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Hamburg Eimsbuettel Salibaba. Foto: Monika Dzialas
Das Team bei der Befüllung der Wünsche. Foto: Monika Dzialas
Restaurant-Vorstellung

Salibabas gefüllte Wünsche

Die Pitaria „Salibaba“ im Eppendorfer Weg steht für eine Vielfalt an syrischen Vorspeisen-Klassikern. Unter dem Motto „Dein Wunsch geht in die Füllung“ werden die Pita-Rolls ganz nach dem Geschmack der Gäste befüllt. Neben dem kulinarischen Angebot geht es in dem Imbiss auch um die Integration ehemals Geflüchteter.

Von Monika Dzialas

Bereits seit Ende 2016 werden Falafel-Gelüste auch im Eppendorfer Weg 91 befriedigt. Die syrische Pitaria „Salibaba“ beweist jedoch, dass sich nicht nur die frittierten Kichererbsen-Bällchen als Füllung eines hauchdünnen und frisch gebackenen Pitabrots eignen.

Wer nun in der Ecke von Eimsbüttel auf der Suche nach eine Falafeltasche ist, findet dort sein Glück. Die nächsten Imbisse der arabischen Spezialität liegen entweder an der Osterstraße (Grill of Arabia, Azeitona) oder im Grindelviertel (Arrabbiata, Falafelhaus).

Gewürze wohin die Nase riecht

Beim Betreten des im Außenbereich minimalistisch in weiß gehaltenen Lokals kommt den Gästen direkt der Geruch einer ganzen Gewürz-Palette entgegen. Während die Nase nicht weiß, wo sie hinriechen soll, sind die Augen damit beschäftigt, die Gestaltung des Ladenraums zu erblicken.

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und Gastronom Hanna Saliba trinken schwarzen Tee mit frischer Minze. Foto: Anna Gröhn

Integration in Eimsbüttel: Olaf Scholz besucht das „Salibaba“

Der syrische Imbiss "Salibaba" wird von Flüchtlingen geführt. Initiiert hat das Projekt der syrische Gastronom Hanna Saliba. Er plant eine ganze Imbisskette für mehr Integration. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat sich das mal genauer angeschaut.

Dabei fangen sie einen Trubel miteinander redender Menschen, eine warme Beleuchtung und bemalte Wände ein. Kurzerhand wird jedoch die Nase wieder übernehmen und die Eingetretenen in Richtung Theke steuern, um dem Herkunftsort der Gerüche auf den Grund zu gehen.

Von der Vorspeise zum Hauptgang

Die Gäste werden bereits von dem Mitarbeiter-Team und einem vielfältigen Angebot diverser Vorspeisen erwartet. Die sogenannten „Mazza-Klassiker“ reichen vom Hummus, dem allseits bekannten Kichererbsenpüree, bis hin zum Tabouleh, einem Petersiliensalat auf Bulgur-Basis. Diese können einzeln oder miteinander kombiniert bestellt werden.

Niels Annen (r.) im Gespräch mit Mansour Asadi (m.) und Karen Nakamura, Integrations-Beauftrage vom ETV sowie Tore Süßenguth vom Entwicklungsdienst. Foto: Alicia Wischhusen.

Gelungene Integration: Freiwilligendienst beim ETV

Der ETV zeigt, wie die gute Integration eines Flüchtlings gelingen kann. Niels Annen (SPD) war vor Ort um sich ein Bild zu machen und sprach mit Vertretern der Zentralstellen über das auslaufende Förderprogramm.

Doch was wäre eine Pitaria ohne richtiges Pitabrot? Dieses wird entweder als Beilage zu den Vorspeisen serviert oder bildet den Mantel für gefüllte Pita-Rolls. Hierfür haben die Köche eine Auswahl vegetarischer und fleischhaltiger Klassiker zusammengestellt. Wer sich davon nicht angesprochen fühlt, kann sich ganz nach dem Motto „Dein Wunsch geht in die Füllung“ seine Pita-Roll mit der Lieblings-Vorspeise befüllen lassen.

Empfehlung vom Chef

Erfüllt werden die Wunschvorstellungen der Gäste von Chef Feras Mekhail höchstpersönlich. Der aus Syrien geflüchtete Betriebswirt hat die Leitung des Imbisses übernommen und empfiehlt unentschlossenen Gästen sein Lieblingsgericht:

„Ich esse immer Auberginenmus mit ein wenig Pitabrot dazu, dann kann man es richtig genießen.“

Auch Stammgäste kommen nicht an die Grenzen ihrer Auswahlmöglichkeiten. Täglich wird das Sortiment um ein Tagesgericht ergänzt. Hierbei ist für jede Ernährungsform und jeden Geschmack etwas dabei. Zur veganen oder vegetarischen Grundlage kann auf Wunsch eine Fleischbeilage dazu bestellt werden.

Gastronomie als Integrationsprojekt

Initiiert und gegründet wurde das Bistro vom Betreiber des Restaurants „Saliba Alsterarkaden“ Hanna Saliba. Er selbst ist in den 1970er Jahren aus Syrien nach Deutschland gekommen und setzt sich neben seiner Tätigkeit als Gastronom für geflüchtete Menschen ein. Nach einer Ausbildung in seinem Restaurant am Neuen Wall können die ausgelernten Absolventen ihre Kochkünste unter Beweis stellen. Neben dem Eimsbütteler Imbiss eröffnete Anfang des Jahres eine zweite Filiale in der Hafencity.

Hamburg Eimsbuettel Herzliches Lokstedt_Monika Dzialas

„Integration auf Augenhöhe“: Begegnen und Austauschen in Lokstedt

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Durch den Blick auf den Namen des Inhabers wird auch die Wahl des Lokalnamen deutlich. Dabei handelt es sich um eine Kombination des Nachnamen Saliba und der Märchenfigur Ali Baba aus der Geschichtensammlung Tausendundeine Nacht.

Lange Sommernächte

Trotz der Bezeichnung als Imbiss und Preisen zwischen vier bis neun Euro legen die Mitarbeiter großen Wert auf das Wohlbefinden der Gäste. Diesbezüglich servieren die Angestellten die gefüllten Wünsche auf mit Ornamenten verziertem Geschirr.

In den warmen Sommermonaten können die Vor- und Hauptspeisen auch im Außenbereich verköstigt werden. Nicht nur die Tage sind in dieser Zeit länger, sondern auch die Öffnungszeiten des Salibabas. Von Montag bis Sonntag können Gäste ab 11 Uhr in den Tag starten und bis 21:30 Uhr ihren Abend ausklingen lassen.

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