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Die Schulbehörde plant, in den nächsten Jahren faire Bälle zu kaufen. Foto: Georg-Maximilian Bielfeldt
Die Schulbehörde plant, in den nächsten Jahren faire Bälle zu kaufen. Symbolfoto: Georg-Maximilian Bielfeldt
Sportausstattung

Faire Bälle in Schulen? In Hamburg ab 2024

„Mein Sport wird Fair“ soll die Schulbehörde dazu bringen, faire Bälle für den Sportunterricht zu kaufen. Das wird sie sowieso. Doch der Senat finanziert die Kampagne.

Von Christian Litz

Die Schulbehörde Hamburg soll nur noch faire Bälle für den Schulsport kaufen. Das fordert die Kampagne Mein Sport wird Fair, die von der Hamburger Senatskanzlei finanziert wird. Der Haken an der Sache: Die Schulbehörde will das sowieso machen, sobald die alten Verträge auslaufen.

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Pläne der Schulbehörde

Man plane für die Zukunft mit fairen Bällen, so die Behörde. Peter Albrecht, Pressesprecher der Schulbehörde, auf Anfrage: „In Hamburg müssen Bälle und Sportgeräte aus der Rahmenvereinbarung ‚Sport, Lieferung und Aufstellung von beweglichen Sportgeräten und -artikeln‘ bestellt werden.“

Noch gilt alte Vereinbarung

Diese Vereinbarung mit Lieferanten gelte bis 2024. „Das Ziel ist es, bei der nächsten Ausschreibung ausschließlich auf faire Bälle zurückgreifen zu können.“ Und: „Beim Neubau werden den Schulen für die Erstausstattung der Hallen bereits jetzt ausschließlich faire Bälle angeboten, soweit es diese für die entsprechende Sportart gibt.“

In Berlin, München oder Leipzig bekommen Schulen, so will es die Politik dort, nur noch faire Bälle. In München schon seit 2014. Nicht aber in Hamburg, sagt Christine Priessner von Hamburg mach dich fair. Deshalb die Kampagne, die eine ähnliche Kampagne begleitet. Die andere Kampagne Mein Sport wird fair, soll Sportvereine erreichen. Man wolle Schulen helfen, faire Bälle zu bekommen und die Verwaltung durch „Druck von unten“ zum Handeln bringen.

Dennoch Etat für Kampagne

Der Verein, der mit Geld des Hamburger Senats die Kampagne für faire Bälle an Hamburger Schulen startet, sagt, es gebe „kein klares Signal vonseiten der Schulbehörde, dass sie Interesse hat“. Christine Priessner: Es gehe bei der Kampagne, die jetzt startet, also um „Sensibilisierung“, aber auch um praktische Hilfe.

Andrea Karl vom Hamburger Sportbund sagt dazu: Wenn Hamburger Schulen fair hergestellte Bälle kaufen wollten, könnten sie das bereits. Allerdings sei es, wegen des zentralen Einkaufs der Schulbehörde kompliziert. Man müsse wissen, wo man beim Ausfüllen der Beschaffungsanträge suchen muss, und aus dem Etat seiner Schule zudem mehr Geld in die Hand nehmen.

Mehr faire Bälle kaufen

Hintergrund: Vor zwei Jahren hat der Verein Mobile Bildung die Projektstelle Fair Trade Stadt Hamburg geschaffen, die eine Kampagne namens Hamburg mach dich fair gestartet hat, die wiederum die Kampagne Mein Sport wird Fair initiiert hat. Diese Personalstelle wird zu 40 Prozent vom Senat und zu 60 Prozent vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, das früher Entwicklungshilfeministerium hieß, bezahlt.

Die Finanzierung für die vom Senat zugesagte Finanzierung des dritten Jahres der Kampagne beantrage der Verein gerade. Die bisherige Finanzierung beruht auf einem Antrag der SPD und der Grünen in der Bürgerschaft, für den die beiden Fraktionen stimmten.


Faire Bälle auch für Sportvereine? Warum das nicht einfach ist und wie eine Kampagne helfen soll:

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