auch süße Galettes – unter anderem mit Apfelkompott mit Zimt oder Karamell mit Fleur de sel und Mandeln.

Koch im Ti Breizh

Mit 21 Jahren kam der gebürtige Ivorer nach Deutschland und machte hier seinen Schulabschluss. Weil er sich schon immer für Kochen und Zutaten interessiert hat, arbeitete er nebenbei als Küchenhilfe – immer mit dem Ziel Koch zu werden. Aufgrund seiner Liebe zur französischen Küche ging er für mehrere Jahre in die Bretagne, wo er Kochen von Grund auf lernte – und natürlich die Zubereitung von Galettes und Crêpes.

Auch die Stühle kommen aus der Bretagne. Foto: Fabian Hennig
Auch die Stühle kommen aus der Bretagne. Foto: Fabian Hennig

In Deutschland arbeitete Yameogo vier Jahre lang als Koch im Ti Breizh, einem bretonischen Restaurant in der Altstadt, bevor er sich nun selbstständig machte. „Im Ti Breizh habe ich viel gelernt“, sagt Yameogo, dennoch wolle er seinen eigenen Stil mit in die Karte bringen. Neben den klassischen Belägen und Speisen probiere er gerne viel aus.

Ein Perfektionist

Dass er eine perfektionistischer Koch ist, sagt er sogar selbst: „Ich muss selbst überzeugt sein vom Essen und von den Tellern, die an die Gäste rausgehen.“ Vor allem auf die Zutaten lege er viel Wert. Seine Galettes sind aus 100 Prozent Buchweizenmehl, auch wenn das sehr teuer ist und deswegen oft mit Weizenmehl vermischt wird. Deswegen verwendet er Lebensmittel aus der Bretagne, so Meersalz oder Cidre. Und der Teig müsse gut belüftet sein und dürfe nicht geschlagen werden. Die richtige Braunfärbung könne bei der Zubereitung sonst nicht zustande kommen.

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Neben den Speisen ist die Einrichtung ebenso mit Leidenschaft ausgedacht: Die Tresen sind selbstgebaut, Tische und Stühle hat sein Schwiegervater aus der Bretagne mitgebracht. Die Holzstühle hat er eigens mit kleinem ausgesägten Herz bestellt.

Ein besonderer Tipp zum Nachtisch ist der Café gourmand: Ein Espresso mit Überraschungsdessert. Gereicht werden dann zum Beispiel Crème brûlée, Orangen-Confit oder Profiterole. Lass dich überraschen.

Das „Monsieur Rémi“ befindet sich in der Osterstraße 83. 

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