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Sonja Böseler hat die Bezirksamtsleitung übernommen. Foto: Bezirksamt Eimsbüttel
Sonja Böseler hat die Bezirksamtsleitung übernommen. Foto: Bezirksamt Eimsbüttel
Bezirksamtsleiterin

Sie leitet jetzt das Bezirksamt: Wer ist Sonja Böseler?

Das Bezirksamt Eimsbüttel hat jetzt eine Chefin. Nachdem sich Kay Gätgens verabschiedet hat, übernimmt seine Stellvertreterin. Über die neue Frau an der Spitze des Bezirksamtes, warum sie keine eigene Agenda verfolgt und was 2023 im Bezirk ansteht.

Von Julia Haas

Sonja Böseler ist die neue Bezirksamtsleiterin von Eimsbüttel. Am Freitag hat sie die Nachfolge von Kay Gätgens angetreten. Bislang ist wenig über die Bezirkschefin bekannt. Was verbindet sie mit Eimsbüttel? Welche Ziele verfolgt sie? Und was steht 2023 im Bezirk an?

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Ohne Wahl zur Nachfolgerin

In der Bezirksversammlung endete das vergangene Jahr turbulent. Lange sah alles danach aus, dass Kay Gätgens (SPD) Bezirksamtsleiter bleibt. Mehrere Monate hatten Grüne und SPD über eine zweite Amtszeit verhandelt. Am Ende scheiterten sie.

Grünen-Fraktionsvorsitzender Ali Mir Agha sagte Anfang Dezember, es habe zu wenig Zugeständnisse vonseiten der SPD gegeben. Eine potenzielle Nachfolge für die Bezirksamtsleitung stellten die Grünen nicht zur Wahl. Die Möglichkeit, einen neuen Bezirksamtsleiter oder eine neue Bezirksamtsleiterin zu wählen, hatte die Bezirksversammlung damit verpasst.

In diesem Fall greift das Bezirksverwaltungsgesetz. Es sieht vor, dass die Stellvertreterin das Bezirksamt leitet: Sonja Böseler.

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Bezirksamtsleiterin auf Zeit?

Sonja Böseler bleibt im Amt, bis die Bezirksversammlung eine Nachfolge gewählt hat. Wann das passiert, ist offen. Möglich wäre 2024. Dann steht die Wahl der Bezirksversammlung an. Die sich daraus ergebenden Mehrheitsverhältnisse könnten über die neue Bezirksamtsleitung entscheiden.

Wer ist Sonja Böseler?

Bislang hat Sonja Böseler (45) im Bezirksamt Eimsbüttel das Dezernat Steuerung und Service geleitet. Einer Partei gehört sie nicht an.

Eimsbütteler Nachrichten: Wie haben Sie sich auf Ihre neue Aufgabe vorbereitet?

Sonja Böseler: Ich bin seit zwei Jahren formell Vertreterin des Bezirksamtsleiters und auch deshalb mit einem Großteil der wichtigsten Themen und Aufgaben vertraut. Zudem habe ich das große Glück, auf ein tolles Leitungsteam im Bezirksamt zurückgreifen zu können, das mir fachlich zur Seite steht und mir dabei hilft, mich schnell und umfassend einzuarbeiten. Aufgrund der recht plötzlich aufgetretenen Situation bin ich naturgemäß noch nicht in allen Themen „sattelfest“.

Weil sich die Bezirksversammlung auf keine Nachfolge einigen konnte, übernehmen Sie. Wie beurteilen Sie diese Situation?

Ich persönlich bedauere den Weggang von Kay Gätgens sehr. Er war aus meiner Sicht ein besonders engagierter, umsichtiger Bezirksamtsleiter und ein großartiger Vorgesetzter. Entscheidungen der Bezirksversammlung werde ich aber – wie für das Bezirksamt üblich – weder kommentieren noch bewerten.

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Sonja Böseler

…ist in Eimsbüttel geboren, hat dort ihr Abi gemacht und Betriebswirtschaftslehre studiert. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern im Kerngebiet. Auf die Frage, was Eimsbüttel für sie bedeutet, sagt die 45-Jährige: „Ganz klar Heimat“.

