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Durch eine schadhafte Oberleitung mussten Reisende beim Bahnhof Eidelstedt erneut aus einem Zug gerettet werden. Foto: Tim Eckhardt
Wegen einer schadhaften Oberleitung mussten Reisende in der Nähe des Bahnhofs Eidelstedt erneut aus einem Zug gerettet werden. Foto: Tim Eckhardt
Bahnverkehr

Eidelstedt: erneute Zugevakuierung

Nicht einmal eine Woche ist es her, dass eine Regionalbahn kurz vor dem Bahnhof Eidelstedt zum Stillstand gekommen ist. Die Passagiere wurden erst nach über zwei Stunden aus ihrer Misere befreit. Nun kam es zu einem Déjà-vu.

Von Christina Rech

Die Regionalbahn von Kiel nach Hamburg blieb gestern um 16:20 Uhr stehen – auf dem gleichen Streckenabschnitt, auf dem schon vor knapp einer Woche ein Zug evakuiert worden war.

Bundespolizei evakuiert

Die zuständige Bundespolizei traf innerhalb von zwanzig Minuten vor Ort ein und befreite die 95 Fahrgäste aus dem stehen gebliebenen Transportmittel. Im Vergleich zum Vorfall am vergangenen Donnerstag verlief die Rettung der Betroffenen also deutlich schneller.

Streit um „Hagendeel 60“ geht weiter

Seit Jahren gibt es Streit um die Flüchtlingsunterkunft am Hagendeel 60. Anwohner des Grundstücks befürchten, dass durch die Bauarbeiten die Hochwassergefahr steigt. Sie gründeten die Initiative "Rettet den Hagendeel!" und klagen gegen das Bauvorhaben.

Die Regionalbahn blieb mittig zwischen den Bahnhöfen Eidelstedt und Stellingen stecken, sodass die Passagiere über die Gleise sicher zum Bahnhof geleitet werden konnten. Als die Feuerwehr mit ihren Rettungsfahrzeugen eintraf, war die Evakuierung schon vollständig abgeschlossen. „Eine Person hat über Kreislaufprobleme geklagt“, berichtet Britta Sell von der Bundespolizeidirektion. Verletzte habe es aber keine gegeben.

Wiederkehrender Grund

Die Bundespolizei erläutert, dass eine beschädigte Oberleitung der Verursacher für das abrupte Fahrtende war. Auch am vergangenen Donnerstag war eine lahmgelegte Oberleitung der gleiche Grund für den Vorfall auf demselben Streckenabschnitt. Die Nachfrage, ob zwischen den beiden Vorfällen ein Zusammenhang besteht, verneint eine Sprecherin der DB.

Die Studierende müssen sich noch gedulden: durch aufwändigere Umbaumaßnahmen als geplant dauert die "Heimkehr" der Geisteswissenschaftler nun länger. Foto: Christina Rech

Philturm: weitere Baumaßnahmen nötig

Das Universitätsgebäude am Von-Melle-Park 6 - von den Studierenden liebevoll Philturm getauft - wird aktuell kernsaniert. Beim Umbau des 55 Jahre alten Gebäudes gab es nun eine saftige Neukalkulierung der Kosten und der Zeitplanung.

Bei dem Vorfall gestern sei es ein anderer Grund gewesen: „Ein Bagger, der außerhalb des Bahngebiets zuständig war, ist gegen die Oberleitung gestoßen und hat diese beschädigt“, fügt sie hinzu. Die Oberleitung, die am 9. August gerissen ist, sei direkt im Anschluss an den Vorfall repariert worden.

Eingeschränkter Zugverkehr

Bei dem aktuellen Vorkommnis konnte der Zugverkehr heute ab 4:30 Uhr, nach Instandsetzung der Oberleitung, wieder aufgenommen werden. In dieser Zeit kam es zu Verspätungen sowie Zugausfällen zwischen Hamburg und Kiel, Flensburg und Westerland.

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