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fullscreen “Kokosmädchen”: Handgestochene Tattoos im Henriettenweg
Denise Pittelkow alias "Kokosmädchen" mit Hund "Chili". Foto: Alicia Wischhusen

Neueröffnung

“Kokosmädchen”: Handgestochene Tattoos im Henriettenweg

“Kokosmädchen” hat im Henriettenweg ein Tattoostudio eröffnet. Denise Pittelkow setzt auf minimalistische Motive, die sie per Hand sticht. Ihrer Meinung nach hat die “Handpoke-Technik” viele Vorteile.

schedule Lesezeit ca. 2 min.

Das am 1. Juni im Henriettenweg 4 eröffnete Tattoostudio widerlegt sämtliche Klischees. Die Räumlichkeiten von Kokosmädchen sind minimalistisch eingerichtet und erinneren eher an ein Wohnzimmer als an ein Tattoostudio. Surrende Maschinen, Metalmusik und Winkekatze sucht man vergeblich. Auch die Tattootechnik unterscheidet sich von herkömmlichen Studios, denn die beiden Tätowiererinnen setzen auf handgestochene Tattoos.

Wie Augenbrauenzupfen

Die Kokosmädchen alias Denise Pittelkow und Mascha Streckelsen stechen ihre Motive hauptsächlich schwarz und ebenfalls minimalistisch: per Hand. “Wenn ich gut gefrühstückt habe, sticht die Nadel bis zu eineinhalbmal die Sekunde in die Haut. Bei der Maschine hingegen sind es etwa 50 bis 100 Stiche in der Sekunde”, sagt Pittelkow. 

Tattoos von Hand zu stechen, dauere länger, weshalb die “Handpoke-Technik” generell etwas teurer sei. “Dementsprechend ist das für den Kunden aber auch ein anderes Schmerzempfinden”, erklärt sie. Das Stechen sei in dieser Hinsicht mit dem Zupfen von Augenbrauen vergleichbar.

Überwiegend weibliche Kundschaft

Meine Tattoos sind zarter, weil ich weniger Farbpigmente unter die Haut bringe.” Das würden viele Kunden schätzen. “Ich habe 98 Prozent weibliche Kunden, für die ich vor allem feine Nadeln benutze”, sagt Pittelkow. “Falls sich mal ein Mann hierher verirrt, benutze ich aber auch dickere Nadeln”, lacht sie.

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Beim Stechen mit der Maschine bekomme sie Schweißausbrüche. “Die Handpoke-Technik hingegen finde ich fast schon meditativ”, meint sie. “Da wo ich früher gearbeitet habe, wollte niemand die kleinen Tattoos machen und dann habe ich das irgendwann einfach übernommen”, sagt Pittelkow. 

“Da kullert bei den Kunden auch mal eine Träne vor Freude”

“Eigentlich wollte ich keine Tätowiererin werden”, erzählt sie. Deswegen habe sie lange Zeit im kaufmännischen Bereich gearbeitet. “Da hat man mehr Sicherheiten und bekommt am Ende des Monats sein Gehalt.” Parallel habe sie angefangen, Freunde und Kollegen zu tätowieren, bis sie sich irgendwann zwischen den Berufen entscheiden musste.

Heute sei sie mit ihrer Berufswahl mehr als zufrieden. “Wenn der Kunde sich am Ende des Tages schöner findet, ist das ein schönes Gefühl”, sagt Pittelkow. “Da kullert bei den Kunden auch mal eine Träne vor Freude – das ist das Beste an dem Job.”

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