Wie haben Sie reagiert, als feststand, dass Sie als Bezirksamtsleiterin nachrücken?

Ich war in erster Linie sehr traurig, dass Herr Gätgens uns verlassen wird und gleichzeitig war mir klar, dass es in dieser Situation meine Aufgabe ist, unseren 1.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen Stabilität und Zuversicht zu geben, so dass die Geschäfte möglichst nahtlos weiterlaufen und wir weiterhin zuverlässig unsere Dienstleistungen für die rund 270.000 Bürger und Bürgerinnen unseres Bezirks erbringen können.

„Keine persönliche politische Agenda“

Welche Ziele verfolgen Sie als Bezirksamtsleiterin?

Dies ergibt sich aus der normalen Aufgabenbeschreibung einer Bezirksamtsleitung. Zum einen bin ich für die Leitung des Bezirksamtes verantwortlich, zum anderen für die Umsetzung der Beschlüsse der Bezirksversammlung. Hinzu kommen die Vertretung der bezirklichen Interessen und Aufgaben gegenüber dem Senat, die Verantwortung für die Umsetzung von Beschlüssen und Programmen des Senats sowie die Vertretung des Bezirksamtes in der Öffentlichkeit.

Es ist nicht klar, wie lange Ihre Amtszeit dauern wird. Lassen sich dennoch langfristige Ziele verfolgen?

Durch die besondere Konstellation in Eimsbüttel habe ich im Unterschied zu gewählten Bezirksamtsleitungen keine persönliche politische Agenda. Und für das Tagesgeschäft und die übergeordneten Themen wie zum Beispiel Klimaschutz, Wohnungsbau, Verkehrswende oder Digitalisierung spielt die Länge meiner Amtszeit keine Rolle.

Radwege, Sportplätze und Wohngeld: Das steht 2023 an

Welche Themen stehen 2023 im Bezirk an?

Es gibt fünf Schwerpunkte: Der Bezirk investiert rund 13 Millionen Euro in Radwege, Gehwege und Straßensanierungen. Nach der Deckelparkeröffnung im Herbst 2022 startet in Schnelsen nun das RISE-Projekt, das die Stadtteilzentren Frohmestraße/Burgwedel attraktiver machen soll. Zu erwarten ist eine hohe zweistellige Millioneninvestition bis Ende 2028.

Zudem investieren wir rund 7 Millionen Euro in innovative Sport- und Freizeitanlagen, Spielplätze, Jugendeinrichtungen und Spielhäuser. In 2023 starten außerdem die Bauarbeiten für die neue Park- und Kleingartenanlage auf dem A7-Autobahndeckel Stellingen. Ein weiteres großes Thema ist die Wohngeld-Novelle, die wir in den Bezirksämtern umsetzen. Hier werden mehr Menschen als bisher im Bezirk Eimsbüttel Leistungen erhalten.

Eimsbüttel: Was gut läuft – und was nicht

Was schätzen Sie an Eimsbüttel?
Eimsbüttel hat einfach einen tollen Mix in der Bevölkerungsstruktur. Als Bürgerin schätze ich die Urbanität und gleichzeitig die vielen kleinen und großen grünen Oasen. Und dann haben wir sogar einen Teil der Alster bei uns. Fehlt eigentlich nur noch ein kleines Stück Elbe mit Elbstrand.

Wo hakt es in Eimsbüttel? Was läuft nicht so gut?
Es gibt ja immer was zu tun. Als Bürgerin sehe ich natürlich die Wohnungsnot, auf den öffentlichen Verkehrswegen herrscht Platzmangel, und es gibt auch in unserem Bezirk Stadtteile, die aufgrund ihrer Sozialstruktur mehr Aufmerksamkeit brauchen. Aber all diese Themen sind für uns als Bezirksamt ja nicht neu, und wir haben auch in der Vergangenheit viel dafür getan, um diese Themen zu bewegen. Und das werden wir auch weiter tun!

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