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Das Kaifu-Bad bleibt am Freitag wegen Streiks geschlossen. Foto: Bernadette Grimmenstein
Das Kaifu-Bad bleibt am Freitag wegen Streiks geschlossen. Foto: Bernadette Grimmenstein
Warnstreik

Kaifu-Bad geschlossen: Streik bei Bäderland

Erneut hat ver.di die Beschäftigten von Bäderland zum Warnstreik aufgerufen. Das Kaifu-Bad bleibt am Freitag ganztägig geschlossen.

Von Catharina Rudschies

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat die mehr als 500 Beschäftigten der Bäderland GmbH für Freitag, den 19. Juli, erneut zum Streik aufgerufen. Ver.di und Bäderland befinden sich momentan in Tarifverhandlungen zum Vergütungs- und Rahmentarifvertrag. Drei Viertel der Hamburger Bäder bleiben aufgrund der Streiks den ganzen Tag geschlossen, darunter auch das Kaifu-Bad in Eimsbüttel.

Keine Einigung bei den Tarifverhandlungen

In der vierten Tarifrunde am 08. Juli waren ver.di und Bäderland wieder nicht zu einer Einigung gekommen. Ver.di fordert für die Beschäftigten von Bäderland eine Erhöhung der Entgelte um 250 Euro pro Monat und der Jahressonderzahlung auf 1.200 Euro. Zudem sollen Auszubildende 100 Euro mehr Lohn im Monat erhalten.

Bäderland hat bisher eine Entgelterhöhung von 3 Prozent, aber mindestens 75 Euro ab dem 1. Juni 2019 sowie eine höhere Jahressonderzahlung von 700 anstelle der bisherigen 600 Euro geboten. Ab 2021 sieht das Unternehmen eine weitere Erhöhung von 2,5 Prozent der Löhne vor. Alternativ könnten die Beschäftigten drei Tage mehr Urlaub wählen.

Annäherung im „Zeitlupentempo“

Ole Borgard, ver.di-Fachbereichsleiter hält das Angebot von Bäderland für unzureichend: „Was die Arbeitgeberseite für eine ‚deutliche Bewegung‘ zu ihrem letzten Vergütungsangebot hält, halten wir für Zeitlupentempo.“ Und weiter: „Das Angebot ist nach wie vor weder leistungsgerecht, noch branchenüblich.“

Bäderland kritisiert ver.di in einer Mitteilung hingegen dafür, dass ihre Forderungen auf Vergleichen mit einzelnen Betrieben aus dem Hamburger Umland basieren: „Diese sind hingegen nicht nach dem branchenüblichen TVöD sondern nach dem Tarifvertrag der Versorger (TVV) – sprich der Stadtwerke – vergütet, welche als Gesamtkonstrukt für die öffentliche Wasser-/Abwasserversorgung, Reinigung, usw. in der Regel enorme Gewinne erwirtschaften.“

Einige wenige Schwimmbäder geöffnet

Die Beschäftigten von Bäderland streiken heute vor dem Kaifu-Bad, MidSommerland, Bondenwald, Parkbad, Elbgaustraße und Billstedt. Eine zentrale Kundgebung findet ab 11:30 Uhr vor dem St. Pauli-Stadion statt.

Einige wenige Schwimmbäder sind am Freitag jedoch zu den regulären Zeiten geöffnet. So können Besucher auf die Alster-Schwimmhalle, die Bartholomäustherme, das Bille-Bad (nur Schwimmclub), das Festland-Bad, das Naturbad Stadtparksee und das Hallenbad in Rahlstedt ausweichen.

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