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Auch der "Tjaden's"-Markt in Eppendorf war Ziel der Raubserie. Hier waren Fahnder auch auf den Verdächtigen aufmerksam geworden.
Auch der "Tjaden's"-Markt in Eppendorf war Ziel der Raubserie. Hier wurden Fahnder auf den Verdächtigen aufmerksam. Foto: HamburgNews
Polizei

„Tjaden’s“-Überfallserie: Verdächtiger jetzt doch in Haft [UPDATE]

Ein Mann, der mehrere Male den Bio-Supermarkt “Tjaden’s” überfallen haben soll, wurde erst festgenommen, dann freigelassen – und ist jetzt erneut in Haft.

Von Christiane Tauer

Erneute Wende im Fall der mehrfach überfallenen Bio-Supermärkte “Tjaden´s”: Nachdem Fahnder des Mobilen Einsatzkommandos am 9. Juni auf einen 43-jährigen Mann vor dem „Tjaden’s“-Markt an der Martinistraße aufmerksam wurden, hatten sie ihn vorläufig festgenommen. Er kam zunächst aber wieder auf freien Fuß, weil noch nicht alle Ermittlungsergebnisse vorlagen. Jetzt liegen sie vor, sodass der Verdächtige doch in Haft kam.

DNA-Auswertung liegt noch nicht vor

„Aus Sicht der Staatsanwaltschaft bestanden in diesem Fall nach Prüfung des Sachverhalts noch Zweifel, welche der Taten dem Beschuldigten mit dem erforderlichen dringenden Tatverdacht zugerechnet werden konnten“, erklärte Oberstaatsanwältin Liddy Oechtering vergangene Woche gegenüber den Eimsbütteler Nachrichten. Der Grund: Die Ergebnisse der DNA-Auswertungen lagen noch nicht vor.

Der Erlass eines Haftbefehls bedeute stets auch einen Grundrechtseingriff in die Freiheitsrechte des Betroffenen. Die Beantragung eines Haftbefehls sei an strenge Voraussetzungen geknüpft. Es müsse ein „dringender Tatverdacht“ vorliegen und mindestens ein Haftgrund erfüllt sein, so Liddy Oechtering.

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„Tjaden’s“-Überfälle: Ermittlungen gehen weiter

Um sicherzugehen, dass diese Voraussetzungen im Falle des 43-Jährigen auch tatsächlich erfüllt sind, hatte die Staatsanwaltschaft nach Rücksprache mit der Haftrichterin entschieden, die Ermittlungen weiterzuführen. Erst dann wollte sie den Sachverhalt erneut bewerten.

Dabei spielte laut Liddy Oechtering eine Rolle, dass sich die Ermittlungen in der Vergangenheit auch gegen eine andere Person gerichtet hatten.

Verdächtiger ist „familiär eingebunden“

Warum der Mann bis dahin nicht in Haft bleibt, begründete die Oberstaatsanwältin mit dem festen Wohnsitz des Tatverdächtigen. Zudem ist er „familiär eingebunden“. Aus ihrer Sicht bestand somit keine Fluchtgefahr. Auch sei er polizeilich bislang nicht in Erscheinung getreten.

Der 43-Jährige soll für insgesamt sechs Überfälle auf „Tjaden’s“-Filialen seit August vergangenen Jahres verantwortlich sein. Fünfmal war der Markt an der Fruchtallee in Eimsbüttel sein Ziel, einmal der Markt an der Martinistraße in Eppendorf, wo die Fahnder vergangene Woche auf ihn aufmerksam wurden. Des Weiteren wird ihm ein – gescheiterter – Überfall auf einen Pizza-Lieferdienst in Groß Borstel zur Last gelegt.

Dieser Artikel wurde am 21.06.2022 um 11.40 Uhr aktualisiert und um die Information ergänzt, dass der Verdächtige erneut in Haft gekommen ist.

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