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2021 wurde die Villa Mutzenbecher nach umfangreicher Sanierung wieder eröffnet. Foto: GRÜNE Fraktion Eimsbüttel Henning Angerer
2021 wurde die Villa Mutzenbecher nach umfangreicher Sanierung wieder eröffnet. Foto: Grüne Fraktion Eimsbüttel / Henning Angerer
Sondermittel

Villa Mutzenbecher: Dach muss saniert werden – Chance für neues Energiekonzept

Eine denkmalgerechte Dachsanierung mit einem neuen Energiekonzepten kombinieren? Bei der Villa Mutzenbecher soll das möglich gemacht werden.

Von Sarah Jaskulski

Das Dach der Villa Mutzenbecher im Niendorfer Gehege soll energetisch und denkmalgerecht saniert werden. In einem gemeinsamen Antrag haben sich die Fraktionen von Grünen und SPD dafür eingesetzt, das Vorhaben zu unterstützen. Anfang Juli beschloss die Bezirksversammlung, Sondermittel in Höhe von 100.000 Euro zur Verfügung zu stellen.

Das Geld fließt an den Verein “Werte erleben”, der die Vila bereits in der Vergangenheit denkmalgerecht saniert hat und das Gebäude als Bildungs- und Begegnungsstätte nutzt.

Villa Mutzenbecher: Was ist geplant?

Aktuell sei das Dach überwiegend mit asbesthaltigen Faserzementplatten eingedeckt, heißt es im Antrag von SPD und Grüne. Diese sollen entfernt und ersetzt werden. Gleichzeitig wolle man die Sanierung mit einem neuen Energiekonzept verbinden.

Bei der Sanierung des Daches soll der historische Dachstuhl und das vorhandene Gefache erhalten bleiben. Die Planung sei bereits mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt.

Denkmalschutz und Klimaschutz: Wie passt das zusammen?

Hinsichtlich des Energiekonzeptes sei geplant, in ausgewählten Dachflächen ein innovatives System zur Energiegewinnung zu integrieren. Ein Großteil der Technik werde dabei unsichtbar unter Dachoberfläche eingefügt. “Das Konzept basiert auf dachintegrierten Photovoltaik-Schindeln in Schieferoptik sowie unterhalb der Dachdeckung angeordneten Absorbern, die Energie aus der Umgebungsfeuchtigkeit und der Außenluft gewinnen”, heißt es im Antrag. Auch eine Sole-Wärmepumpe komme zum Einsatz.

Nina Schübe von der Grünen Bezirksfraktion sagt, dass sich Klimaschutz und Denkmalschutz nicht ausschließen müssen. „Solche Projekte zeigen, wie historischer Gebäudebestand fit für eine klimagerechte Zukunft gemacht werden kann.“


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