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Auftakveranstaltung des Klimaprojektes Lokstedt. Foto: Universität Hamburg
Bereits Mitte Februar fand in Lokstedt die Auftaktveranstaltung zum Klimaprojekt statt. Foto: Universität Hamburg
Climate Smart City Hamburg

Klimaprojekt in Lokstedt

Von März bis August 2017 können sich Lokstedter am Klimaprojekt Climate Smart City Lokstedt beteiligen. Die Bürger können ihre Erfahrungen und Erlebnisse zum Thema Haushaltsenergie mitteilen. Ab September 2017 wird es auch Diskussionsveranstaltungen geben.

Von Silke Fuchs

Die Lokstedter Bürger sind dazu aufgerufen, sich am Klimaprojekt Climate Smart City Lokstedt zu beteiligen. Das Projekt besteht seit August 2016 und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und soll innerhalb von drei Jahren durchgeführt werden. Ziel des Projekts ist es, Klimaschutz mit der Stadtentwicklung und dem Leben und Wohnen in Lokstedt zusammenzubringen.

Eine Besonderheit ist, dass es sich um ein interdisziplinäres Projekt handelt. Die Wissenschaft arbeitet eng mit Verwaltung und Forschung zusammen. Somit werden kontinuierlich verschiedene Perspektiven und Wissensbestände zusammengebracht. Die Kooperationspartner sind die Universität Hamburg, die Hafencity Universität, das Bezirksamt Eimsbüttel und die Behörde für Umwelt und Energie.

Das Projekt ist in drei Handlungsfelder aufgeteilt: Haushaltsenergie (Januar 2017 bis Oktober 2017), Mobilität (November 2017 bis Juli 2018) und Abfallwirtschaft (August 2018 bis April 2019).

Mitmachen der Lokstedter

Zum einen werden Haushaltsbefragungen in 30 zufällig ausgewählten Haushalten durchgeführt. Bei der Auswahl der Personen wurde darauf geachtet, dass eine Vielfalt von Lebenssituationen abgebildet wird. Im Mittelpunkt stehen Fragen, wie sich die alltägliche Nutzung von Heizenergie und Strom gestaltet, warum welche Entscheidungen in diesen Bereichen getroffen werden, wie die Befragten ihren eigenen Handlungsspielraum wahrnehmen und vor allem, wie dieser Handlungsspielraum in Lokstedt erweitert werden könnte. Begonnen wurde mit der Befragung Anfang Februar.

Eimsbüttels größtes Naherholungsgebiet besteht aus rund 150 Hektar Wald, 15 km Wegen zum Wandern und einem Damwildgehege. Vor allem auch Familien mit Kindern kommen dort auf ihre Kosten. Foto: Behörde für Umwelt und Energie, Hamburg

Wandern in Eimsbüttel? Das geht!

Der "Grüne Ring" Hamburgs führt auf rund 100 km einmal um die Stadt. Die Hamburger Umweltbehörde hat acht Vorschläge für Wandertouren auf dem Ring im Angebot. Die Route 2 führt auf circa 13 Kilometern mitten durch Eimsbüttel.

Ebenso können sich die Lokstedter noch mit zwei weiteren Methoden am Klimaprojekt beteiligen. Von März bis August 2017 haben sie dafür Zeit. Bei der Foto-Methode können die Lokstedter anhand von Motivanweisungen Fotos machen, um Einblicke zu geben, wie das Thema Haushaltsenergie in ihren Alltag eingebunden ist und was sie darunter verstehen. Bei der Tagebuch-Methode können sie sieben Tage lang anhand von kurzen Fragen und Antworten ebenso ihre Erfahrungen und Erlebnisse zum Thema Haushaltsenergie festhalten. Hierbei stehen das Heizen der Wohnung und die Nutzung von Strom im Fokus.

Ab September 2017 wird es Diskussionen im Stadtteil geben. Die entwickelten Strategien und Optionen für eine klimaschonende Stadtentwicklung in Lokstedt werden mit den Bürgern diskutiert.

Warum Lokstedt?

In Lokstedt leben derzeit ca. 28.000 Einwohner. In den letzten 10 Jahren wurden über 16% neue Wohnungen gebaut. Der Stadtteil besteht überwiegend aus Bestandsquartieren mit bereits bestehenden Infrastrukturen. Dies bedeutet, dass die Infrastruktur und die Gebäude aus verschiedenen Jahrzehnten stammen und fest etabliert sind. Erneuerungen bieten ein hohes CO2-Einsparpotential und die Ergebnisse können auf viele weitere Stadtteile übertragen werden.

Durch die Schaffung des vielen neuen Wohnraums sind infrastrukturelle Anpassungen erforderlich, die unter klimaschützenden Aspekten entwickelt werden. Hierbei möchte das Klimaprojekt einen Beitrag dazu leisten.

Forschungsergebnisse

Innerhalb des Bezirks Eimsbüttel existiert die Arbeitsgruppe Bezirksentwicklungsplanung. Diese Arbeitsgruppe stellt ein Kommunikationsinstrument über wichtige Zukunftsfragen für den Bezirk und über die Entwicklungsziele und -planung dar. Die Ergebnisse und Erkenntnisse aus dem Projekt Climate Smart City Lokstedt werden sowohl der Arbeitsgruppe als auch der politischen Entscheidungsfindung zugeführt.

Das Bezirksamt Eimsbüttel und die Behörde für Umwelt und Energie haben großes Interesse daran, die gewonnenen Erkenntnisse in ihre jeweiligen Planungen einfließen zu lassen. Eine Umsetzung aller Handlungsempfehlungen wird aber nicht garantiert.

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