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Straßenschild Mansteinstraße. Foto: Robin Eberhardt
Straßenschild Mansteinstraße. Foto: Robin Eberhardt
Geschichte

Straßennamen in Eimsbüttel: Mansteinstraße

Osterstraße, Hoheluftchaussee, Gärtnerstraße: lebendige Einkaufsstraßen in Eimsbüttel und all die kleineren und kleinen Wohnstraßen – woher haben sie ihre Namen? Die Eimsbütteler Nachrichten klären in lockerer Folge auf…

Von Robin Eberhardt

Die Mansteinstraße liegt im Generalsviertel und verbindet die Gärtnerstraße und die Bismarckstraße dabei kreuzt sie auch den Eppendorfer Weg. Sie ist größtenteils eine Wohnstraße, nur zwischen der Gärtnerstraße und dem Eppendorfer Weg sowie an der Kreuzung zur Bismarckstraße gibt es kleinere Geschäfte, wie eine Bäckerei, einen Friseur und einige Restaurants.

Die mehrstöckigen Häuser stammen zum Teil noch aus der Zeit des Jugendstils oder der Neorenaissance. Die meisten neueren Häuser wurden optisch angepasst, nur wenige Ausnahmen aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg passen nicht ins Straßenbild.

Wer war von Manstein?

Die Mansteinstraße ist nach dem preußischen Offizier Albert Ehrenreich Gustav von Manstein benannt. Er wurde am 24. August 1805 in Willnischken, heutiges Litauen, geboren und starb am 11. Mai 1877 in Flensburg.

Straßenschild Mansteinstraße. Foto: Robin Eberhardt
General von Manstein. Quelle: Wikipedia

Von Manstein war der Sohn von Albrecht Ernst und Karoline Ernestine von Manstein. Sein Vater fiel als Major eines westpreußischen Dragonerregiments in einem Gefecht bei Piktupönen.

Umfangreiche Militärkarriere

Albert Ehrenreich Gustav von Manstein besuchte in seiner Jugend die Kadettenschulen in Kulm und Berlin und trat danach im Jahr 1822 in die preußische Armee ein. Dort machte er Karriere. Schon ein Jahr nach seinem Eintritt wurde er zum ersten Mal befördert.

Ein Blick vom Eppendorfer Weg in die MAnsteinstraße. Foto: Robin Eberhardt
Ein Blick vom Eppendorfer Weg in die Mansteinstraße. Foto: Robin Eberhardt

Im Deutsch-Dänischen Krieg 1864 führte er eine Division und war am Sturm auf die Düppeler Schanzen und beim Übergang nach Alsen beteiligt. Dafür wurde ihm der Orden Pour le Mérite sowie das Ritterkreuz des Militär-Maria-Theresien-Ordens verliehen.

Lebensabend in Billwerder

Mit der Reserve der 1. Armee konnte von Manstein im preußisch-österreichischen Krieg 1866 am Ende der Schlacht von Königgrätz entscheidend eingreifen und erhielt das „Eichenlaub Pour le Mérite“. Im folgenden Jahr wurde er zum kommandierenden General des IX. Armee-Korps ernannt und 1868 schließlich zum General der Infanterie.

Eine Säule im Stil der Neorenaissance in der Mansteinstraße. Robin Eberhardt
Eine Säule im Stil der Neorenaissance in der Mansteinstraße. Robin Eberhardt

Seine Verdienste im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 brachten ihm eine Dotation in Höhe von 100.000 Talern ein und die Ehrenbürgerrechte der Stadt Altona. Nachdem er 1873 seine Militärkarriere beendete, verbrachte er seinen Lebensabend in Billwerder und wurde dort auf dem Friedhof der St.-Nicolai-Kirche begraben.

Ein Haus aus der Zeit des Jugenstils mit Stadtlinden im Vordergrund. Foto: Robin Eberhardt
Ein Haus aus der Zeit des Jugenstils mit Stadtlinden im Vordergrund. Foto: Robin Eberhardt

Wohnungsgenossenschaft

Auf der einen Seite säumen Kastanien die Mansteinstraße, auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurden überwiegend Stadtlinden gepflanzt.

Nicht alle Bauten in der Mansteinstraße passen in das Jugendstilbild. Foto: Robin Eberhardt
Jedoch nicht alle Bauten in der Mansteinstraße passen in das Jugendstilbild. Foto: Robin Eberhardt

Kurz nach der Jahrhundertwende hat auch die Gemeinnützge Wohnungsgenossenschaft von 1904 in der Mansteinstraße einen Wohnblock gebaut, der im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1952 wieder errichtet wurde.

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