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Im Sommer macht hier jedes Jahr ein Schwarm Gänse Station. Foto: Eimsbütteler Nachrichten
20 Gänse aus dem Tierpark Hagenbeck mussten vorsorglich getötet werden. Am Freitag darf der Tierpark wieder öffnen. Foto: Eimsbütteler Nachrichten
Weitere Untersuchungen laufen

Vogelgrippe: Gänse im Tierpark Hagenbeck getötet (Update)

Die Gesundheitsbehörde hat im Tierpark Hagenbeck 20 Gänse getötet, um eine weitere Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern. Zuvor hatten Wissenschaftler bei drei verendeten Tieren das hochansteckende Virus nachgewiesen. Update: Freitag darf Hagenbeck wieder öffnen.

Von Matthias Berger

Ob auch die 20 getöteten Gänse aus der Gruppe infiziert waren, müssen nun Laboruntersuchungen zeigen, heißt es aus der Gesundheitsbehörde. Bis die Ergebnisse vorliegen, bleibt der Tierpark Hagenbeck geschlossen.

Bereits am 10. November hat der Tierpark nach eigenen Angaben auf den Notstand reagiert. Um die Tiere zu schützen, wurden sie in extra Ställen untergebracht. Verschiedene Pfleger kümmern sich seitdem um die einzelnen Kleingruppen. So will der Tierpark verhindern, dass der Virus von der einen zur anderen Gruppe getragen werden kann.

Mehr als 800 Arten leben im Tierpark Hagenbeck

Eine Ausbreitung der Vogelgrippe im Tierpark Hagenbeck hätte fatale Folgen. Rund 800 Tierarten leben auf dem Areal in Stellingen, darunter zahlreiche Vögel. Nutztierhalter in Norddeutschland mussten in den vergangenen Wochen immer wieder mit ansehen, wie ihre Bestände aus Sicherheitsgründen getötet wurden.

Der Sprecher der Hamburger Gesundheitsbehörde Rico Schmidt rechnet im Laufe des Tages mit den Laborergebnissen. Es dauert nach Angaben der Behörde mindestens 24 Stunden, bis der Virus nachgewiesen werden kann.

Nach wie vor ist ganz Hamburg Beobachtungsgebiet. Haustiere wie Katzen dürfen nicht nach draußen, Hunde müssen an der Leine geführt werden. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Bußgeld in Höhe von bis zu 30.000 Euro.

Übertragung auf den Menschen „unwahrscheinlich“

Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung sind Infektionen des Menschen mit dem Vogelgrippe-Virus bisher nicht bekannt. Eine Übertragung des H5H8-Erregers über infizierte Lebensmittel sei zwar theoretisch denkbar, aber unwahrscheinlich.

Für die Übertragung anderer Subtypen der Vogelgrippe auf den Menschen seien in der Vergangenheit fast ausschließlich direkte Kontakte mit infiziertem lebendem Geflügel verantwortlich. Für die Infektion eines Menschen durch rohe Eier oder Rohwursterzeugnisse gebe es bisher keine Belege. Folgende Hygienevorschriften gelte es zu beachten:

  • rohe Geflügelprodukte und andere Lebensmittel getrennt lagern und zubereiten, ins-
    besondere wenn Letztere nicht noch einmal erhitzt werden
  • Gerätschaften und Oberflächen, die mit rohen Geflügelprodukten in Berührung ge-
    kommen sind, gründlich mit warmem Wasser und Spülmittelzusatz reinigen
  • Verpackungsmaterialien und Auftauwasser sofort entsorgen
  • Hände mit warmem Wasser und Seife waschen
  • Geflügelspeisen gründlich durchgaren. Das bedeutet, dass für mindestens 2 Minuten
    eine Kerntemperatur von 70 °C erreicht werden muss.
  • Eier sollten vor dem Verzehr gekocht werden, bis Eiweiß und Eigelb fest sind

Hotline für Bürger

Für Bürger hat die Gesundheitsbehörde eine Info-Hotline zum Thema Geflügelpest eingerichtet. Unter der Rufnummer 040/428-37-2222 stehen Ansprechpartner von Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, sowie am Freitag von 8 bis 15 Uhr zur Verfügung. Wer tote Vögel findet, sollte sich unter 040/428-37-2200 melden.

Unter www.hamburg.de/tiere gibt es zudem eine Liste der Fragen und Antworten zur Geflügelpest sowie Merkblätter für Geflügelhalter.

Update: Hagenbeck darf Freitag wieder öffnen!

Entwarnung für den Tierpark. Nach der Meldung vom Donnerstag morgen, darf der Tierpark am Freitag wieder öffnen. Es konnten keine weiteren Infektionen unter den Zoobewohnern festgestellt werden. Trotz der negativen Laborwerte, wird der Tierpark eingeschränkt geöffnet. Sensible Bereiche des Parks bleiben geschlossen und auch die erhöhten Hygienemaßnahmen, wie Fußmatten zur Desinfektion der Besucher, bleiben bestehen.

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