Anzeige
Aktualisiere Standort ...
Standort konnte nicht ermittelt werden. Aktiviere deine Standortfreigabe.
Standort wurde erfolgreich ermittelt.
Der NDR wird für den Neubau 58 Millionen Euro zahlen. Foto: Fabian Hennig
Neubau

Asbestverseuchtes NDR-Hochhaus wird abgerissen

Wie der NDR mitteilt, wird das Asbest-Bürohaus in Lokstedt abgerissen. Der Verwaltungsrat folgt damit dem Vorschlag für Abriss und Neubau. Insgesamt werden für das neue Bürogebäude 58 Millionen Euro veranschlagt.

Von Fabian Hennig

Das NDR-Hochhaus in Lokstedt wird nach Informationen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Das hat der Verwaltungsrat heute beschlossen. Er folgte damit einer entsprechenden Empfehlung von Intendant Lutz Marmor.

Das neue Bürogebäude soll an anderer Stelle auf dem Lokstedter Betriebsgelände errichtet werden. Es wird in etwa die gleiche Nutzfläche aufweisen wie das abzureißende Hochhaus.

Mehrkosten eine Herausforderung

„In der Summe haben uns die Vorteile eines Neubaus überzeugt“, sagte Ulf Birch, Vorsitzender des Verwaltungsrats. Ein neues Gebäude sei nicht nur wirtschaftlich die vernünftigste Lösung, es sei auch für die Beschäftigten eindeutig die überzeugendere Variante. Man wolle damit den Mitarbeitern ermöglichen, unter zeitgemäßen Bedingungen zu arbeiten.

Twitter-Account der SPD Eimsbüttel für McDonalds-Werbung gekapert

"Hol dir 2 x große Pommes Frites": Am Dienstagabend wurde der Twitter-Account der SPD Eimsbüttel gekapert, um dort für die McDonalds-App Werbung zu machen. Das Kreisbüro der SPD Eimsbüttel kann sich den Burger-Tweet nicht erklären.

NDR-Intendant Lutz Marmor sieht jetzt nur ein Problem: „Die ungeplante finanzielle Belastung bedeutet für den NDR eine zusätzliche Herausforderung.“ Dennoch sei er zuversichtlich, dass es gelingen werde, die laufende Beitragsperiode bis 2020 ausgeglichen abzuschließen.

Vier Jahre für den Neubau

Die Zeitdauer für Planung, Genehmigung und Bau ist mit etwa vier Jahren veranschlagt. Parallel dazu kann der aufwendige Rückbau des 1975 erbauten Hochhauses erfolgen, in dem Ende 2018 bei Umbauarbeiten Asbestreste gefunden wurden. Schneller als ein Neubau wäre auch eine Asbestsanierung nicht zu realisieren, das Hochhaus müsse zunächst bis auf den Rohbauzustand entkernt werden, heißt es in einer Mitteilung des NDRs.

Magazin #14: „Die Leute wollen meckern“

Michel Abdollahi, finanzielle Unabhängigkeit für Frauen, der Independent-Verlag "Mairisch", die Band "Tonbandgerät" und Italiener in Eimsbüttel: Das sind Themen aus unserem neuen Magazin. Ab sofort könnt ihr es am Kiosk erstehen – einfach auf den grünen Rahmen achten.

Die Kosten einer Kernsanierung inklusive neuer Gebäudetechnik lägen bei rund 50 Millionen Euro. Für den Neubau schätzt der NDR die reinen Baukosten auf voraussichtlich 46 Millionen, hinzu kommt der Aufwand für fachgerechten Abbruch des belasteten Hauses in Höhe von circa 10 Millionen Euro sowie die Abschreibung des Restbuchwerts des alten Gebäudes von etwa 2 Millionen Euro – zusammen ergeben sich daraus 58 Millionen Euro.

Kernsaniert heißt nicht unbedingt asbestfrei

Zudem erklärt der NDR, dass der Mehraufwand von 8 Millionen Euro im Vergleich zur Sanierungsvariante viele Vorteile mit sich bringe – etwa eine deutlich längere künftige Nutzungsdauer und Erleichterungen beim Brandschutz. Auch wäre ein kernsaniertes Hochhaus nicht zwingend völlig asbestfrei, da der Gefahrstoff außer an den bereits bekannten Stellen auch in Teilen des Rohbaus vorhanden sein könnte.

Für beide Szenarien gleich ist der Aufwand für die Unterbringung der Mitarbeiter in angemieteten Räumen und in Containern, die Abwicklung der notwendigen Umzüge und der personelle Mehraufwand für Planung und Sanierung sowie Bau und Abriss. Die Kosten dafür liegen bei rund 15 Millionen Euro für vier Jahre.

Verwandter Inhalt

Millionenhilfe aus Eimsbüttel: Beiersdorf unterstützt den Kampf gegen Corona mit 50 Millionen Euro – mindestens fünf Millionen Hautpflegeprodukte sollen an medizinisches Personal gehen.

Beiersdorf hat die ersten 6.000 Liter Desinfektionsmittel an die Feuerwehr und das UKE gespendet. Insgesamt will das Unternehmen 500 Tonnen produzieren.

Hamburg hat gewählt! Die Wahllokale sind geschlossen und damit gibt es die erste Prognose zur heutigen Bürgerschaftswahl. Laut dieser wird die SPD erneut stärkste Kraft.

Gründerinnen im Schnelldurchlauf: Mit „Faire Fritzi“ wollen zwei Schwestern Eimsbüttel mit fairer Mode ausstatten. Wie sie sich in vier Monaten den Traum vom eigenen Laden erfüllten.

-
Neu im Stadtteilportal Eimsbüttel retten!
elbdeli

Warnstedtstraße 8
22525 Hamburg

Eimsbüttel+

30 Tage für 0,00 €

Dein Premium-Journalismus für Eimsbüttel.

Jetzt kostenlos testen