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Im März wurde aus Hans im Glück am Schlump Peter Pane. Foto: Theresa Schulte
Im März wurde aus Hans im Glück am Schlump Peter Pane. Foto: Theresa Schulte
Peter Pane vs. Hans im Glück

Der Wald muss weg

Peter Pane darf das Innendesign des Vorgängers Hans im Glück nicht übernehmen. Inhaber Patrick Junge muss Änderungen an Einrichtung und Raumaufteilung vornehmen, um eine Verwechslung mit der Burger-Konkurrenz zu minimieren, so das Landgericht München in seiner Entscheidung. Den Unternehmer stört das jedoch nicht.

Von Theresa Schulte

Am 4. Mai gab das Landgericht München I dem Plagiatsvorwurf von Hans im Glück gegen Peter Pane statt. Im Mittelpunkt des Rechtsstreits standen die charakteristischen Elemente des Märchenwalds: weiße Birkenstämme, Holztische und -bänke, sowie Blumen und Gräser als Wandbemalung. Diese gehören laut Gerichtsbeschluss zur Konzeptidee von Hans im Glück und dürfen deswegen nicht vom neuen Inhaber übernommen werden. Betroffen von der Entscheidung sind auch die Peter-Pane-Filialen am Schlump und in der Langen Reihe. Die Enscheidung zugunsten des Konkurrenten stört den Inhaber der neuen Kette, Patrick Junge, jedoch nicht, denn alle Geschäfte dürfen offen bleiben.

Happy End für beide Seiten?

Das Urteil habe zudem keinen Einfuss auf seine Planung. Es sei sowieso vorgesehen, Änderungen vom Fußboden bis zur Decke umzusetzen. Diese sind bereits vor der Urteilsfindung begonnen worden, gibt die Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH, die Firma Junges, in einer Pressemitteilung zum Urteil bekannt. In der Filiale am Schlump wurden beispielsweise die weißen Birkenstämme durch Holzpfeiler ersetzt. Die Kette will als eigenständig angesehen werden. Es gebe keine Intention, das Konzept des Vorgängers weiterzuführen. Daher sei das Urteil unbedeutend für die weitere Vorgehensweise bei Peter Pane.

Auch Hans im Glück ist mit der Gerichtsentscheidung zufrieden: „Dies ist ein deutliches Signal, das uns vor weiteren Nachahmern schützt“, sagt Thomas Hirschberger, Gründer und Gesellschafter der Hans im Glück Franchise GmbH in einer Pressemitteilung. Dass der Nebenantrag, der unter anderem eine Veränderung der Speisekarte forderte, nicht durchkam, ist dem Unternehmen weniger wichtig. Das Gerichtsurteil bestätige „die Einzigartigkeit unseres Konzepts“ und das sei entscheidend, so die Pressestelle von Hans im Glück auf Nachfrage.

Trennung im Februar

Patrick Junge, ehemaliger geschäftsführender Gesellschafter der Konditorei Junge, betrieb als Franchise-Nehmer Hans im Glück am Schlump, in der Langen Reihe und in zehn weiteren Filialen in Norddeutschland. Im Februar jedoch führte ein Vertragsstreit zur Trennung. Im März eröffnete Junge ein eigene Kette – gleiche Ladenflächen, gleiches Burger-Konzept. Daraufhin bezichtigte Hans im Glück den Konkurrenten des Plagiats.

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