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Die Fahrradspur in der Osterstraße war eigentlich für Radfahrer gedacht. Fot: Anja von Bihl
Die Fahrradspur war eigentlich für Radfahrer gedacht. Foto: Anja von Bihl
Beschluss der Bezirksversammlung

Osterstraße: Kritik am Verkehrskonzept

Der Heußweg soll dem Beispiel der umgestalteten Osterstraße folgen. Das hat die Bezirksversammlung Eimsbüttel mehrheitlich beschlossen. Doch wurde auch Kritik am Verkehrskonzept der Osterstraße laut: Immer wieder komme es zu Konflikten zwischen Autofahrern und Radfahrern.

Von Matthias Berger

Deutliche Kritik an der Umgestaltung der Osterstraße haben Abgeordnete der Bezirksversammlung geäußert. Peter Gutzeit von der Linksfraktion erklärte das dortige Verkehrskonzept für gescheitert. „Radfahrer trauen sich dort kaum noch lang“, erklärte Gutzeit und forderte: „Da muss noch etwas verändert werden.“

Vor allem Autofahrer, die in zweiter Reihe auf dem Fahrradstreifen oder den Verkehrsinseln in der Mitte der Fahrbahn parken, sorgen bei Radfahrern für Unmut. In einer Umfrage der Eimsbütteler Nachrichten haben allerdings zwischenzeitlich mehr als die Hälfte der Teilnehmer Verständnis für die Falschparker signalisiert. Mittlerweile ist die Stimmung gekippt: Mehr als zwei Drittel der Umfrageteilnehmer verurteilen das Verhalten der Autofahrer.

„Müssen die neue Straßenform verteidigen“

Auch der Grünen-Abgeordnete Fabian Klabunde meint, „dass wir die neue Straßenform an der Osterstraße verteidigen müssen. Wir müssen klarmachen, dass ein solches Verhalten ein Rechtsbruch ist“, so Klabunde weiter.

Das Bezirksamt geht mittlerweile jedoch hart gegen Autofahrer vor, die den Mittelstreifen als Parkplätze missbrauchen. Zuletzt wurden mehrere Autos abgeschleppt. Das „rücksichtslose“ Verhalten sei nicht hinnehmbar, da es Gefahren für alle Verkehrsteilnehmer provoziere, heißt es aus dem Bezirksamt. Auch der Lieferverkehr werde dadurch ebenso behindert wie der Busverkehr. „Die Verwaltung muss gegen dieses ordnungswidrige Handeln vorgehen, um die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs sicherzustellen“, heißt es aus dem Bezirksamt weiter.

Bezirksamt arbeitet an Lösungen für die Osterstraße

Einzelne Fahrzeughalter schadeten dadurch dem Ruf der Autofahrer insgesamt  und provozierten bauliche Maßnahmen, die das Erscheinungsbild des Stadtraums negativ beeinflussen. Dabei verweist das Bezirksamt auf freie Stellflächen in den Parkhäusern an der Osterstraße.

Ob weitere bauliche Maßnahmen an der Osterstraße folgen, ist derzeit noch offen. „Das Bezirksamt arbeitet aktuell an Lösungen, die noch zu bewerten sind.“

Trotz aller Kritik soll der Heußweg dem Beispiel der Osterstraße folgen. Die Verkehrsführung soll im Abschnitt zwischen Osterstraße und Stellinger Weg verändert werden, um die Sicherheit insbesondere für Kinder zu erhöhen. Die Kosten für die Maßnahme in Höhe von insgesamt 725.000 Euro sollen aus der Rahmenzuweisung für den Straßenausbau sowie aus Sondermitteln finanziert werden. Dem Antrag der rot-grünen Koalition stimmte die Mehrheit der Bezirksversammlung zu.

Der Artikel wurde aktualisiert. Als dieser Artikel verfasst wurde, zeigten rund 50 Prozent der Umfrageteilnehmer Verständnis für die Autofahrer. Das Umfrageergebnis hat sich geändert und zeigt nun eine deutliche Mehrheit derjenigen, die das Verhalten der Autofahrer als „dreist“ einschätzen. 

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