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fullscreen Protest gegen Umzug des Emilie-Wüstenfeld-Gymnasiums
Das denkmalgeschützte Hauptgebäude des EWGs wird ab Sommer saniert. Foto: Fabian Hennig

Bildung

Protest gegen Umzug des Emilie-Wüstenfeld-Gymnasiums

Im Zuge von Sanierungsarbeiten sollen rund 600 Schüler des Emilie-Wüstenfeld-Gymnasiums nach Altona umziehen. Einige Eltern und Schüler finden den neuen Schulweg zu weit und starten eine Petition.

schedule Lesezeit ca. 2 min.

Seit 2017 wird am Emilie-Wüstenfeld-Gymnasium (EWG) neugebaut und saniert, Ende des Schuljahres soll der Neubau an der Gustav-Falke-Straße eröffnet werden. Im Anschluss daran wird das denkmalgeschützte Hauptgebäude in der Bundesstraße 78 saniert.

Übergangsweise sollen Schüler der achten bis zwölften Klasse in einer leerstehenden Berufsschule in Altona unterkommen. Nun kritisieren einige Eltern, dass der neue Schulweg zu lang wäre. Sie schlagen andere Räumlichkeiten vor und haben eine Petition ins Leben gerufen.

Eltern wünschen William-Lindley-Schule als Ausweichstandort

“Zu Beginn der Sanierungsarbeiten im Sommer werden die fünften bis siebten Klassen des Gymnasiums in den dann fertiggestellten Neubau in der Gustav-Falke-Straße einziehen”, erklärte Peter Albrecht von der Hamburger Schulbehörde. Die restlichen 600 Schüler sollen in der ehemaligen Berufsschule in der Eckernförder Straße unterrichtet werden, so Albrecht weiter. Der Umzug der Klassen sei mit Beginn der Sommerferien 2019 geplant.

Einige Eltern und Schüler klagten über zu lange Schulwege und forderten, die ehemalige William-Lindley-Schule in der Bundesstraße 58 als Ausweichstandort zu nutzen. Auch mit der Begründung, dass diese im Sommer 2019 frei wird, da die Berufsschule nach Wilhelmsburg zieht. Mit einer Petition gegen den Umzug wurden seit dem 20. Januar bereits rund 370 Unterschriften gesammelt.

Aufwendiger Umbau nötig

“Die vorgeschlagene Lösung wurde nach eingehender Prüfung verworfen”, teilte Albrecht mit. Das Gebäude müsse für den gymnasialen Schulbetrieb erst aufwendig umgebaut werden, da zahlreiche Räume über fest installierte Anlagen und Rohrsysteme verfüge. Eine Entfernung dessen sei in einem zeitlichen Fenster von rund sechs Wochen nicht realisierbar, sagt er.

Hinzu komme, dass das Gebäude der William-Lindley-Schule künftig gebraucht werde, um die steigenden Schülerzahlen aufzufangen. Zu diesem Zweck solle die Berufsschule zügig umgebaut werden, damit sie in zwei bis drei Jahren genutzt werden kann. Die hierfür benötigten Umbauarbeiten könne man nicht um weitere anderthalb bis zwei Jahre verschieben, so Albrecht.

Gute Erfahrung mit Berufsschule in der Eckernförder Straße

Aus diesen Gründen wolle man die Berufsschule in der Eckernförder Straße als Ausweichstandort beibehalten. Auch, weil dieser schon einmal von anderen Eimsbütteler Gymnasien zu diesem Zweck genutzt wurde und sie ihren Unterricht hier problemlos organisiert bekommen hätten.

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