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Sabine K. aus dem Luruper Weg ärgert sich über die Art und Weise, wie die Stadt gegen das Querparken vorgegangen ist.
Sabine K. aus dem Luruper Weg ärgert sich über die Art und Weise, wie die Stadt gegen das Querparken vorgegangen ist. Foto: Christiane Tauer
Verkehr

Ende des Querparkens: Jetzt herrscht Park-Chaos

Seit das Querparken im Luruper Weg und in der Hartwig-Hesse-Straße nicht mehr geduldet wird, gelten unterschiedliche Park-Regeln. Viele Anwohner haben den Überblick verloren und wollen sich wehren.

Von Christiane Tauer

Im Luruper Weg und in der Hartwig-Hesse-Straße bekommen Querparker seit einigen Wochen Strafzettel. Alleine in der Hartwig-Hesse-Straße sollen auf einen Schlag rund 200 an Autofahrer verteilt worden sein. Seitdem ist im Viertel nicht nur die Aufregung über das überraschende Vorgehen der Verkehrskontrolleure groß, sondern auch die Unsicherheit über die korrekte Art zu parken.

Viele fragen sich: Wie parke ich mein Auto richtig? Ganz eindeutig ist die Situation in den beiden Straßen nicht. In einem Brief an die Bezirksversammlung haben einige Anwohner ihren Ärger über das neue Wirrwarr jetzt kundgetan.

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Anwohner rätseln über korrektes Parken

„Ich habe erst gar nicht verstanden, was ich falsch gemacht habe“, sagt Sabine K. Sie lebt seit 15 Jahren am Luruper Weg und hat über Nachbarn vom Ende des Querparkens erfahren. Als sie dann einen Strafzettel über 55 Euro bekam, obwohl sie ihr Auto – wie sie dachte – korrekt längs zur Straße abgestellt hatte, war sie ratlos.

Sie ging zur Polizei in der Grundstraße. Dort erfuhr sie zunächst, dass sie an diesem Tag schon die sechste Person aus dem Viertel sei, die eine Frage zu einem Strafzettel habe.

Längsparken mit zwei Reifen auf Gehweg

Die Beamten erklärten dann: Zwischen den Hausnummern 3 und 31 des Luruper Wegs müssen die Autos längs zur Straße stehen – allerdings mit den beiden rechten Reifen auf dem Bürgersteig. In der Fachsprache heißt das „halbachsiges Längsparken“, was auch durch ein Schild auf Höhe der Hausnummer 29 angezeigt wird.

Ausnahmen gelten nur vor Bäumen. Dort dürfen Autos mit allen vier Reifen auf der Straße stehen. Sabine K. hatte ihren Wagen aber nicht vor einem Baum abgestellt und damit regelwidrig geparkt.

Nicht überall sind Schilder zu sehen

Ihre Nachbarin, berichtet Sabine K., habe ebenfalls einen Strafzettel bekommen. Sie hat auf der gegenüberliegenden Seite zwischen den Hausnummern 2 und 24 fälschlicherweise quergeparkt. Aber wie wäre es richtig gewesen? Ein Schild ist nirgends zu sehen.

Ist das der Fall, müssen Autos laut Straßenverkehrsordnung eigentlich längsseitig zur Straße parken, mit allen vier Reifen auf der Straße. Eigentlich. Denn in dem Abschnitt des Luruper Wegs zwischen Methfesselstraße und Sartoriusstraße steht normalerweise ein Schild, das auf das halbachsige Längsparken mit zwei Reifen auf dem Gehsteig hinweist. Aufgrund der derzeitigen Umgestaltung des Knotenpunktes Luruper Weg/Methfesselstraße ist das entsprechende Verkehrszeichen allerdings noch nicht wieder aufgestellt.

Querparken in Teilen der Straße noch erlaubt

Ebenfalls verschwunden sind die Verkehrsschilder im hinteren Bereich des Luruper Wegs. Vor dem Restaurant Parea steht eigentlich eines, das das halbachsige Längsparken bis zur Kehre hinter der Hausnummer 52 anzeigt. „Mitte Mai war es noch da, Anfang Juni war es weg“, sagt Sabine K. Autofahrer können derzeit nur rätseln, wie sie ihr Auto dort abstellen müssen.

Zwischen dem Luruper Weg 37 bis 53 müssen sie dann nochmal umdenken. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, denn es darf quergeparkt werden. Sabine K. schüttelt den Kopf. „Wenn es nicht so ernst wäre, wäre es fast schon lustig.“ Warum Autos in diesem Abschnitt querparken dürfen, im Rest der Straße aber nicht, erschließt sich ihr nicht.

Anwohner schreiben an Bezirksversammlung

Sie hat sich deshalb mit einigen Nachbarn zusammengetan, um ein Schreiben an die Eimsbütteler Bezirksversammlung aufzusetzen. Darin schildern sie, wie groß die Verwirrung und der Frust bei den Anwohnenden derzeit sind.

„Eine Gewohnheit, die unser Zusammenleben bisher erfolgreich gestaltet hat, trifft nun auf Vorgaben, die wir nur schwer umsetzen können“, erklären sie in dem Brief. Sie führen fehlende oder von Büschen zugewachsene Verkehrszeichen an sowie hohe Bordsteinkanten, die typisch für die Kopfsteinpflaster-Straßen der Gründerzeitviertel sind. Diese machen es den Autofahrern in vielen Fällen unmöglich, das Fahrzeug wie vorgeschrieben seitlich zur Straße mit zwei Reifen auf dem Gehweg zu parken.

„Wir sind enttäuscht“

Die Anwohner hoffen deshalb auf eine „gütliche Einigung“, um das Problem zu lösen. Wie genau die aussehen soll: unklar. Unter anderem bringen sie eine Petition ins Spiel. Sabine K. hält zum Beispiel auch eine Einbahnstraßenregelung im Luruper Weg für eine Alternative. „Wir sind enttäuscht, wie das Ganze gelaufen ist“, sagt sie. Und auch der jetzige Zustand sei alles andere als ideal.


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