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Preisträgerin Maike Bruhns (links) und Gabriele Beger, Direktorin der Staatsbibliothek (rechts). Foto: SUB Hamburg.

Auszeichnung für Maike Bruhns

Am 31. Oktober hat die Staatssbibliothek Hamburg den Buchpreis „HamburgLesen 2014“ verliehen – für das beste Hamburg-Buch. Gewonnen hat die Kunsthistorikerin Maike Bruhns.

Von Tanja Schreiner

„Hamburg ist eine Stadt der Autoren und eine Stadt der Verlage“, sagte Joachim Kersten, Gewinner des letzten Jahres, bei der Preisverleihung im Lichthof der Staatsbibliothek. Deshalb sei „HamburgLesen“ ein besonders wichtiger Buchpreis. Jedes Jahr zeichnet die Staatsbibliothek einen Titel aus, der sich in besonderer Weise mit der Hansestadt beschäftigt.

Ein Buch, das die Augen öffnet

Rund 1.500 Bücher über Hamburg wälzte die Jury dieses Jahr. Keine leichte Sache, wie Kersten scherzend erklärte: „Daraus ein Buch auszuwählen ist, als versuchte man aus einem Rind einen Maggi-Würfel zu machen“. Am Ende schaffte es die Jury aber doch und entschied sich für “Bauschmuck bei Fritz Schumacher: Ein Kaleidoskop der Künste“ von Maike Bruhns.

„Wer das Buch gelesen hat, wird mit anderen Augen durch Hamburg gehen“, so Annemarie Stoltenberg in ihrer Laudatio. Es beleuchte Denkmäler, an denen man sonst vorbeigehe, ohne sie zu sehen, und öffne einem die Augen für die großen Pläne Fritz Schumachers.

„Ein Stiefkind der Historiker“

Über 100 öffentliche Neubauten Hamburgs stattete der Baudirektor (1869 – 1947) künstlerisch aus. Einige davon findet man noch heute, so beispielsweise die Handwerkskammer, die Hochschule für Bildende Künste oder das Finanzamt am Gänsemarkt. Wandbilder, Fliesen- und Glasmalerei oder figürliche Fassadenplastiken – bildende Kunst gehörte für Schumacher untrennbar zur Architektur, wie die Buchbeschreibung erklärt.

Die Hamburger Kunstgeschichte sei noch immer „ein Stiefkind der Historiker“ und dementsprechend nicht sehr angesehen, sagte Maike Bruhns in ihrer Dankesrede. Gerade deshalb freue sich die Kunsthistorikerin sehr über die Auszeichnung. Seit 2004 habe sie recherchiert, Lexika mit Fachbegriffen aus der Architektur zu Rate gezogen und Fotos von Schumachers Werken geschossen. Im Dezember 2013 ist das rund 400 Seiten dicke Buch im Verlag Dölling und Galitz erschienen.

Seit 2013 verleiht die Staatsbibliothek jedes Jahr den Buchpreis "HamburgLesen".
Seit 2013 verleiht die Staatsbibliothek jedes Jahr den Buchpreis „HamburgLesen“. Foto: Ada vn der Decken

Die Vielfalt der Literatur bekannt machen

Wie die Staats- und Universitätsbibliothek in einer Pressemitteilung erklärt, hat sie den mit 5.000 Euro dotierten Buchpreis „HamburgLesen“ im vergangenen Jahr ins Leben gerufen, um die große Vielfalt an regionaler Literatur bekannter zu machen. Seit Jahrhunderten gehöre es zu ihrer Aufgabe, alle Publikationen zu sammeln, die Hamburg zum Thema haben.

Dass der Buchpreis bereits im zweiten Jahr stattfinde, sei ein „Ausdruck besonderen Engagements“, lobte Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Schirmherrin von „HamburgLesen“, Dorothee Stapelfeldt. Mit ihrer Arbeit wirke die Bibliothek in die Stadt hinein.

Mehr Informationen zu dem Gewinner-Buch gibt es hier…

Zum Buchpreis „HamburgLesen“ geht es hier…

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