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Die neue generalistische Pflegeausbildung soll den Pflegeberuf attraktiver machen. Foto: Andreas Riess

Pflege

Neue Pflegeausbildung: Schnelsener Albertinen Schule macht es vor

Der Fachkräftemangel in der Pflege ist ein Problem. Eine Reform der Pflegeausbildung soll daran etwas ändern. Bundesministerin Giffey und Hamburger Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks schauen sich an der Schnelsener Albertinen Schule an, wie das praktisch funktionieren kann.

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Mit dem demografischen Wandel nimmt der Bedarf an Pflegekräften immer weiter zu. Gleichzeitig herrscht schon jetzt großer Mangel an Fachkräften in der Pflege. Die Bundesregierung hat 2017 eine Refom des Pflegeberufegesetzes verabschiedet, unter der ab 2020 die generalistische Pflegeausbildung eingeführt wird. Sie soll den Eintritt in den Pflegeberuf attraktiver machen. Am heutigen Dienstag besuchten die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Franziska Giffey sowie Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks die Albertinen Schule in Schnelsen, an der die generalistische Ausbildung schon seit 2003 angeboten wird.

Bundesministerin Franziska Giffey und Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks zu Gast an der Albertinen Schule. Foto: Gabi Stoltenberg
Bundesministerin Franziska Giffey (rechts) und Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks zu Gast an der Albertinen Schule. Foto: Gabi Stoltenberg

Bei dem Besuch tauschten sich die Bundesministerin und Gesundheitssenatorin mit Auszubildenden, Absolventen und Lehrkräften der Schule über die neue Ausbildung aus. Als eine der größten Hamburger Ausbildungsbetriebe im Pflegebereich und der langjährigen Erfahrung mit der generalistischen Ausbildung kann die Albertinen Schule Einblicke in die praktische Umsetzung der Reform geben.

Generalistische Ausbildung umfasst alle Pflegeberufe

Bisher gab es für die verschiedenen Pflegeberufe Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger gesonderte Ausbildungen. Ab 2020 sollen diese nun in einer generalistischen Ausbildung mit dem einheitlichem Berufsabschluss (Pflegefachmann/-frau) gebündelt werden.

Ziel der Ausbildungsreform sei es, den Pflegeberuf attraktiver zu machen. Durch die generalistische Ausbildung erlangen die Auszubildenden Fachwissen und Kompetenzen aus allen Pflegebereichen und können so flexibler zwischen den Bereichen wechseln. Dies schafft für Pflegekräfte unterschiedliche Einsatz-, Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Wer sich nach zwei Jahren generalistischer Ausbildung weiterhin spezialisieren möchte, hat im dritten Jahr die Möglichkeit, die Pflegeausbildung in einem der Bereiche zu vollenden. Ein weiterer Anreiz: Mit der Reform wird das Schulgeld abgeschafft und eine “angemessene” Ausbildungsvergütung eingeführt, heißt es vom Bundesministerium für Gesundheit.

Bundesministerin Giffey: “Pflege ist ein Zukunftsberuf”

“Pflege ist ein Zukunftsberuf: krisenfest und digitalisierungssicher. Nur müssen die Rahmenbedingungen besser werden”, so Bundesministerin Giffey. “Mit der Einführung der neuen Pflegeausbildungen ab 2020 machen wir die Ausbildung moderner und attraktiver.” Ihr Zeil sei es, die Zahl der Auszubildenden und der Ausbildungseinrichtungen bundesweit bis 2023 um 10 Prozent zu steigern.

An der Albertinen Schule, die die generalistische Ausbildung bereits anbietet, gebe es laut Geschäftsführer der Immanuel Albertinen Diakonie Matthias Scheller konstant hohe Bewerberzahlen. Seit 2003 wurden in Hamburg-Schnelsen insgesamt 247 Pflegekräfte generalisiert ausgebildet. Hinzu kommen 177 Pflegekräfte, die einen zusätzlich eingeführten Bachelorstudiengang besucht haben.

“Eine Ausbildung in der Pflege ist für junge Menschen attraktiv, die Zahlen in Hamburg belegen das: In den vergangenen fünf Jahren hat sich die Zahl der Pflegeschülerinnen und -schüler um über 600 erhöht. Damit das so bleibt, intensivieren wir die Berufsorientierung”, so Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks. “Wer sich heute für eine Ausbildung in der Pflege entscheidet, kann Karriere in sehr unterschiedlichen und fachlich interessanten Einsatzfeldern machen und von einer Durchlässigkeit bis zum Bachelor- und Masterabschluss an einer Hochschule profitieren.“

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