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Barkeeper Hannes Urknall DKMS Spendenaufrauf Krebs
Foto: DKMS
Krebs

Hannes aus dem Urknall bekommt Spender-Stammzellen

Passende Stammzellen-Spende für Hannes, den Barkeeper aus dem Urknall. Demnächst beginnt die Therapie am UKE. Der 24-Jährige ist optimistisch, den Lymphdrüsenkrebs endlich zu besiegen.

Von Christian Litz

Es geht bald los: Der Eimsbütteler Barkeeper Hannes, der Lymphdrüsenkrebs hat, beginnt demnächst am UKE mit eine Chemotherapie in Kombination mit einer Ganzkörperbestrahlung, was sein eigenes Immunsystem auf ein Minimum reduzieren soll. Dann könnte es Ende Januar, Anfang Februar weitergehen, und der 24-jährige Eimsbütteler bekäme Stammzellen einer Spenderin oder eines Spenders intravenös ins Knochenmark verabreicht.

Hannes sagt, es gehe ihm gut, er sei optimistisch und erklärt am Telefon die Behandlung wie ein Medizinexperte im Detail.

Wer der Stammzellenspender ist, weiß Hannes nicht. Das wäre auch gegen die Regeln. Er weiß auch nicht, ob diejenige oder derjenige in der Datei des UKE gefunden wurde oder bei einer Knochenmarkspenderdatei. Die Deutsche Knochenmarkspender Datei hatte eine Such-Kampagne für Hannes gestartet, bei der sich 270 Personen als mögliche Knochenmarkspender gemeldet hatten. Die Eimsbütteler Nachrichten berichteten über die Suche.

So werden Gegenreaktionen vermieden

Nachdem der Spenderin oder dem Spender die Stammzellen in einem Verfahren wie bei einer Blutentnahme entnommen werden, folgt für Hannes eine weitere Chemotherapie, um die Leukozyten des Spenders zu töten. Sonst könnte es zu einer Gegenreaktionen im Körper von Hannes kommen.

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Stammzellen als letzte Chance

Hannes, der als Barkeeper im Urknall gearbeitet hat, bekam über Jahre bereits mehrere Behandlungen mit Chemotherapeutika, um den Lymphdrüsenkrebs zu heilen. Der aber kam immer wieder und irgendwann war klar: Nur neue Stammzellen können ihn am Leben erhalten.

Wenn die sich in seinem Knochenmark eingenistet haben, werden sie die Chemotherapie gegen die Abwehrzellen des Spenders überleben und langsam würde Hannes wieder körpereigene Zellen bilden. Die stellen dann sein Immunsystem wieder her, Hannes wäre wieder gesund.

Bis zu zwei Monate in der Klinik

Doch das dauert noch: Sechs Wochen Aufenthalt im UKE sind es bestenfalls. Wenn es im Verlauf der Behandlung Komplikationen geben sollte, können es zwei Monate werden. Aber, so Hannes, „das wird“.

Den Spender oder die Spenderin wird er aber nicht kennenlernen, vorerst. Die Stammzellen erhält er anonym, so die festgelegten Regeln. Nach ein paar Jahren besteht die Möglichkeit, dass er den Namen der Person erhält, die ihm das Leben gerettet hat.

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