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Im Bauabschnitt zwischen Heußweg und Emilienstraßen starten Anfang November die Asphaltierungsarbeiten. Foto: Karoline Gebhardt
Nach Umgestaltung

Linke warnt vor steigenden Mieten an der Osterstraße

Der für den Verkehrsplanungspreis nominierte Umbau der Osterstraße ist aus Sicht der Linksfraktion nicht nur preisverdächtig – er könnte auch die Preise für die Ladenflächen an der Einkaufsmeile in die Höhe treiben. Die Folge der steigenden Mieten sei eine Verdrängung der inhabergeführten Geschäfte, so die Befürchtung der Eimsbütteler Linken.

Von Matthias Berger

Die Linksfraktion will mit einer großangelegten Studie untersuchen, wie sich das Quartier rund um die Osterstraße in den kommenden Jahren entwickelt. Dafür erfassen Parteimitglieder die gewerblichen Nutzungen an der Osterstraße, Müggenkampstraße und den angrenzenden Nebenstraßen.

Die 7,5 Millionen Euro teure Umgestaltung hat unter anderem zum Ziel, durch breitere Bürgersteige und die Verlagerung des Radverkehrs auf die Straße die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und der Osterstraße mehr als bisher den Charakter einer Flaniermeile zu geben.

Wird die Osterstraße zur Filialisten-Meile?

Dass dadurch auch die Preise für Ladenflächen in die Höhe schießen, ist eine Befürchtung, der die Linke durch ihre Studie nachgehen will. Der Umbau der Osterstraße habe bei vielen Menschen die Angst vor steigenden Mieten geweckt. Insbesondere die Betreiber inhabergeführter Geschäfte fürchten um ihre Existenz. Bei einer gewerblich genutzten Immobilie darf der Vermieter die Miete unbegrenzt erhöhen. Eine Praxis, der an der Osterstraße bereits einige Geschäfte zum Opfer gefallen sind. Die Folge könnte eine Aneinanderreihung von Filialisten an der Osterstraße sein, hinter denen ein finanzstarkes Mutterunternehmen steht.

„Die Mehrheit in der Bezirkspolitik teilt diese Befürchtungen nicht. Es ist immer die Rede von einer ’sozial verträglichen Lösung‘ von Verkehrskonflikten in der Osterstraße.“ Um sich nicht auf Vermutungen verlassen zu müssen, will die Linke die Entwicklung des Quartiers in den kommenden zwei Jahren durch regelmäßige Kartierungen beobachten und empirische Daten erheben. Alle sechs Monate ist geplant, die rund 500 dort ansässigen Einzelhändler nach Mieterhöhungen und möglicher Vertreibung zu befragen.

Nächster Bauabschnitt startet Anfang November

Währenddessen geht die Umgestaltung der Osterstraße weiter ihren Gang. Anfang November starten die Asphaltierungsarbeiten im Bereich Heußweg/Emilienstraße, informiert Quartiersmanagerin Arlette Andrae. Deshalb wird voraussichtlich am 1. November die Straße in Richtung Heußweg gesperrt. Am 8. November soll dann die andere Straßenseite asphaltiert werden. Auch in diesem Fall ist eine eintägige Sperrung geplant.

Der Taxistand wird vorübergehend in den Heußweg (vor Rossmann) verlegt, bis er endgültig vor der HASPA und Markenglück eingerichtet werden kann.

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