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Timo Haupt und Isabel Goebel wollen ihre Pokébowls auch in Eimsbüttel unter die Leute mischen.
Im Februar haben Timo Haupt und Isabel Goebel "Mischpoké" übernommen - jetzt eröffnen sie einen zweiten Laden in Eimsbüttel. Foto: Gesche Pelters
Neueröffnung

Poké Bowls für Eimsbüttel: „Mischpoké“ eröffnet im Stellinger Weg

Sie wollen Eimsbüttels Gastroszene aufmischen: „Mischpoké“ versorgt den Stellinger Weg ab heute mit hawaiianischen Bowls, Smoothies und gesunden Wraps.

Von Alana Tongers

Nicht selten trägt das ein oder andere alkoholische Getränk zu viel zur Schmiedung waghalsiger Pläne bei. Aber selten haben solche Schnapsideen auch eine Zukunft.

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Vom Kiez nach Eimsbüttel

Anders bei Timo Brandt und Isabel Goebel: Die beiden sind im letzten Jahr auf einer Weihnachtsfeier im Mischpoké auf dem Kiez zu Gast. Als Brandt hört, dass die damaligen Inhaber verkaufen wollen, verspricht der selbstständige Handwerker betrunken: „Ich übernehme den Laden!“ Er hält sein Wort und ist seit Februar stolzer Besitzer von Mischpoké in der Kastanienallee.

Bereut haben Brandt und Geschäftsführerin Isabel Goebel die Entscheidung bisher nicht. „Mittlerweile sind wir reingewachsen“, lacht die gelernte Systemgastronomin. Jetzt wollen sie ihre Bowls mit einem zweiten Laden unter die Eimsbütteler mischen und sind in die Räume des ehemaligen Eiscafés enjoy it! im Stellinger Weg eingezogen.

Die Mischung macht’s

Poké Bowls stammen aus Hawaii, basieren aber auf der japanischen Küche. Sechs „Signature Bowls“ stehen bei Mischpoké auf der Karte. Wer will, kann sich seine Bowl auch selbst zusammenstellen: Als Basis bietet Mischpoké Sushireis, Quinoa oder Baby-Leaf-Salat an. Dazu gibt es klassischerweise rohen Fisch oder gebratenes Fleisch, in der vegetarischen oder veganen Variante Tofu. Im letzten Schritt wählt man aus einer großen Auswahl an Toppings und Soßen. Goebels Favorit: Die „Boa-Bowl“ mit Hähnchen, Kichererbsen, Avocado, Teriyakisoße und Mandeln.

Eröffnung in Zeiten der Krise

Neben den hawaiianischen Bowls bietet Mischpoké auch Açaíbowls zum Frühstück, Smoothies, Sandwiches und Wraps an. Auch wenn Goebel und Brandt eher zufällig zu den Poké Bowls gekommen sind, stehen sie voll hinter dem Konzept, bereiten alles frisch zu. Auch die Soßen stellen sie selbst her – ohne Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker.

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Auf der bunten Außenfläche können die Eimsbütteler bald Poké Bowls löffeln. Foto: Gesche Pelters

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Handwerker Brandt hat im Innenraum viel selbst gestaltet. Foto: Gesche Pelters

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Vor „Mischpoké“ war das Eiscafé „enjoy it!“ im Stellinger Weg 28 beheimatet. Foto: Gesche Pelters

Die Renovierung des neuen Ladens haben die beiden beinahe in Eigenregie gestemmt. „Hier muss Farbe rein“, wusste der Handwerker sofort, als er das ehemalige enjoy it! zum ersten Mal betrat. Die kleinen Räumlichkeiten im Stellinger Weg strahlen jetzt in frischem Grün und hellem Pink, ein Graffiti an der Wand lässt die hawaiianische Herkunft der bunten Schüsselgerichte erahnen. Die Außenfläche ist mit grünem Teppich ausgestattet: Geht es nach den Partnern, sollen die Eimsbütteler hier bald ihre Sommerabende ausklingen lassen.

Dass eine Eröffnung in Corona-Zeiten ein Wagnis ist, wissen sie. Die Chance in Eimsbüttel zu eröffnen, wollten beide aber nicht verstreichen lassen. „Ausprobieren“, sieht Brandt es pragmatisch. „Und wenn es nicht funktioniert, dann zu machen und neu versuchen.“

Mischpoké, Stellinger Weg 28

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