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Viele Eimsbütteler haben Schwierigkeiten bei der Suche nach einem Stellplatz. Foto: Alicia Wischhusen
Verkehr

Teile Eimsbüttels bald autofrei?

Die Grünen haben ein Pilotprojekt zum Test von autofreien Zonen in Eimsbüttel beantragt. Diese sollen die Lebensqualität aller Bürger verbessern.

Von Alicia Wischhusen

18 Uhr in Eimsbüttel: Hier endet der Tag für viele Eimsbütteler mit der vergeblichen Suche nach einem geeigneten Stellplatz für ihren PKW. Die unzureichenden Parkplätze veranlassen einige Autofahrer zum Parken auf Geh- und Fahrradwegen – längst kein seltenes Bild mehr in den Straßen Eimsbüttels.

Als Reaktion auf die hohe Verkehrsdichte wurde erst vor Kurzem ein Pilotprojekt zur Erprobung von autofreien Zonen in Ottensen beschlossen. Jetzt haben die Grünen der Bezirksversammlung Eimsbüttel einen ähnlichen Antrag vorgelegt. Darin fordern sie eine Testphase für kleinteilige, autofreie Zonen in Eimsbüttel.

„Ein erheblicher Gewinn für die Lebensqualität der Bürger“

„Es besteht erheblicher Parkdruck“, heißt es in einer Drucksache der Bezirksversammlung. Und das obwohl mehr als die Hälfte der Eimsbütteler Haushalte kein eigenes Auto habe. „Der öffentliche Raum im Kerngebiet ist stark von fahrenden und parkenden Autos geprägt“, heißt es weiter.

Der Antrag der Grünen zielt darauf ab, die Lebensqualität der Eimsbütteler Bürger zu verbessern. „Solche ‚Straßenparks‘ sind Gebiete, in denen KFZ-Parkplätze und parkende Autos die Ausnahme sind“, heißt es darin. Kleinteilige autofreie Zonen wären ein erheblicher Gewinn für die Lebensqualität aller Bürger im Bezirk. Das Projekt solle nicht zeitlich begrenzt, sondern schrittweise ausgeweitet werden.

Kein Anspruch auf einen Stellplatz

Antragsteller Fabian Klabunde von den Grünen stellt sich diese Zonen wie „stark begrünte Spielstraßen“ vor. Straßenparks seien zum Beispiel im Grindelviertel oder in der Osterstraße denkbar. Welche Straßen tatsächlich in Frage kommen, soll das Bezirksamt klären. Voraussetzung für die Realisierung des Projektes sei aber eine gute Nahverkehrsanbindung. Klabunde hofft, dass sich das Bezirksamt gleich nach der Wahl zur Bezirksversammlung mit dem Projekt beschäftigt.

„Der Antrag fordert verfügbare Mietparkflächen in der Umgebung, darüber hinaus gibt es jedoch keinen Anspruch auf kostenlose Abstellung des Kfz in unmittelbarer Wohnortnähe“, sagt der Abgeordnete. Das sei auch heute schon so.

Rückt Anwohnerparken in Eimsbüttel immer näher?

Anwohnerparken könnte eine Lösung für die Parkplatzproblematik in Eimsbüttel bieten. Um bei den Eimsbüttelern vorzufühlen, wie sie dazu stehen, hat Moritz Altner von der SPD-Eimsbüttel letzte Woche eine Diskussionsveranstaltung dazu initiiert. Wir haben uns mit ihm zu dem Thema unterhalten.

Lieferanten und Anwohner mit privatem Stellplatz sollen weiterhin die Möglichkeit haben, mit Schrittgeschwindigkeit in die Straßenparks einzufahren. „Denkbar ist auch, im oder am Straßenpark Parkplätze für Car-Sharing und Elektroautos bereitzustellen“, so Klabunde. „Ein wichtiger Bestandteil für die Umsetzung eines Straßenparks wäre die Bürgerbeteiligung“, meint er.

CDU befürchtet Verschärfung des Problems

Die CDU sieht das Pilotprojekt kritisch: „Da es um einen sehr verdichteten Bereich geht, macht es uns Sorge, dass noch mehr Parkplätze wegfallen könnten“, sagt Rüdiger Kuhn, Vorsitzender der CDU-Fraktion Eimsbüttel. Denn die Zahl der PKW-Zulassungen würde nicht sinken. Er befürchtet, dass sich die Situation durch die Straßenparks verschärft. Trotzdem sei eine Prüfung des Projektes lohnenswert, wenn die Bevölkerung solche Maßnahmen befürworte, so Kuhn.

Die SPD möchte dem Prüfauftrag der Grünen beim nächsten Kerngebietsausschuss zustimmen, erklärt Moritz Altner von der SPD. „Falls es überhaupt geeignete Straßen für eine solche Idee in Eimsbüttel gibt, werden wir nach Abschluss der Prüfung diskutieren, ob und wie die Idee der Grünen von uns unterstützt werden kann“, versichert er.

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