Olympia-Referendum: Eimsbüttel sagt Nein
Hamburg wird sich nicht um eine Ausrichtung der Olympischen Spiele bewerben. Die Mehrheit stimmte dagegen – auch im Bezirk Eimsbüttel.
Von Julia HaasHamburg hat abgestimmt und sagt Nein zu Olympia. Knapp 357.900 Hamburgerinnen und Hamburger sprachen sich beim Referendum gegen eine Olympia-Bewerbung aus – das entspricht 54,9 Prozent der abgegebenen Stimmen. Auch im Bezirk Eimsbüttel war das Ergebnis deutlich: 53,7 Prozent der Stimmen entfielen auf „Nein“. Nur in zwei Stadtteilen überwog die Zustimmung für Olympia.
Die Hamburgerinnen und Hamburger stimmten darüber ab, ob sich Hamburg als Austragungsort für die Olympischen und Paralympischen Spiele (2036, 2040 oder 2044) bewerben soll.
Diese Stadtteile im Bezirk Eimsbüttel haben Nein gesagt
Insgesamt 107.838 Menschen im Bezirk Eimsbüttel gaben beim Olympia-Referendum ihre Stimme ab – die Beteiligung lag bei 54,9 Prozent. Hamburgweit fiel die Abstimmungsbeteiligung etwas geringer aus (49,6 Prozent). Ein Großteil der Stimmen ging per Briefwahl ein.
Im Stadtteil Eimsbüttel sprachen sich 60,4 Prozent gegen Olympia aus. In Stellingen waren es 57,6 Prozent, in Eidelstedt 56,4 Prozent und in Hoheluft-West 54,8 Prozent. In Lokstedt (51,3 Prozent), Niendorf (51,8 Prozent) und Schnelsen (50,7 Prozent) war das Ergebnis etwas knapper.
Olympia-Bewerbung: Bereits 2015 war Eimsbüttel dagegen
Nur in den Stadtteilen Rotherbaum und Harvestehude stimmten die Menschen mehrheitlich für eine Olympia-Bewerbung. In Rotherbaum lagen die Ja-Stimmen bei 54,1 Prozent, in Harvestehude bei 58,2 Prozent.
Bereits 2015 sprachen sich die Hamburgerinnen und Hamburger gegen eine Olympia-Bewerbung aus. Damals war eine Mehrheit von 51,6 Prozent für „Nein“. Im Bezirk Eimsbüttel fiel das Ergebnis ähnlich aus (Ja: 48,5 Prozent, Nein: 51,5 Prozent).
Olympia in Deutschland? Hamburg ist raus
Hamburg habe seine Olympia-Bewerbung bereits zurückgezogen. Das teilte Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher noch am Sonntagabend mit.
Im Rennen um eine Olympia-Ausrichtung in Deutschland sind jetzt noch München, Berlin und die Region Rhein-Ruhr. Am 26. September soll entschieden werden, welcher der Kandidaten sich offiziell als Austragungsort bewirbt.
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